TE Vwgh Beschluss 2023/9/14 Ra 2023/11/0103

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Veröffentlicht am 14.09.2023
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

B-VG Art119a Abs9
B-VG Art133 Abs6
B-VG Art133 Abs6 Z2
B-VG Art133 Abs8
VwGG §34 Abs1
  1. B-VG Art. 119a heute
  2. B-VG Art. 119a gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 119a gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 119a gültig von 01.01.1985 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  5. B-VG Art. 119a gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Schick sowie die Hofrätinnen Dr. Pollak und MMag. Ginthör als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag. Vitecek, über die Revision der Landeshauptstadt Graz gegen das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts Steiermark vom 2. Mai 2023, Zl. LVwG 41.11-245/2023-4, betreffend Kostenersatz gemäß § 84 Abs. 2 StKAG (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Graz; mitbeteiligte Partei: Univ.-Prof. M S in G, vertreten durch Dr. Rainer Beck, Rechtsanwalt in 8010 Graz, Keesgasse 7), den Beschluss gefasst:Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Schick sowie die Hofrätinnen Dr. Pollak und MMag. Ginthör als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag. Vitecek, über die Revision der Landeshauptstadt Graz gegen das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts Steiermark vom 2. Mai 2023, Zl. LVwG 41.11-245/2023-4, betreffend Kostenersatz gemäß Paragraph 84, Absatz 2, StKAG (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Graz; mitbeteiligte Partei: Univ.-Prof. M S in G, vertreten durch Dr. Rainer Beck, Rechtsanwalt in 8010 Graz, Keesgasse 7), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Begründung

1
Mit dem angefochtenen Erkenntnis gab das Landesverwaltungsgericht Steiermark der Beschwerde des Mitbeteiligten gegen den Bescheid der Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Graz (der belangten Behörde) vom 10. Jänner 2023, mit dem der Einspruch des Mitbeteiligten gegen eine nach § 84 Abs. 2 Steiermärkisches Krankenanstaltengesetz 2012 ergangene Gebührenrechnung in der Höhe von € 299,71 abgewiesen worden war, gemäß § 28 Abs. 1 VwGVG Folge und hob den Bescheid vom 10. Jänner 2023 auf. Die Revision gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG erklärte das Verwaltungsgericht für nicht zulässig.Mit dem angefochtenen Erkenntnis gab das Landesverwaltungsgericht Steiermark der Beschwerde des Mitbeteiligten gegen den Bescheid der Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Graz (der belangten Behörde) vom 10. Jänner 2023, mit dem der Einspruch des Mitbeteiligten gegen eine nach Paragraph 84, Absatz 2, Steiermärkisches Krankenanstaltengesetz 2012 ergangene Gebührenrechnung in der Höhe von € 299,71 abgewiesen worden war, gemäß Paragraph 28, Absatz eins, VwGVG Folge und hob den Bescheid vom 10. Jänner 2023 auf. Die Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG erklärte das Verwaltungsgericht für nicht zulässig.
2
Gegen dieses Erkenntnis richtet sich die vorliegende Amtsrevision der Landeshauptstadt Graz. Mangels Revisionslegitimation der revisionswerbenden Landeshauptstadt erweist sich die Revision als nicht zulässig:
3
Die revisionswerbende Landeshauptstadt beruft sich hinsichtlich ihrer Revisionslegitimation auf Art. 119a Abs. 9 B-VG. Auf Art. 119a Abs. 9 B-VG vermag sich die revisionswerbende Landeshauptstadt jedoch nicht zu stützen.Die revisionswerbende Landeshauptstadt beruft sich hinsichtlich ihrer Revisionslegitimation auf Artikel 119 a, Absatz 9, B-VG. Auf Artikel 119 a, Absatz 9, B-VG vermag sich die revisionswerbende Landeshauptstadt jedoch nicht zu stützen.
4
Im Revisionsfall war vor dem Landesverwaltungsgericht Steiermark weder eine aufsichtsbehördliche noch eine in den eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde fallende Entscheidung bekämpft. Vielmehr war Gegenstand des Verfahrens vor dem Landesverwaltungsgericht Steiermark ein Bescheid, den die Bürgermeisterin der revisionswerbenden Landeshauptstadt iA des Einspruchs des Mitbeteiligten gegen eine Gebührenrechnung (Kostenersatz gemäß § 84 Abs. 2 StKAG) als Bezirksverwaltungsbehörde (§ 85 Abs. 3 StKAG) - somit im übertragenen Wirkungsbereich - erlassen hatte (siehe etwa VwGH 25.3.1997, 96/05/0112 [=VwSlg. 14.651/A]; 26.6.2013, 2010/03/0029; vgl. weiters Art. 116 Abs. 3 letzter Satz iVm. Art. 119 Abs. 2 erster Satz B-VG sowie § 56 Abs. 7 iVm. § 60 Abs. 1 Statut der Landeshauptstadt Graz 1967; zu Art. 119a Abs. 9 B-VG betreffend Entscheidungen im eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde siehe ferner VwGH 24.4.2015, Ro 2014/17/0144; 27.7.2017, Ra 2017/12/0077).Im Revisionsfall war vor dem Landesverwaltungsgericht Steiermark weder eine aufsichtsbehördliche noch eine in den eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde fallende Entscheidung bekämpft. Vielmehr war Gegenstand des Verfahrens vor dem Landesverwaltungsgericht Steiermark ein Bescheid, den die Bürgermeisterin der revisionswerbenden Landeshauptstadt iA des Einspruchs des Mitbeteiligten gegen eine Gebührenrechnung (Kostenersatz gemäß Paragraph 84, Absatz 2, StKAG) als Bezirksverwaltungsbehörde (Paragraph 85, Absatz 3, StKAG) - somit im übertragenen Wirkungsbereich - erlassen hatte (siehe etwa VwGH 25.3.1997, 96/05/0112 [=VwSlg. 14.651/A]; 26.6.2013, 2010/03/0029; vergleiche , weiters Artikel 116, Absatz 3, letzter Satz in Verbindung mit Artikel 119, Absatz 2, erster Satz B-VG sowie Paragraph 56, Absatz 7, in Verbindung mit Paragraph 60, Absatz eins, Statut der Landeshauptstadt Graz 1967; zu Artikel 119 a, Absatz 9, B-VG betreffend Entscheidungen im eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde siehe ferner VwGH 24.4.2015, Ro 2014/17/0144; 27.7.2017, Ra 2017/12/0077).
5
Die vorliegende Revision wurde zudem nicht von der Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Graz als der im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht belangten Behörde, die nach Art. 133 Abs. 6 Z 2 B-VG revisionslegitimiert wäre, erhoben, sondern - wie sich nicht nur aus der Bezeichnung der Revisionswerberin „Landeshauptstadt Graz, vertreten durch die Bürgermeisterin“, sondern auch aus dem am Deckblatt des Revisionsschriftsatzes ebenfalls angebrachten Vermerk „Eingebracht von der Landeshauptstadt Graz gem. § 24 Abs. 2 Z 1 VwGG“ ergibt - von der revisionswerbenden Landeshauptstadt selbst, die sich als solche nicht auf diese Bestimmung berufen kann (vgl. etwa VwGH 27.4.2016, Ra 2016/05/0022).Die vorliegende Revision wurde zudem nicht von der Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Graz als der im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht belangten Behörde, die nach Artikel 133, Absatz 6, Ziffer 2, B-VG revisionslegitimiert wäre, erhoben, sondern - wie sich nicht nur aus der Bezeichnung der Revisionswerberin „Landeshauptstadt Graz, vertreten durch die Bürgermeisterin“, sondern auch aus dem am Deckblatt des Revisionsschriftsatzes ebenfalls angebrachten Vermerk „Eingebracht von der Landeshauptstadt Graz gem. Paragraph 24, Absatz 2, Ziffer eins, VwGG“ ergibt - von der revisionswerbenden Landeshauptstadt selbst, die sich als solche nicht auf diese Bestimmung berufen kann vergleiche , etwa VwGH 27.4.2016, Ra 2016/05/0022).
6
Gegenständlich ergibt sich die Revisionslegitimation der revisionswerbenden Landeshauptstadt auch weder aus einer anderen Ziffer des Art. 133 Abs. 6 B-VG noch aus einer besonderen Anordnung in einem Bundes- oder Landesgesetz (Art. 133 Abs. 8 B-VG), was in der Revision auch nicht behauptet wurde.Gegenständlich ergibt sich die Revisionslegitimation der revisionswerbenden Landeshauptstadt auch weder aus einer anderen Ziffer des Artikel 133, Absatz 6, B-VG noch aus einer besonderen Anordnung in einem Bundes- oder Landesgesetz (Artikel 133, Absatz 8, B-VG), was in der Revision auch nicht behauptet wurde.
7
Da der revisionswerbenden Landeshauptstadt somit keine Revisionslegitimation zukommt, war die vorliegende Revision gemäß § 34 Abs. 1 VwGG ohne weiteres Verfahren zurückzuweisen.Da der revisionswerbenden Landeshauptstadt somit keine Revisionslegitimation zukommt, war die vorliegende Revision gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG ohne weiteres Verfahren zurückzuweisen.

Wien, am 14. September 2023

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2023110103.L00

Im RIS seit

24.10.2023

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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