§ 13 GV Mittelgaragen

GV - Beschäftigung von Ausländern im Winterfremdenverkehr

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Berücksichtigter Stand der Gesetzgebung: 19.02.2018

 

(1) Für Mittelgaragen gelten ergänzend bzw abweichend von den Bestimmungen des 1. Abschnittes die folgenden Sonderbestimmungen.

 

(2) Zu- und Abfahrten:

1.

Die Breiten der Fahrbahnen von Zu- und Abfahrten müssen mindestens betragen:

a)

bei Benutzung durch Kraftfahrzeuge bis zu 2,0 m Breite: 3,0 m,

b)

bei Benutzung durch breitere Kraftfahrzeuge: 3,5 m.

Die Behörde kann eine größere Fahrbahnbreite anordnen, wenn dies im Interesse der Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs erforderlich ist. Sind Schrammborde an beiden Seiten der Fahrbahn vorgesehen, kann die Behörde eine um 30 cm verringerte Fahrbahnbreite zulassen.

2.

Neben den Fahrbahnen für Zu- und Abfahrten ist ein mindestens 1,0 m breiter erhöhter Gehsteig erforderlich, soweit nicht für den Fußgängerverkehr besondere Fußwege vorhanden sind.

 

(3) Rampen:

Zwischen der öffentlichen Verkehrsfläche und Rampen mit mehr als 5 % maximaler Neigung muss eine Fläche mit einer maximalen Neigung von 3 % und einer Länge von mindestens 5,0 m liegen.

 

(4) Wände und Stützen:

Wände und Stützen von eingeschoßigen oberirdischen Garagen, über denen sich keine anders genutzten Räume befinden, dürfen in brandhemmender Bauart hergestellt werden, wenn

1.

der Abstand der Garagen zum nächsten bestehenden oder zulässigen künftigen Bau mindestens 10,0 m beträgt oder

2.

bei geringerem Abstand oder beim Anbau an andere Gebäude Brandwände vorhanden sind oder errichtet werden.

 

(5) Brandabschnitte:

Es dürfen höchstens zwei Geschoße zu einem Brandabschnitt zusammengefasst werden. Die Brandabschnittslänge darf 80 m nicht überschreiten.

 

(6) Ausgänge und Fluchtwege:

Jedes Geschoß muss mindestens zwei Ausgänge als Fluchtwege aufweisen, die aus Erdgeschoßen unmittelbar ins Freie und aus anderen Geschoßen in Stiegenhäuser führen müssen. Von zwei Fluchtwegen kann einer statt über ein Stiegenhaus über eine Rampe geführt werden. Die Fluchtweglänge innerhalb eines Brandabschnittes darf 40,0 m nicht überschreiten.

 

(7) Beleuchtung und elektrische Anlagen:

Garagen sind zu beleuchten. Für die Fluchtwege ist überdies eine Sicherheitsbeleuchtung mit einer vom allgemeinen Stromversorgungsnetz unabhängigen Stromquelle vorzusehen. Diese Stromquelle muss selbsttätig ausgeführt sein. Leitungen für Sicherheitsbeleuchtungen und mechanische Brandrauchentlüftungen müssen so beschaffen sein, dass der erforderliche Funktionserhalt gewährleistet ist.

 

(8) Feuerlöscheinrichtungen, Brandmeldeanlagen:

1.

Für die Bekämpfung von Glut- und Flüssigkeitsbränden sind geeignete Handfeuerlöscher in zweckmäßiger Verteilung griffbereit anzubringen. Für je zehn Stellplätze ist mindestens ein Handfeuerlöscher, geeignet für die Brandklassen A, B und C, mit mindestens 6 kg Löschmittelinhalt bereitzustellen. In besonders begründeten Fällen können zusätzliche Feuerlöscher verlangt werden.

2.

Selbsttätige Brandmeldeanlagen sind einzubauen, wenn dies nach Lage, Art und Größe der Garage aus Gründen des Brandschutzes erforderlich ist.

 

(9) Natürliche Rauchabzugs- bzw Luftnachströmöffnungen:

Oberirdische geschlossene und unterirdische Garagen mit einer lichten Grundfläche von mehr als 250 m² müssen vorbehaltlich Abs 10 natürliche Rauchabzugsöffnungen im obersten Raumdrittel im Ausmaß von mindestens 1 % der Brandabschnittsflächen und Luftnachströmöffnungen im Ausmaß von mindestens 1 % der Brandabschnittsflächen aufweisen. Je Brandabschnitt sind mindestens zwei Öffnungen erforderlich. Der Abstand zwischen den beiden Öffnungen je Brandabschnitt muss mindestens die halbe Brandabschnittslänge betragen. Die einzelnen Öffnungen müssen jeweils einen lichten Querschnitt von mindestens 1 m² aufweisen.

 

(10) Mechanische Brandrauchlüftungsanlagen:

Wenn keine natürlichen Rauchabzugsöffnungen vorgesehen sind, müssen bei Garagen mit einer lichten Grundfläche von mehr als 250 m² mechanische Brandrauchlüftungsanlagen eingebaut werden, die folgenden Anforderungen entsprechen:

1.

Die Lüftungsanlage muss einen mindestens 12-fachen stündlichen Luftwechsel gewährleisten. Für die Berechnung der Luftleistung des Abluftventilators ist eine Mindestraumhöhe von 3,0 m anzunehmen.

2.

Der Abluftventilator sowie die Leitungen einschließlich der Aufhängungen müssen einer Prüftemperatur von mindestens 400° C während 90 Minuten standhalten.

3.

In Brandrauchlüftungsleitungen dürfen keine Brandschutzklappen eingebaut werden.

4.

Außerhalb der Garage ist an zentraler Stelle im Feuerwehrangriffsweg ein Ein- und Ausschalter für die Brandrauchlüftungsanlage vorzusehen.

5.

Wenn nicht eine Notstromversorgungsanlage vorgesehen ist, muss die Anspeisung der Brandrauchlüftungsventilatoren direkt von der Niederspannungshauptverteilung in jeweils eigenen Stromkreisen erfolgen. Die Leitungsführungen müssen im Brandfall einen Funktionserhalt während 90 Minuten gewährleisten.

In Kraft seit 01.01.1900 bis 31.12.9999
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