RS Vfgh 2026/6/23 G69/2026

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.06.2026
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Index

10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

B-VG Art118
B-VG Art140 Abs1 Z1 litc
Vlbg BauG 2001 §18, §19, §20, §20a Abs1 litc
Vlbg SozialleistungsG §29
VfGG §7 Abs1
  1. B-VG Art. 118 heute
  2. B-VG Art. 118 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 118 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  8. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  9. B-VG Art. 118 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  10. B-VG Art. 118 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 118 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung eines Individualantrags einer Gemeinde betreffend eine Bestimmung des Vlbg BauG 2001 mangels Eingriffs in das Selbstverwaltungsrecht der antragstellenden Gemeinde; kein Bestehen eines Rechtsanspruchs der Gemeinde auf eine bestimmte örtliche Raumplanung von Unterkünften zur Grundversorgung

Rechtssatz

Unzulässigkeit des Antrags auf Aufhebung des §20a Vlbg BauG 2001 idF LGBl 34/2025.Unzulässigkeit des Antrags auf Aufhebung des §20a Vlbg BauG 2001 in der Fassung Landesgesetzblatt 34 aus 2025,.

Die Regelung des §20a Vbg BauG nimmt bestimmte Bauvorhaben betreffend Unterkünfte zur Grundversorgung von den bau- und raumplanungsrechtlichen Vorgaben – von den Bedingungen des §20a Abs1 lita bis litc Vbg BauG abgesehen – aus. Dies hat zur Konsequenz, dass (unter anderem) die örtliche Flächenwidmung der antragstellenden Gemeinde Bludesch für (bestehende) Unterkünfte zur Grundversorgung iSd §29 Vbg Sozialleistungsgesetz gemäß §20a Vbg BauG nicht (mehr) zu beachten ist. Durch die angefochtene Bestimmung des §20a Vbg BauG wird jedoch der Gemeinde Bludesch ihr Recht auf Selbstverwaltung, einen Flächenwidmungsplan im eigenen Wirkungsbereich im Rahmen des Vbg Raumordnungsgesetzes und Baugesetzes zu erlassen, nicht vorenthalten oder entzogen:

Dass sich die Gemeinde bei der Ausübung ihres die Wahrnehmung des eigenen Wirkungsbereiches umfassenden Rechtes auf Selbstverwaltung an den "Rahmen der Gesetze und Verordnungen des Bundes und des Landes" zu halten hat, ergibt sich aus Art118 Abs4 B?VG. Es besteht kein Rechtsanspruch der Gemeinde darauf, dass der zur Regelung zuständige Gesetzgeber die bau- und raumplanungsrechtlichen Vorschriften für Unterkünfte zur Grundversorgung in einer bestimmten Weise regelt. Die örtliche Raumplanung betreffend Unterkünfte zur Grundversorgung wird auch nicht einer anderen Gebietskörperschaft übertragen. Die antragstellende Gemeinde kann daher durch die angefochtene Bestimmung des §20a Vbg BauG nicht in ihrer Rechtssphäre, dh in ihrem Recht auf Selbstverwaltung berührt sein.

Entscheidungstexte

  • G69/2026
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 23.06.2026 G69/2026

Schlagworte

Raumordnung, Grundversorgung, Sozialhilfe, Baurecht, Gemeinderecht, Selbstverwaltungsrecht, VfGH / Individualantrag, VfGH / Legitimation, Wirkungsbereich eigener

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2026:G69.2026

Zuletzt aktualisiert am

17.07.2026
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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