RS Vwgh 1950/11/28 0295/50

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 28.11.1950
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
40/01 Verwaltungsverfahren
41/03 Personenstandsrecht

Norm

ABGB §43;
ABGB §92;
AVG §8;
B-VG Art131 Abs1 Z1;
NÄG 1938 §6;
VwGG §34 Abs1;
  1. ABGB § 43 heute
  2. ABGB § 43 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 92 heute
  2. ABGB § 92 gültig ab 01.01.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 412/1975
  1. B-VG Art. 131 heute
  2. B-VG Art. 131 gültig ab 27.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 131 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  4. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. B-VG Art. 131 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  9. B-VG Art. 131 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  10. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1998 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 131 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  13. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  14. B-VG Art. 131 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  15. B-VG Art. 131 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  16. B-VG Art. 131 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  17. B-VG Art. 131 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Wie der VwGH in seinem E vom 23.10.1933 VwSlg 17729 A bzw vom 9.7.1934 A 93/34 zum Ausdruck gebracht hat, kann aus der grundsätzlichen Bestimmung des § 43 ABGB über den Schutz des namens ein negativer Rechtsanspruch auf Ausschließung jedes Dritten von diesem Namen und insbesondere auf Nichtbewilligung einer bezüglichen Namensänderung nicht geschlossen werden. Lediglich in der Bestimmung des § 92 ABGB, nach der dei Ehegattin den Namen des Ehegatten erhält, kann ein gesetzlicher Schutz des Namens des Ehegattin (und damit eine Begründung für ihre Parteistellung) gefunden werden, und zwar insofern, als ein Anspruch der Ehegattin anzunehmen ist, dass von dem ihr vorbehaltenen Namensrecht jede andere Frau ausgeschlossen bleibe, die gegenüber dem Ehegatten eine Rolle innehat, die der Stellung einer Ehegattin nahekommt. Für eine Erweiterung des Rechtes der Ehegattin auf den Fall der Namensänderung eines außerehelichen Kindes des Ehegatten bietet die Bestimmung des § 92 ABGB keine Handhabe. Auch die Bestimmungen der §§ 146 und 165 ABGB können die Parteistellung der Ehegattin in einem solchen Falle nicht begründen.Wie der VwGH in seinem E vom 23.10.1933 VwSlg 17729 A bzw vom 9.7.1934 A 93/34 zum Ausdruck gebracht hat, kann aus der grundsätzlichen Bestimmung des Paragraph 43, ABGB über den Schutz des namens ein negativer Rechtsanspruch auf Ausschließung jedes Dritten von diesem Namen und insbesondere auf Nichtbewilligung einer bezüglichen Namensänderung nicht geschlossen werden. Lediglich in der Bestimmung des Paragraph 92, ABGB, nach der dei Ehegattin den Namen des Ehegatten erhält, kann ein gesetzlicher Schutz des Namens des Ehegattin (und damit eine Begründung für ihre Parteistellung) gefunden werden, und zwar insofern, als ein Anspruch der Ehegattin anzunehmen ist, dass von dem ihr vorbehaltenen Namensrecht jede andere Frau ausgeschlossen bleibe, die gegenüber dem Ehegatten eine Rolle innehat, die der Stellung einer Ehegattin nahekommt. Für eine Erweiterung des Rechtes der Ehegattin auf den Fall der Namensänderung eines außerehelichen Kindes des Ehegatten bietet die Bestimmung des Paragraph 92, ABGB keine Handhabe. Auch die Bestimmungen der Paragraphen 146 und 165 ABGB können die Parteistellung der Ehegattin in einem solchen Falle nicht begründen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1950:1950000295.X03

Im RIS seit

21.08.2002
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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