RS Vfgh 2013/9/12 U2770/2012

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Veröffentlicht am 12.09.2013
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Index

41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht, Asylrecht

Norm

EMRK Art8
AsylG 2005 §10
  1. AsylG 2005 § 10 heute
  2. AsylG 2005 § 10 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  3. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  5. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  6. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  7. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  8. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  9. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  10. AsylG 2005 § 10 gültig von 09.11.2007 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2007
  11. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2006 bis 08.11.2007

Leitsatz

Verletzung im Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens durch Ausweisung des Beschwerdeführers nach Pakistan mangels Auseinandersetzung mit der Frage des Vorliegens einer geschützten familiären bzw Eltern-Kind-Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seinem kranken und pflegebedürftigen österreichischen Vater

Rechtssatz

Der AsylGH verneint in seinen rechtlichen Erwägungen von vornherein einen Eingriff in das Familienleben des Beschwerdeführers durch die Ausweisungsentscheidung und nimmt in diesem Punkt folglich auch keine Interessenabwägung vor. Er misst der mit der Ausweisung verbundenen Trennung des Beschwerdeführers von seinem Vater keine entscheidungswesentliche Bedeutung bei.

Entgegen der Ansicht des AsylGH kommt einer mit der Ausweisung verbundenen Trennung von Familienmitgliedern jedenfalls entscheidungswesentliche Bedeutung zu (vgl VfSlg 18388/2008); dementsprechend hat sich der AsylGH mit der Frage, ob es sich im Einzelfall um eine familiäre bzw Eltern-Kind-Beziehung handelt, die aufgrund ihrer tatsächlichen Umstände von Art8 Abs1 EMRK geschützt ist, auseinanderzusetzen.Entgegen der Ansicht des AsylGH kommt einer mit der Ausweisung verbundenen Trennung von Familienmitgliedern jedenfalls entscheidungswesentliche Bedeutung zu vergleiche VfSlg 18388 aus 2008,); dementsprechend hat sich der AsylGH mit der Frage, ob es sich im Einzelfall um eine familiäre bzw Eltern-Kind-Beziehung handelt, die aufgrund ihrer tatsächlichen Umstände von Art8 Abs1 EMRK geschützt ist, auseinanderzusetzen.

Im Übrigen Ablehnung der Beschwerde.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Asylrecht, Ausweisung, Privat- und Familienleben

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2013:U2770.2012

Zuletzt aktualisiert am

07.11.2013
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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