TE Vfgh Beschluss 2025/12/16 E3836/2025

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Veröffentlicht am 16.12.2025
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Index

10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

B-VG Art144
AbfallwirtschaftsG 2002
Nö NaturschutzG 2000
VfGG §7 Abs2, §15 Abs1, §20a, §85
  1. B-VG Art. 144 heute
  2. B-VG Art. 144 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  5. B-VG Art. 144 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 144 gültig von 01.08.1981 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  8. B-VG Art. 144 gültig von 01.07.1976 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 144 gültig von 25.12.1946 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 144 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 144 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung von Anträgen auf Aussetzung einer Rodungsbewilligung auf Grund Unzuständigkeit des VfGH; keine Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung sowie des einstweiligen Rechtsschutzes mangels Vorliegens einer Beschwerde bzw Anhängigkeit einer "Rechtssache"

Spruch

Die Anträge werden zurückgewiesen.

Begründung

Begründung

1. Mit (selbstverfasster) Eingabe vom 9. Dezember 2025 stellte die einschreitende Gesellschaft den Antrag, "dem Land Niederösterreich gemäß Art144 B-VG iVm §85 VfGG sowie gemäß §20a VfGG aufzutragen, die Vollziehung der im Bescheid der NÖ Landesregierung vom 08.04.2025 (WST1-K-1623/008-2025) enthaltenen Rodungsbewilligung vollständig auszusetzen, insbesondere die Rodung der Grundstücke Nr 302/1, 307/2, 308/2 und 310, KG Weidlingbach, bis zur Entscheidung über die von der Antragstellerin eingebrachte Beschwerde." Der Antrag enthält Ausführungen zur Dringlichkeit und Gefahr eines irreversiblen Schadens, zu verfassungsrechtlichen Rechtsverletzungen, zum Überwiegen des öffentlichen Interesses an der Verhinderung irreversibler Umweltbeeinträchtigungen und zur Interessenabwägung. 1. Mit (selbstverfasster) Eingabe vom 9. Dezember 2025 stellte die einschreitende Gesellschaft den Antrag, "dem Land Niederösterreich gemäß Art144 B-VG in Verbindung mit §85 VfGG sowie gemäß §20a VfGG aufzutragen, die Vollziehung der im Bescheid der NÖ Landesregierung vom 08.04.2025 (WST1-K-1623/008-2025) enthaltenen Rodungsbewilligung vollständig auszusetzen, insbesondere die Rodung der Grundstücke Nr 302/1, 307/2, 308/2 und 310, KG Weidlingbach, bis zur Entscheidung über die von der Antragstellerin eingebrachte Beschwerde." Der Antrag enthält Ausführungen zur Dringlichkeit und Gefahr eines irreversiblen Schadens, zu verfassungsrechtlichen Rechtsverletzungen, zum Überwiegen des öffentlichen Interesses an der Verhinderung irreversibler Umweltbeeinträchtigungen und zur Interessenabwägung.

2. Die einschreitende Gesellschaft beantragt die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung im Hinblick auf die mit Bescheid vom 8. April 2025 erteilte Rodungsbewilligung. Die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung setzt gemäß §85 VfGG das Vorliegen einer Beschwerde voraus (vgl VfSlg 11.176/1986), eine solche ist der Eingabe der einschreitenden Gesellschaft nicht zu entnehmen. 2. Die einschreitende Gesellschaft beantragt die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung im Hinblick auf die mit Bescheid vom 8. April 2025 erteilte Rodungsbewilligung. Die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung setzt gemäß §85 VfGG das Vorliegen einer Beschwerde voraus vergleiche VfSlg 11.176 aus 1986,), eine solche ist der Eingabe der einschreitenden Gesellschaft nicht zu entnehmen.

3. Die einschreitende Gesellschaft beantragt weiters die Zuerkennung einstweiligen Rechtsschutzes nach §20a VfGG. Soweit überhaupt eine Anwendbarkeit von Vorschriften des Unionsrechts in Betracht kommt, ist auf diesen Antrag schon deshalb nicht näher einzugehen, weil die Anhängigkeit einer "Rechtssache" iSd §20a VfGG einen Antrag nach §15 Abs1 VfGG voraussetzt. Ein solcher liegt nicht vor.

4. Da die Nichtzuständigkeit des Verfassungsgerichtshofes offenbar ist, wird dieser Beschluss gemäß §19 Abs3 Z2 lita VfGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung gefasst.

Schlagworte

VfGH / Zuständigkeit, VfGH / Wirkung aufschiebende, Rechtsschutz, EU-Recht, Beschwerderecht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2025:E3836.2025

Zuletzt aktualisiert am

27.02.2026
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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