RS Vfgh 2023/2/28 E3113/2022

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Veröffentlicht am 28.02.2023
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Index

41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht, Asylrecht

Norm

BVG-Rassendiskriminierung ArtI Abs1
AsylG 1997 §7, §8, §44
AsylG 2005 §20, §75
VwGVG §25 Abs7
AsylGHG §10
VfGG §7 Abs2
  1. VwGVG § 25 heute
  2. VwGVG § 25 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VwGVG § 25 gültig von 01.09.2018 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  4. VwGVG § 25 gültig von 01.01.2017 bis 31.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  5. VwGVG § 25 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016
  1. AsylGHG § 10 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 10/2013
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Verletzung im Recht auf Gleichbehandlung von Fremden untereinander durch Zurückweisung eines Antrags auf Verlängerung der befristeten Aufenthaltsberechtigung als subsidiär Schutzberechtigte betreffend eine Staatsangehörige Ugandas; Verletzung der Pflicht zur Durchführung einer mündlichen Verhandlung durch den erkennenden Richter; Grobprüfung der asylrechtlichen Verfolgungsbehauptung des drohenden Eingriffs in die sexuelle Selbstbestimmung erfordert die Einvernahme und Verhandlung durch einen Richter desselben Geschlechts

Rechtssatz

Es ist schlechterdings nicht nachvollziehbar, weshalb das BVwG die klar formulierte Bestimmung des §25 Abs7 VwGVG trotz ihres eindeutigen Wortlautes ohne jegliche Begründung völlig außer Acht gelassen hat, sodass sich das Erkenntnis in grober Verkennung der Rechtslage auf Erkenntnisse aus mündlichen Verhandlungen stützt, die von einem anderen Richter durchgeführt wurden (Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes). Weiters hat die Beschwerdeführerin der Sache nach einen drohenden Eingriff in ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung im Sinne des §20 AsylG 2005 behauptet, die mündlichen Verhandlungen wurden jedoch von einem Richter des anderen Geschlechts durchgeführt.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Asylrecht, Verhandlung mündliche, Gericht Zusammensetzung, Bundesverwaltungsgericht, Verwaltungsgerichtsverfahren, Entscheidungsbegründung, Rückkehrentscheidung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2023:E3113.2022

Zuletzt aktualisiert am

07.06.2023
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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