TE Vfgh Beschluss 1986/3/5 B47/86

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Veröffentlicht am 05.03.1986
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Index

10 Verfassungsrecht
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz in der Fassung von 1929 (B-VG)

Norm

B-VG Art144 Abs1 / Instanzenzugserschöpfung
StVG §120
StVG §121
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. StVG § 120 heute
  2. StVG § 120 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2013
  3. StVG § 120 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2000
  4. StVG § 120 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 799/1993
  5. StVG § 120 gültig von 01.01.1972 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 480/1971
  1. StVG § 121 heute
  2. StVG § 121 gültig ab 25.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  3. StVG § 121 gültig von 01.07.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2015
  4. StVG § 121 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2013
  5. StVG § 121 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2013
  6. StVG § 121 gültig von 18.06.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. StVG § 121 gültig von 01.01.2008 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  8. StVG § 121 gültig von 01.01.2007 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2006
  9. StVG § 121 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2000
  10. StVG § 121 gültig von 01.01.1970 bis 31.12.2001

Leitsatz

Art144 Abs1 B-VG; Zuständigkeit des VfGH zur Überprüfung von Entscheidungen im Rahmen des Strafvollzuges erst nach Ausschöpfung des Instanzenzuges

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung:

Mit einer nicht durch einen Rechtsanwalt eingebrachten Eingabe führt der Einschreiter "Beschwerde wegen Verstoßes nach §66/1, 71/2, 10/1" StVG. Er habe nachweislich eine "chron. rezidivierende Pankreatitis und Zustand nach 2 Hinterwand-Herzinfarkte". Es sei für ihn ein Speiseplan von zwei Ärzten des Krankenhauses Krems erstellt und an die Strafvollzugsanstalt Stein weitergeleitet worden. Er hätte die von den Ärzten empfohlene Diät jedoch nie bekommen.

Die Beschwerdebehauptungen, daß eine ärztliche Anweisung nicht befolgt und er mit Diätkost nicht versorgt werde, betreffen offensichtlich nicht die Art der ärztlichen Behandlung, gegen die lediglich eine Aufsichtsbeschwerde möglich wäre; vielmehr handelt es sich bei den bekämpften Vorgängen um allfällige Entscheidungen oder Anordnungen im Rahmen des Strafvollzuges. Gegen solche Entscheidungen steht den Strafgefangenen jedoch gemäß §120 und §121 StVG ein Beschwerderecht zu, wenn ihre Rechte betroffen sind. Wird der Beschwerde nicht Folge gegeben, ist nach §121 StVG dagegen eine weitere Administrativbeschwerde vorgesehen. Eine Anrufung der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechtes ist erst nach Ausschöpfung dieses Instanzenzuges zulässig (vgl. zB VfGH 27. 9. 1985 B350 - 354/85).Die Beschwerdebehauptungen, daß eine ärztliche Anweisung nicht befolgt und er mit Diätkost nicht versorgt werde, betreffen offensichtlich nicht die Art der ärztlichen Behandlung, gegen die lediglich eine Aufsichtsbeschwerde möglich wäre; vielmehr handelt es sich bei den bekämpften Vorgängen um allfällige Entscheidungen oder Anordnungen im Rahmen des Strafvollzuges. Gegen solche Entscheidungen steht den Strafgefangenen jedoch gemäß §120 und §121 StVG ein Beschwerderecht zu, wenn ihre Rechte betroffen sind. Wird der Beschwerde nicht Folge gegeben, ist nach §121 StVG dagegen eine weitere Administrativbeschwerde vorgesehen. Eine Anrufung der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechtes ist erst nach Ausschöpfung dieses Instanzenzuges zulässig vergleiche zB VfGH 27. 9. 1985 B350 - 354/85).

Die Beschwerde war daher mangels Vorliegen einer Prozeßvoraussetzung gemäß §19 Abs3 Z2 lita VerfGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung zurückzuweisen.

Schlagworte

VfGH / Instanzenzugserschöpfung, Strafvollzug

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:1986:B47.1986

Dokumentnummer

JFT_10139695_86B00047_00
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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