Norm
AVG §68 Abs2Spruch
S15 318.862-1/2008/26E
S15 318.860-1/2008/30E
BESCHLUSS
Der Asylgerichtshof hat durch die Richterin Mag. A. Höller als Einzelrichterin in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen:
Die Erkenntnisse des Asylgerichtshofes vom 18.01.2010, Zlen. S9 318.860-1/2008/12E und S9 318.862-1/2008/10E, werden gemäß § 68 Abs. 2 AVG 1991, BGBl. I Nr. 51/1991 idgF iVm § 5 AsylG 2005 BGBl I 2005/100 idgF und Art. 19 Abs. 3, 20 Abs. 2 Dublin II Verordnung (VO 2003/343/EG) von Amts wegen aufgehoben.Die Erkenntnisse des Asylgerichtshofes vom 18.01.2010, Zlen. S9 318.860-1/2008/12E und S9 318.862-1/2008/10E, werden gemäß Paragraph 68, Absatz 2, AVG 1991, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 51 aus 1991, idgF in Verbindung mit Paragraph 5, AsylG 2005 BGBl römisch eins 2005/100 idgF und Artikel 19, Absatz 3, 20, Absatz 2, Dublin römisch zwei Verordnung (VO 2003/343/EG) von Amts wegen aufgehoben.
Text
BEGRÜNDUNG:
Mit Bescheiden des Bundesasylamtes vom 28.03.2008, Zl. 08 00.678-EAST Ost, hinsichtlich XXXX bzw. Zl. 08 00.677-EAST Ost, bezüglich der XXXX, wurden die Anträge auf internationalen Schutz der mj. Beschwerdeführerinnen gemäß § 5 Abs. 1 AsylG 2005, BGBl. I Nr. 100/2005 (AsylG) idgF, als unzulässig zurückgewiesen und diese gemäß § 10 Abs. 1 Z 1 AsylG nach Polen ausgewiesen. Über die dagegen erhobenen Berufungen (nunmehr: Beschwerden) erkannte der UBAS und wies diese mit Bescheiden vom 27.06.2008, Zlen.Mit Bescheiden des Bundesasylamtes vom 28.03.2008, Zl. 08 00.678-EAST Ost, hinsichtlich römisch 40 bzw. Zl. 08 00.677-EAST Ost, bezüglich der römisch 40 , wurden die Anträge auf internationalen Schutz der mj. Beschwerdeführerinnen gemäß Paragraph 5, Absatz eins, AsylG 2005, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005, (AsylG) idgF, als unzulässig zurückgewiesen und diese gemäß Paragraph 10, Absatz eins, Ziffer eins, AsylG nach Polen ausgewiesen. Über die dagegen erhobenen Berufungen (nunmehr: Beschwerden) erkannte der UBAS und wies diese mit Bescheiden vom 27.06.2008, Zlen.
318.860-1/2E-XII/37/2008 bzw. 318.862-1/2E-XII/37/2008, gemäß § 5 iVm § 10 Abs. 1 Z 1 AsylG 2005, BGBl. I Nr. 100/2005, ab. Dagegen erhoben die Beschwerdeführerinnen Beschwerde an den VwGH, der die angefochtenen Bescheide, Zl. 318.860-1/2E-XII/37/2008 und 318.862-1/2E-XII/37/2008, mit Erkenntnissen vom 20.02.2009 aufhob. Mit den im Spruch genannten Erkenntnissen vom 18.01.2010, Zlen. S9 318.860-1/2008/12E und S9 318.862-1/2008/10E, wurden die Beschwerden gemäß §§ 5, 10 Asylgesetz 2005, BGBl. I Nr. 100/2005, als unbegründet abgewiesen. Mit Beschluss vom 30.11.2010, lehnte der VfGH die dagegen eingebrachten Beschwerden ab.318.860-1/2E-XII/37/2008 bzw. 318.862-1/2E-XII/37/2008, gemäß Paragraph 5, in Verbindung mit Paragraph 10, Absatz eins, Ziffer eins, AsylG 2005, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005,, ab. Dagegen erhoben die Beschwerdeführerinnen Beschwerde an den VwGH, der die angefochtenen Bescheide, Zl. 318.860-1/2E-XII/37/2008 und 318.862-1/2E-XII/37/2008, mit Erkenntnissen vom 20.02.2009 aufhob. Mit den im Spruch genannten Erkenntnissen vom 18.01.2010, Zlen. S9 318.860-1/2008/12E und S9 318.862-1/2008/10E, wurden die Beschwerden gemäß Paragraphen 5, 10, Asylgesetz 2005, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2005,, als unbegründet abgewiesen. Mit Beschluss vom 30.11.2010, lehnte der VfGH die dagegen eingebrachten Beschwerden ab.
XXXX, die Mutter und bisherige Vertreterin der minderjährigen Beschwerdeführerinnen reiste am 11.02.2011 aus dem österreichischen Bundesgebiet aus.römisch 40 , die Mutter und bisherige Vertreterin der minderjährigen Beschwerdeführerinnen reiste am 11.02.2011 aus dem österreichischen Bundesgebiet aus.
Mit Schreiben vom 01.06.2011 teilte das Bundesasylamt mit, dass bis dato keine Überstellung der mj. Beschwerdeführerinnen, XXXX und XXXX, nach Polen erfolgte, ergo die Überstellungsfrist mit 30.05.2011 abgelaufen ist.Mit Schreiben vom 01.06.2011 teilte das Bundesasylamt mit, dass bis dato keine Überstellung der mj. Beschwerdeführerinnen, römisch 40 und römisch 40 , nach Polen erfolgte, ergo die Überstellungsfrist mit 30.05.2011 abgelaufen ist.
Die Beschwerdeführerinnen stellten am 14.06.2011, nunmehr vertreten durch ihren Vater, dessen Verfahren seit 10.03.2011 in Österreich zugelassen ist, erneut Anträge auf internationalen Schutz. Die Anträge der mj. Beschwerdeführerinnen auf internationalen Schutz wurden am 15.06.2011 zugelassen.
Beweiswürdigung
Der festgestellte Sachverhalt steht aufgrund der unbedenklichen Aktenlage fest.
Rechtliche Beurteilung
In Bezug auf die rechtlichen Ausführungen wird auf das Erkenntnis vom 18.3.2009, GZ. E10 316.068 mwN verwiesen. Die dort getätigten Ausführungen treffen auch im gegenständlichen Fall zu.
Es war daher spruchgemäß zu entscheiden.
Schlagworte
Behebung der EntscheidungZuletzt aktualisiert am
02.08.2011