RS Vfgh 2016/9/22 G314/2016 ua

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.09.2016
beobachten
merken

Index

22/01 Jurisdiktionsnorm

Norm

B-VG Art140 Abs1 Z1 litd
JN §19, §25
ZPO §128
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Zurückweisung eines Parteiantrags auf Aufhebung von Bestimmungen der JN betreffend das Ablehnungsverfahren von Richtern als zu eng gefasst sowie des Antrags betreffend eine Regelung der ZPO über die Verlängerung von Fristen mangels Präjudizialität

Rechtssatz

Zurückweisung des Antrags auf Aufhebung von §19 JN (betr die Ablehnung von Richtern) und §25 erster und zweiter Satz JN (betr Prozesshandlungen eines abgelehnten Richters) als zu eng gefasst.

Vor dem Hintergrund, dass die Antragsteller die Verfassungswidrigkeit des Ablehnungsverfahrens an sich rügen, verblieben bei einer Aufhebung bloß des §19 JN unter anderem §21 f leg cit (betr die Ausübung des Ablehnungsrechtes) sowie §23 f leg cit (betr die Entscheidung über den Ablehnungsantrag) im Rechtsbestand. Durch die Aufhebung des ersten und zweiten Satzes des §25 JN verlöre der dritte Satz dieser Bestimmung seinen Bezugspunkt. Folglich bildet der dritte Satz dieser Bestimmung mit dem ersten und zweiten Satz eine untrennbare Einheit.

Unzulässigkeit des Antrags auch hinsichtlich von Worten in §128 Abs2 ZPO mangels Präjudizialität.

Für den VfGH ist nicht erkennbar, inwiefern §128 Abs2 ZPO, der die Bewilligung einer Fristverlängerung durch das Gericht regelt, in dem dem Antrag zugrundeliegenden Verfahren über die Ablehnung einer Richterin präjudiziell ist.

Entscheidungstexte

  • G314/2016 ua
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 22.09.2016 G314/2016 ua

Schlagworte

VfGH / Parteiantrag, VfGH / Prüfungsumfang, VfGH / Präjudizialität, Zivilprozess

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2016:G314.2016

Zuletzt aktualisiert am

05.12.2016
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten