RS Vfgh 2010/6/17 V6/10

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Veröffentlicht am 17.06.2010
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Index

72 Wissenschaft, Hochschulen
72/01 Hochschulorganisation

Norm

B-VG Art18 Abs2
B-VG Art139 Abs3 zweiter Satz litc
UniversitätsG 2002 §124b Abs1 idF BGBl I 77/2005
Verordnung des Rektorats (der Universität Salzburg) über Zulassungsregelungen für das Bachelorstudium Psychologie und das Bachelorstudium Kommunikationswissenschaft im Studienjahr 2007/2008
  1. B-VG Art. 18 heute
  2. B-VG Art. 18 gültig ab 01.07.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  5. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  6. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  8. B-VG Art. 18 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 18 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Gesetzwidrigkeit einer Verordnung über Zulassungsregelungen für Bachelorstudien wegen Kundmachungsmangels; kein Hinweis auf die iSd Universitätsgesetzes 2002 erforderliche Genehmigung des Universitätsrates

Rechtssatz

Feststellung der Gesetzwidrigkeit der Verordnung des Rektorats (der Universität Salzburg) über Zulassungsregelungen für das Bachelorstudium Psychologie und das Bachelorstudium Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg im Studienjahr 2007/2008, kundgemacht im Mitteilungsblatt der Universität Salzburg (http://www.sbg.ac.at/dir/mbl), Studienjahr 2006/2007, ausgegeben am 11.04.07, 30. Stück, Nr 93.Feststellung der Gesetzwidrigkeit der Verordnung des Rektorats (der Universität Salzburg) über Zulassungsregelungen für das Bachelorstudium Psychologie und das Bachelorstudium Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg im Studienjahr 2007 aus 2008,, kundgemacht im Mitteilungsblatt der Universität Salzburg (http://www.sbg.ac.at/dir/mbl), Studienjahr 2006 aus 2007,, ausgegeben am 11.04.07, 30. Stück, Nr 93.

Die verordnungserlassende Behörde hat dann, wenn der Gesetzgeber die Erlassung der Verordnung von der Zustimmung (Genehmigung) einer anderen Behörde (Stelle) abhängig macht, die Erfüllung dieses Erfordernisses bei der Verlautbarung der Verordnung ausdrücklich festzustellen. Eine solche Feststellung dient dazu, dem Rechtsunterworfenen die Erfüllung dieser für die Rechtmäßigkeit der Verordnung erforderliche Voraussetzung bekannt zu machen, weil er sonst die Erfüllung dieser Verpflichtung nicht kontrollieren kann (s VfSlg 2573/1953). Da der Kundmachung der Verordnung weder ein Hinweis, ob der Universitätsrat eine Genehmigung ausdrücklich erteilt hat, noch ein solcher, ob die Genehmigung allenfalls infolge Fristablaufs von Gesetzes wegen als gegeben angenommen werden konnte (s hiezu §124b Abs1 UniversitätsG 2002 idF BGBl I 77/2005), zu entnehmen ist, erweist sich das Bedenken, dass §2 Abs1 Z1 der in Prüfung gezogenen Verordnung gesetzwidrig ist, als zutreffend (vgl VfSlg 14938/1997 und die darin zitierte Vorjudikatur).Die verordnungserlassende Behörde hat dann, wenn der Gesetzgeber die Erlassung der Verordnung von der Zustimmung (Genehmigung) einer anderen Behörde (Stelle) abhängig macht, die Erfüllung dieses Erfordernisses bei der Verlautbarung der Verordnung ausdrücklich festzustellen. Eine solche Feststellung dient dazu, dem Rechtsunterworfenen die Erfüllung dieser für die Rechtmäßigkeit der Verordnung erforderliche Voraussetzung bekannt zu machen, weil er sonst die Erfüllung dieser Verpflichtung nicht kontrollieren kann (s VfSlg 2573 aus 1953,). Da der Kundmachung der Verordnung weder ein Hinweis, ob der Universitätsrat eine Genehmigung ausdrücklich erteilt hat, noch ein solcher, ob die Genehmigung allenfalls infolge Fristablaufs von Gesetzes wegen als gegeben angenommen werden konnte (s hiezu §124b Abs1 UniversitätsG 2002 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 77 aus 2005,), zu entnehmen ist, erweist sich das Bedenken, dass §2 Abs1 Z1 der in Prüfung gezogenen Verordnung gesetzwidrig ist, als zutreffend vergleiche VfSlg 14938 aus 1997, und die darin zitierte Vorjudikatur).

Aufhebung der Verordnung zur Gänze wegen Kundmachungsmangels.

Feststellung der Gesetzwidrigkeit in Folge materieller Derogation durch die entsprechenden Verordnungen für das Studienjahr 2008/2009.Feststellung der Gesetzwidrigkeit in Folge materieller Derogation durch die entsprechenden Verordnungen für das Studienjahr 2008 aus 2009,.

Anlassfall B1098/08, E v 17.06.10, Aufhebung des angefochtenen Bescheides.

Entscheidungstexte

  • V 6/10
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 17.06.2010 V 6/10

Schlagworte

Hochschulen, Verordnung Kundmachung, VfGH / Verwerfungsumfang, Geltungsbereich (zeitlicher) einer Verordnung, Derogation materielle

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2010:V6.2010

Zuletzt aktualisiert am

19.08.2011
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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