TE Vwgh Beschluss 2026/1/20 Ra 2026/08/0001

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Veröffentlicht am 20.01.2026
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

B-VG Art133 Abs6 Z1
VwGG §34 Abs1
VwRallg
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Präsident Dr. Posch und die Hofrätin Dr. Julcher als Richterin sowie den Hofrat Mag. Cede als Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Kittinger, LL.M., über die Revision des M S, vertreten durch Dr. Karl Hepperger, Rechtsanwalt in Innsbruck, gegen das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. November 2025, I413 2315465-1/9E, betreffend Pflegegeld (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Pensionsversicherungsanstalt), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen

Begründung

1
Mit Bescheid vom 16. April 2025 sprach die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) aus, dass „das Verfahren über den Anspruch auf Pflegegeld“ wieder aufgenommen und „der Bescheid vom 20. September“ aufgehoben werde (Spruchpunkt 1.) sowie dass der Anspruch auf Pflegegeld abgelehnt werde (Spruchpunkt 2.). Der entstandene Überbezug an Pflegegeld im Zeitraum 1. August 2011 bis 31. Jänner 2025 betrage € 101.580,--. Dieser Betrag sei innerhalb von 14 Tagen nach Rechtskraft dieses Bescheides zurückzuzahlen.
2
Der Bescheid war an den Revisionswerber adressiert, im Betreff war der Name einer anderen Person samt Geburtsdatum angeführt, bei der es sich - wie sich aus dem Inhalt der vorgelegten Akten ergibt - um die Bezieherin des Pflegegeldes und Schwester des Revisionswerbers handelte. Der Revisionswerber war ihr Erwachsenenvertreter.
3
Der Revisionswerber erhob gegen den Bescheid vom 16. April 2025 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Er führte einerseits an, dass der Bescheid „seinem gesamten Inhalt und Umfang nach angefochten“ werde, andererseits hielt er im darauffolgenden Absatz fest, dass die Beschwerde Spruchpunkt 1. des Bescheides betreffe, während gegen Spruchpunkt 2. Klage beim Landesgericht Innsbruck als Arbeits- und Sozialgericht eingebracht werde.
4
Das Bundesverwaltungsgericht wies die Beschwerde mit dem angefochtenen Erkenntnis nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung - zu der weder der Revisionswerber noch dessen Schwester erschienen war - als unbegründet ab. Das Erkenntnis richtete sich an die Schwester des Revisionswerbers, der Revisionswerber selbst war im Kopf (und in den Entscheidungsgründen) des Erkenntnisses (nur) als ihr gesetzlicher Vertreter angeführt. Es ist daher nicht gegenüber dem Revisionswerber ergangen.
5
Da nur der Adressat der angefochtenen Entscheidung eine mögliche Rechtsverletzung geltend machen kann, war die Revision schon mangels Berechtigung zu ihrer Erhebung gemäß § 34 Abs. 1 VwGG ohne weiteres Verfahren zurückzuweisen (vgl. etwa VwGH 26.3.2019, Ra 2018/06/0307, 0308, mwN).Da nur der Adressat der angefochtenen Entscheidung eine mögliche Rechtsverletzung geltend machen kann, war die Revision schon mangels Berechtigung zu ihrer Erhebung gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG ohne weiteres Verfahren zurückzuweisen vergleiche , etwa VwGH 26.3.2019, Ra 2018/06/0307, 0308, mwN).

Wien, am 20. Jänner 2026

Schlagworte

Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RA2026080001.L00

Im RIS seit

02.03.2026

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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