Norm
AsylG 2005 §5 Abs1Spruch
S22 251.577-1/2010-23E
IM NAMEN DER REPUBLIK!
Der Asylgerichtshof hat durch die Richterin Dr. Isabella ZOPF als Einzelrichterin über die Beschwerde des XXXX alias XXXX (alias XXXX, StA. Russische Föderation, vertreten durch RA Dr. Wolfgang SCHIMEK, 3300 Amstetten, Graben 42, gegen den Bescheid des Bundesasylamtes vom 06.07.2004, Zl. 04 11.900-EAST-Ost, zu Recht erkannt:Der Asylgerichtshof hat durch die Richterin Dr. Isabella ZOPF als Einzelrichterin über die Beschwerde des römisch 40 alias römisch 40 (alias römisch 40 , StA. Russische Föderation, vertreten durch RA Dr. Wolfgang SCHIMEK, 3300 Amstetten, Graben 42, gegen den Bescheid des Bundesasylamtes vom 06.07.2004, Zl. 04 11.900-EAST-Ost, zu Recht erkannt:
Der bekämpfte Bescheid wird gemäß § 66 Abs. 4 AVG ersatzlos behoben.Der bekämpfte Bescheid wird gemäß Paragraph 66, Absatz 4, AVG ersatzlos behoben.
Text
Entscheidungsgründe:
I.1. Der Beschwerdeführer (BF) stellte am 09.04.2004 in Österreich einen Asylantrag.römisch eins.1. Der Beschwerdeführer (BF) stellte am 09.04.2004 in Österreich einen Asylantrag.
I.2. Mit Bescheid vom 06.07.2004 wies das Bundesasylamt den Antrag des BF ohne in die Sache einzutreten gemäß § 5 Absatz 1 Asylgesetz 1997, BGBl. I Nr. 76/1997 (AsylG) idgF, als unzulässig zurück. Für die Prüfung des Asylantrages sei gemäß Artikel 13 iVm 16 Absatz 1 lit c der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates die Slowakei zuständig. Gleichzeitig wurde der BF gemäß § 5a Absatz 1 iVm § 5a Absatz 4 AsylG aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Slowakei ausgewiesen.römisch eins.2. Mit Bescheid vom 06.07.2004 wies das Bundesasylamt den Antrag des BF ohne in die Sache einzutreten gemäß Paragraph 5, Absatz 1 Asylgesetz 1997, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 76 aus 1997, (AsylG) idgF, als unzulässig zurück. Für die Prüfung des Asylantrages sei gemäß Artikel 13 in Verbindung mit 16 Absatz 1 Litera c, der Verordnung (EG) Nr. 343 aus 2003, des Rates die Slowakei zuständig. Gleichzeitig wurde der BF gemäß Paragraph 5 a, Absatz 1 in Verbindung mit Paragraph 5 a, Absatz 4 AsylG aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Slowakei ausgewiesen.
I.3. Die gegen diesen Bescheid erhobene Berufung wurde mit Bescheid des unabhängigen Bundesasylsenates vom 13.02.2006, Zl.:römisch eins.3. Die gegen diesen Bescheid erhobene Berufung wurde mit Bescheid des unabhängigen Bundesasylsenates vom 13.02.2006, Zl.:
251.577/2-V/14/05, gemäß §§ 5 Abs. 1, 5a Abs. 1 AsylG abgewiesen.251.577/2-V/14/05, gemäß Paragraphen 5, Absatz eins, 5 a, Absatz eins, AsylG abgewiesen.
I.4. Mit Erkenntnis vom 15.09.2010 behob der Verwaltungsgerichtshof (Zl.: 2008/23/1215-7; (bisher: 2006/19/0906)) den Bescheid des unabhängigen Bundesasylsenates vom 13.02.2006, Zl.:römisch eins.4. Mit Erkenntnis vom 15.09.2010 behob der Verwaltungsgerichtshof (Zl.: 2008/23/1215-7; (bisher: 2006/19/0906)) den Bescheid des unabhängigen Bundesasylsenates vom 13.02.2006, Zl.:
251.577/2-V/14/05, wegen Rechtswidrigkeit infolge Verletzung von Verfahrensvorschriften.
Die Berufung (Beschwerde) gegen den damaligen Bescheid des Bundesasylamtes vom 06.07.2004 ist damit wieder unerledigt.
I.5. Der BF stellte am 12.08.2004 einen zweiten und am 14.07.2008 einen dritten Asylantrag. Mit Bescheid des Bundesasylamtes vom 28.07.2009 wurde ihm aufgrund seines am 14.07.2008 gestellten Asylantrages gemäß § 3 AsylG 2005 Asyl gewährt (vgl. AIS-Auszug).römisch eins.5. Der BF stellte am 12.08.2004 einen zweiten und am 14.07.2008 einen dritten Asylantrag. Mit Bescheid des Bundesasylamtes vom 28.07.2009 wurde ihm aufgrund seines am 14.07.2008 gestellten Asylantrages gemäß Paragraph 3, AsylG 2005 Asyl gewährt vergleiche AIS-Auszug).
II. Der Asylgerichtshof hat erwogen:römisch zwei. Der Asylgerichtshof hat erwogen:
II. 1. Beweiswürdigungrömisch zwei. 1. Beweiswürdigung
Der festgestellte Sachverhalt wird aufgrund der Einsichtnahme in den Verwaltungsakt als erwiesen angenommen.
II.2. Rechtlich ergibt sich Folgendes:römisch zwei.2. Rechtlich ergibt sich Folgendes:
II.2.1. Zuständigkeitrömisch zwei.2.1. Zuständigkeit
Gemäß § 61 (1) AsylG 2005 BGBl I Nr. 100/2005 idgF entscheidet derGemäß Paragraph 61, (1) AsylG 2005 Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005, idgF entscheidet der
Asylgerichtshof ... über... Beschwerden gegen Bescheide des
Bundesasylamtes, woraus sich im gegenständ-lichen Verfahren die Zuständigkeit des AsylGH ergibt.
II.2.2. Entscheidung durch den Einzelrichterrömisch zwei.2.2. Entscheidung durch den Einzelrichter
2. Gemäß § 61 (1) AsylG 2005 BGBl I Nr. 100/2005 idF BGBl I Nr. 4/2008 entscheidet der Asylgerichtshof in Senaten oder, soweit dies in Abs. 3 vorgesehen ist, durch Einzelrichter über2. Gemäß Paragraph 61, (1) AsylG 2005 Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 4 aus 2008, entscheidet der Asylgerichtshof in Senaten oder, soweit dies in Absatz 3, vorgesehen ist, durch Einzelrichter über
1. Beschwerden gegen Bescheide des Bundesasylamtes und
2. [.....]
(2) [.....]
(3) Der Asylgerichtshof entscheidet durch Einzelrichter über Beschwerden gegen
1. zurückweisende Bescheide
a)...
b) wegen Zuständigkeit eines anderen Staates gemäß § 5b) wegen Zuständigkeit eines anderen Staates gemäß Paragraph 5
c)
2. die mit diesen Entscheidungen verbundene Ausweisung
(4) Über die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung einer Beschwerde entscheidet der für die Behandlung der Beschwerde zuständige Einzelrichter oder Senatsvorsitzende.
Aufgrund der oben zitierten Bestimmung ist über die gegenständliche Beschwerde gem. § 61 Abs. 3 Z 1 lit. b und Z2 durch den Einzelrichter zu entscheiden.Aufgrund der oben zitierten Bestimmung ist über die gegenständliche Beschwerde gem. Paragraph 61, Absatz 3, Ziffer eins, Litera b und Z2 durch den Einzelrichter zu entscheiden.
II.2.3.1. Anzuwendendes Verfahrensrechtrömisch zwei.2.3.1. Anzuwendendes Verfahrensrecht
Gem. § 23 (1) des Bundesgesetzes über den Asylgerichtshof, BGBl. I, Nr. 4/2008 (Asylgerichtshofgesetz - AsylGHG) idgF sind, soweit sich aus dem Asylgesetz 2005 (AsylG 2005), BGBl. I Nr. 100, nicht anderes ergibt, auf das Verfahren vor dem Asylgerichtshof die Bestimmungen des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 (AVG), BGBl. Nr. 51, mit der Maßgabe sinngemäß anzuwenden, dass an die Stelle des Begriffs "Berufung" der Begriff "Beschwerde" tritt.Gem. Paragraph 23, (1) des Bundesgesetzes über den Asylgerichtshof, Bundesgesetzblatt römisch eins, Nr. 4 aus 2008, (Asylgerichtshofgesetz - AsylGHG) idgF sind, soweit sich aus dem Asylgesetz 2005 (AsylG 2005), Bundesgesetzblatt römisch eins Nr. 100, nicht anderes ergibt, auf das Verfahren vor dem Asylgerichtshof die Bestimmungen des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes 1991 (AVG), Bundesgesetzblatt Nr. 51, mit der Maßgabe sinngemäß anzuwenden, dass an die Stelle des Begriffs "Berufung" der Begriff "Beschwerde" tritt.
Gem. § 73 (1) Asylgesetz 2005, BGBl I Nr. 100/2005 (AsylG 2005) tritt dieses Gesetz mit der Maßgabe des § 75 (1) leg. cit in Kraft, wonach alle am 31. Dezember 2005 anhängigen Verfahren nach den Bestimmungen des Asylgesetzes 1997 zu Ende zu führen sind.Gem. Paragraph 73, (1) Asylgesetz 2005, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005, (AsylG 2005) tritt dieses Gesetz mit der Maßgabe des Paragraph 75, (1) leg. cit in Kraft, wonach alle am 31. Dezember 2005 anhängigen Verfahren nach den Bestimmungen des Asylgesetzes 1997 zu Ende zu führen sind.
Gegenständliches Verfahren war am 31.12.2005 anhängig, weshalb es nach den Bestimmungen des AsylG 1997 idgF zu führen war.
Gemäß § 66 Abs. 4 AVG hat das erkennende Gericht, sofern die Beschwerde nicht als unzulässig oder verspätet zurückzuweisen ist, immer in der Sache selbst zu entscheiden. Es ist berechtigt, im Spruch und in der Begründung seine Anschauung an die Stelle jener der Unterbehörde zu setzen und demgemäß den angefochtenen Bescheid nach jeder Richtung abzuändern.Gemäß Paragraph 66, Absatz 4, AVG hat das erkennende Gericht, sofern die Beschwerde nicht als unzulässig oder verspätet zurückzuweisen ist, immer in der Sache selbst zu entscheiden. Es ist berechtigt, im Spruch und in der Begründung seine Anschauung an die Stelle jener der Unterbehörde zu setzen und demgemäß den angefochtenen Bescheid nach jeder Richtung abzuändern.
Die seinerzeitige Zurückweisungsentscheidung des Bundesasylamtes vom 06.07.2004 (die Slowakei sei für die Prüfung seines Asylantrages zuständig) und Ausweisung in die Slowakei ist mit der positiven Entscheidung des Bundesasylamtes vom 28.07.2009 über seinen Asylantrag vom 14.07.2008 nicht vereinbar. Der angefochtene Bescheid war daher zu beheben.
II.2.4. Es stand bereits aufgrund der Aktenlage fest, dass der angefochtene Bescheid aufzuheben war, eine öffentliche mündliche Verhandlung konnte daher entfallen.römisch zwei.2.4. Es stand bereits aufgrund der Aktenlage fest, dass der angefochtene Bescheid aufzuheben war, eine öffentliche mündliche Verhandlung konnte daher entfallen.
Es war somit spruchgemäß zu entscheiden.
Schlagworte
BescheidbehebungZuletzt aktualisiert am
30.11.2010