TE Vfgh Beschluss 2015/9/17 G310/2015 ua

JUSLINE Entscheidung

Veröffentlicht am 17.09.2015
beobachten
merken

Index

24/01 Strafgesetzbuch

Norm

B-VG Art140 Abs1 Z1 litd
StGB §21
StVG §99, §157, §166, §167
ZPO §63 Abs1 / Aussichtslosigkeit
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. StVG § 99 heute
  2. StVG § 99 gültig ab 25.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  3. StVG § 99 gültig von 01.09.2010 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/2010
  4. StVG § 99 gültig von 01.01.2010 bis 31.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2009
  5. StVG § 99 gültig von 18.06.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  6. StVG § 99 gültig von 01.01.2008 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  7. StVG § 99 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 799/1993
  8. StVG § 99 gültig von 01.01.1970 bis 31.12.1993
  1. ZPO § 63 heute
  2. ZPO § 63 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2011
  3. ZPO § 63 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. ZPO § 63 gültig von 01.01.1998 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  5. ZPO § 63 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Leitsatz

Abweisung eines Verfahrenshilfeantrags zur Einbringung eines Parteiantrags auf Aufhebung von Bestimmungen des StGB und StVG als aussichtslos mangels Präjudizialität der Bestimmungen

Spruch

Der Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe wird abgewiesen.

Begründung

Begründung

1. Der Einschreiter beabsichtigt, sich aus Anlass seiner gegen den Beschluss des Landesgerichtes für Strafsachen Graz vom 27. Mai 2015, Z19 Ns 3/15d, gemäß §88 StPO erhobenen Beschwerde und aus Anlass seiner gegen den Beschluss desselben Gerichtes als Rechtsmittelgericht vom 1. Juni 2015, Z1 BI 29/15s-5, gemäß §120 StVG erhobenen Beschwerde mit einem (Partei-)Antrag gemäß Art140 Abs1 Z1 litd B-VG auf Aufhebung des §21 StGB sowie der §§99, 157, 166 und 167 StVG an den Verfassungsgerichtshof zu wenden und beantragt die Bewilligung der Verfahrenshilfe im vollen Umfang.

2. Eine Rechtsverfolgung durch Einbringung eines Parteiantrages erscheint als offenbar aussichtslos, weil der vom Antragsteller angestrebten Aufhebung des § 21 (Abs2) StGB in den beiden Anlassfällen das Hindernis fehlender Präjudizialität dieser Bestimmung entgegenstünde bzw. die unter Berufung auf den Bericht der Arbeitsgruppe Maßnahmenvollzug, Jänner 2015, BMJ-V70301/0061-III 1/2014, vorgebrachte Verfassungswidrigkeit des Maßnahmenvollzuges insbesondere wegen behaupteterweise falscher Sachverständigengutachten nicht durch Aufhebung der in den Anlassfällen vom Gericht angewendeten Bestimmungen des StVG beseitigt werden könnte.2. Eine Rechtsverfolgung durch Einbringung eines Parteiantrages erscheint als offenbar aussichtslos, weil der vom Antragsteller angestrebten Aufhebung des Paragraph 21, (Abs2) StGB in den beiden Anlassfällen das Hindernis fehlender Präjudizialität dieser Bestimmung entgegenstünde bzw. die unter Berufung auf den Bericht der Arbeitsgruppe Maßnahmenvollzug, Jänner 2015, BMJ-V70301/0061-III 1 aus 2014,, vorgebrachte Verfassungswidrigkeit des Maßnahmenvollzuges insbesondere wegen behaupteterweise falscher Sachverständigengutachten nicht durch Aufhebung der in den Anlassfällen vom Gericht angewendeten Bestimmungen des StVG beseitigt werden könnte.

3. Bei dieser Sach- und Rechtslage ist, da in beiden Fällen mit der Zurückweisung eines künftigen Parteiantrages zu rechnen wäre, der Antrag auf Bewilligung der Verfahrenshilfe mangels der Voraussetzungen des §63 Abs1 ZPO (§35 Abs1 VfGG) abzuweisen. Damit sind alle mit diesem Antrag zusammenhängenden Anträge – einschließlich des Begehrens auf "amtswegige Überweisung an den VwGH" – erledigt.

3. Dies konnte gemäß §72 Abs1 ZPO iVm §35 Abs1 VfGG in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen werden.3. Dies konnte gemäß §72 Abs1 ZPO in Verbindung mit §35 Abs1 VfGG in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen werden.

Schlagworte

VfGH / Verfahrenshilfe, VfGH / Parteiantrag, VfGH / Präjudizialität

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2015:G310.2015

Zuletzt aktualisiert am

19.10.2015
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten