RS Vfgh 2011/6/9 B290/10

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Veröffentlicht am 09.06.2011
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Index

63 Allgemeines Dienst- und Besoldungsrecht
63/07 Personalvertretung

Norm

B-VG Art7 Abs1 / Verwaltungsakt
EMRK Art8
Bundes-Personalvertretungs-GeschäftsO §1, §14 ff, §16
Bundes-PersonalvertretungsG §2, §9, §10, §22, §26
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Keine Verletzung im Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens und im Gleichheitsrecht durch Feststellung der Gesetzmäßigkeit der Geschäftsführung des Dienststellenausschusses durch die Personalvertretungs-Aufsichtskommission in Hinblick auf die Formulierung der Einladung zu einer Sitzung und die Verweigerung der Akteneinsicht in ein Sitzungsprotokoll

Rechtssatz

Keine Bedenken gegen §2, §9, §10, §22 Bundes-PersonalvertretungsG (PVG) sowie gegen §1 und §14 ff der Bundes-Personalvertretungs-GeschäftsO (PVGO); keine Unsachlichkeit des §16 Abs4 PVGO (betr das den Mitgliedern des Personalvertretungsausschusses zustehende Recht auf Einsicht in die Sitzungsprotokolle).

Denkmögliche Auffassung hinsichtlich der Wertneutralität der Formulierung des den Beschwerdeführer betreffenden Tagesordnungspunktes als "Problem M".

Die Personalvertretungs-Aufsichtskommission konnte in vertretbarer Weise in der beanstandeten Formulierung "bei objektiver Betrachtung keinen ehrenrührigen, herabwürdigenden oder sonst unsachlichen Angriff auf die Person des [Beschwerdeführers] erkennen". Allenfalls gesetzwidriges Verhalten des Dienststellenausschusses nur an objektiven Kriterien zu messen.

Einsicht ins Sitzungsprotokoll nicht im Schutzbereich des Art8 EMRK.

Vertretbare Annahme der Beschränkung der Einsicht ins Sitzungsprotokoll auf Mitglieder des Dienststellenausschusses in Hinblick auf §26 Abs1 und Abs2 PVG und die dort festgelegte Verschwiegenheitspflicht.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Personalvertretung, Privat- und Familienleben

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2011:B290.2010

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2012
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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