RS Vfgh 2017/6/9 E1476/2017

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Veröffentlicht am 09.06.2017
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Index

63/03 Vertragsbedienstetengesetz 1948

Norm

B-VG Art81b
B-VG Art83 Abs2
BDG 1979 §207, §207m
VertragsbedienstetenG 1948 §90a
AVG §8
  1. B-VG Art. 81b gültig von 01.08.2014 bis 31.12.2018 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 138/2017
  2. B-VG Art. 81b gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  3. B-VG Art. 81b gültig von 01.01.2014 bis 02.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 81b gültig von 03.08.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  5. B-VG Art. 81b gültig von 01.01.2004 bis 02.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 81b gültig von 18.07.1962 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  1. B-VG Art. 83 heute
  2. B-VG Art. 83 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 83 gültig von 01.01.2014 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 83 gültig von 29.02.1968 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 73/1968
  5. B-VG Art. 83 gültig von 19.12.1945 bis 28.02.1968 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  6. B-VG Art. 83 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. BDG 1979 § 207 heute
  2. BDG 1979 § 207 gültig ab 01.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. BDG 1979 § 207 gültig von 01.10.2007 bis 31.12.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 165/2005
  4. BDG 1979 § 207 gültig von 01.09.1997 bis 30.09.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  5. BDG 1979 § 207 gültig von 01.10.1988 bis 31.08.1996 aufgehoben durch BGBl. Nr. 201/1996

Leitsatz

Entzug des gesetzlichen Richters durch Verneinung der Parteistellung einer Bundesvertragslehrerin im Verfahren zur Verleihung einer Leiterstelle; Parteistellung eines in einen verbindlichen Besetzungsvorschlag aufgenommenen Bewerbers weder von der (öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen) Rechtsnatur seines Dienstverhältnisses (zum Bund oder zum Land) noch von der Rechtsnatur des Dienstverhältnisses der Mitbewerber abhängig

Rechtssatz

Hinweis auf Vorjudikatur (zB VfSlg 15926/2000, 19061/2010, VfGH 06.06.2014, E230/2014, VfGH 12.06.2015, E458/2015); im Unterschied zu den der bisherigen Rechtsprechung zur Parteistellung von Bewerbern im Verfahren zur Verleihung einer Schulleiterstelle zugrunde liegenden Fällen nur Vertragsbedienstete des Bundes in den Besetzungsvorschlag aufgenommen.Hinweis auf Vorjudikatur (zB VfSlg 15926 aus 2000,, 19061 aus 2010,, VfGH 06.06.2014, E230/2014, VfGH 12.06.2015, E458/2015); im Unterschied zu den der bisherigen Rechtsprechung zur Parteistellung von Bewerbern im Verfahren zur Verleihung einer Schulleiterstelle zugrunde liegenden Fällen nur Vertragsbedienstete des Bundes in den Besetzungsvorschlag aufgenommen.

§90a VertragsbedienstetenG 1948 (VBG 1948) verweist auf die sinngemäße Anwendung der Bestimmungen für Bundesbeamte (§203 bis §203l und §207 bis §207m BDG 1979). Mit der Dienstrechtsnovelle 2007, BGBl I 53/2007, wurde in die Vorgängerbestimmung von §90a VBG 1948, in §37a VBG 1948, der seiner Überschrift zufolge die "Ausschreibung und Besetzung freier Planstellen für Vertragslehrer" regelt, die Wendung "(einschließlich Leiterstellen)" eingefügt.§90a VertragsbedienstetenG 1948 (VBG 1948) verweist auf die sinngemäße Anwendung der Bestimmungen für Bundesbeamte (§203 bis §203l und §207 bis §207m BDG 1979). Mit der Dienstrechtsnovelle 2007, Bundesgesetzblatt Teil eins, 53 aus 2007,, wurde in die Vorgängerbestimmung von §90a VBG 1948, in §37a VBG 1948, der seiner Überschrift zufolge die "Ausschreibung und Besetzung freier Planstellen für Vertragslehrer" regelt, die Wendung "(einschließlich Leiterstellen)" eingefügt.

Das VBG 1948 weist somit dieselbe Systematik wie das LandesvertragslehrpersonenG 1966 (LVG) auf; es können daher die Ausführungen des VfGH zur Parteistellung von Landesvertragslehrern im Verfahren zur Verleihung einer Schulleiterstelle (VfSlg 19670/2012) auf Bundesvertragslehrer übertragen werden. Der Beschwerdeführerin kommt daher mangels Anwendbarkeit des DVG nach der allgemeinen Regel des §8 AVG mit der Aufnahme in einen verbindlichen Besetzungsvorschlag Parteistellung zu.Das VBG 1948 weist somit dieselbe Systematik wie das LandesvertragslehrpersonenG 1966 (LVG) auf; es können daher die Ausführungen des VfGH zur Parteistellung von Landesvertragslehrern im Verfahren zur Verleihung einer Schulleiterstelle (VfSlg 19670 aus 2012,) auf Bundesvertragslehrer übertragen werden. Der Beschwerdeführerin kommt daher mangels Anwendbarkeit des DVG nach der allgemeinen Regel des §8 AVG mit der Aufnahme in einen verbindlichen Besetzungsvorschlag Parteistellung zu.

Der Parteistellung steht auch §207m Abs2 zweiter Satz BDG 1979 nicht entgegen; Anspruch auf bekämpfbaren Bescheid auch bei Verleihung der Leiterstelle an einen Vertragslehrer (vgl B881/12, E v 22.11.2012).Der Parteistellung steht auch §207m Abs2 zweiter Satz BDG 1979 nicht entgegen; Anspruch auf bekämpfbaren Bescheid auch bei Verleihung der Leiterstelle an einen Vertragslehrer vergleiche B881/12, E v 22.11.2012).

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Parteistellung eines in einen verbindlichen Besetzungsvorschlag aufgenommenen Bewerbers weder von der (öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen) Rechtsnatur seines Dienstverhältnisses (zum Bund oder zum Land) noch von der Rechtsnatur des Dienstverhältnisses seines Mitbewerbers abhängt, der die Leitungsfunktion erhält.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Lehrer, Dienstrecht, Besetzungsvorschlag, Parteistellung, Vertragsbedienstete, Anwendbarkeit AVG

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2017:E1476.2017

Zuletzt aktualisiert am

28.07.2017
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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