RS Bvwg 2015/8/4 W125 1404642-1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 04.08.2015
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Rechtssatznummer

16

Entscheidungsdatum

04.08.2015

Norm

AsylG 2005 §10
BFA-VG §14
EMRK Art.8
FPG §52
  1. AsylG 2005 § 10 heute
  2. AsylG 2005 § 10 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  3. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  5. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  6. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  7. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  8. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  9. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  10. AsylG 2005 § 10 gültig von 09.11.2007 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2007
  11. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2006 bis 08.11.2007
  1. FPG § 52 heute
  2. FPG § 52 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  3. FPG § 52 gültig von 28.12.2023 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2019
  4. FPG § 52 gültig von 28.12.2019 bis 27.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2019
  5. FPG § 52 gültig von 01.11.2017 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  6. FPG § 52 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  7. FPG § 52 gültig von 01.10.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2017
  8. FPG § 52 gültig von 20.07.2015 bis 30.09.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2015
  9. FPG § 52 gültig von 01.01.2014 bis 19.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  10. FPG § 52 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  11. FPG § 52 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  12. FPG § 52 gültig von 01.01.2006 bis 30.06.2011

Rechtssatz

Rechtssatz 16

Im vorliegenden Fall fällt die gemäß Art. 8 Abs. 2 EMRK gebotene Abwägung nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichtes zum Entscheidungszeitpunkt im Ergebnis zu Gunsten des Beschwerdeführers aus und würde der Erlass einer Rückkehrentscheidung derzeit einen unzulässigen Eingriff im Sinne des Art. 8 Abs. 2 EMRK darstellen:Im vorliegenden Fall fällt die gemäß Artikel 8, Absatz 2, EMRK gebotene Abwägung nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichtes zum Entscheidungszeitpunkt im Ergebnis zu Gunsten des Beschwerdeführers aus und würde der Erlass einer Rückkehrentscheidung derzeit einen unzulässigen Eingriff im Sinne des Artikel 8, Absatz 2, EMRK darstellen:

Der Beschwerdeführer befindet sich seit nunmehr fast sieben Jahren im österreichischen Bundesgebiet und konnte nunmehr seine fortgeschrittene Integration im Bundesgebiet nachweisen. Der Beschwerdeführer spricht Deutsch, was sich zum einen aus der vorgelegten Deutschkurs-Prüfungsbestätigung (Niveau A2) und zum anderen aus dem Protokoll der mündlichen Beschwerdeverhandlung, demzufolge der Beschwerdeführer in der Lage war, über seinen Tagesablauf in mehr oder minder fließendem Deutsch zu erzählen, ergibt. Der Beschwerdeführer vermochte während des Verfahrens glaubhaft zu machen, dass er gewillt ist, auch weiterhin zu versuchen, für seinen Lebensunterhalt aus eigenen Kräften aufzukommen. Auch, wenn er noch keiner regelmäßigen Erwerbstätigkeit nachgeht, sondern nur zeitweise Visitenkarten verteilt bzw. Zettel an Windschutzscheiben anbringt, um auf diese Weise nach Autoverkäufern zu suchen, so ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer während seines Aufenthaltes im Bundesgebiet lediglich wenige Wochen in Grundversorgung befand. Unter Berücksichtigung der eingeschränkten Beschäftigungsmöglichkeiten von Asylwerbern am österreichischen Arbeitsmarkt und vor dem Hintergrund des ersichtlich gemachten Integrationswillens und seiner Deutschkenntnisse ist jedenfalls als wahrscheinlich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer innerhalb kurzer Zeit einer dauerhaften Vollzeitbeschäftigung nachgehen und somit seinen Lebensunterhalt weiterhin aus eigenen Mitteln bestreiten können wird.

Schlagworte

Aufenthaltsverfestigung, Begriff Familienleben, Integration,
Interessenabwägung, Schutz Privat- und Familienleben

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:BVWG:2015:W125.1404642.1.16

Zuletzt aktualisiert am

14.01.2016
Quelle: Bundesverwaltungsgericht BVwg, https://www.bvwg.gv.at
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