RS Vwgh 2026/3/26 Ra 2026/09/0008

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 26.03.2026
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/10 Grundrechte
19/05 Menschenrechte
82/02 Gesundheitsrecht allgemein
82/03 Ärzte Sonstiges Sanitätspersonal

Norm

ÄrzteG 1998 §136 Abs1 Z1
ÄrzteG 1998 §136 Abs1 Z2
ÄrzteG 1998 §55
B-VG Art133 Abs4
COVID-19-MaßnahmenG 2020 §8
MRK Art10
StGG Art13
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Weder das Anbringen eines Spendenbuttons auf einer Homepage noch das Ausstellen einer Impfunfähigkeitsbescheinigung kann als Beitrag zum öffentlichen Diskurs, der allenfalls von der Meinungsfreiheit geschützt wäre, qualifiziert werden (VwGH 22.3.2023, Ra 2022/09/0122). Wahrheitswidrige Informationen auf der Homepage eines Arztes werden jedoch als Standes- und Berufspflichtverletzung gewertet (VwGH 28.10.2021, Ra 2019/09/0140; VwGH 28.2.2022, Ra 2021/09/0202; EGMR 27.8.2024, Bielau/Österreich, 20007/22). Werden das bewusste Übergehen von den einen Arzt als Betreiber einer Ordination treffenden Vorschriften, die die Umstände des Betretens dieser Räumlichkeiten regeln, und die Einladung an Patienten, sich nicht an diese strafbewehrten Regeln (siehe § 8 COVID-19-Maßnahmengesetz) gebunden zu sehen, als Verstoß gegen die Standes- und Berufspflichten des § 136 Abs. 1 Z 1 und 2 ÄrzteG 1998 qualifiziert, wirft dies keine Rechtsfrage im Sinn des Art. 133 Abs. 4 B-VG auf.Weder das Anbringen eines Spendenbuttons auf einer Homepage noch das Ausstellen einer Impfunfähigkeitsbescheinigung kann als Beitrag zum öffentlichen Diskurs, der allenfalls von der Meinungsfreiheit geschützt wäre, qualifiziert werden (VwGH 22.3.2023, Ra 2022/09/0122). Wahrheitswidrige Informationen auf der Homepage eines Arztes werden jedoch als Standes- und Berufspflichtverletzung gewertet (VwGH 28.10.2021, Ra 2019/09/0140; VwGH 28.2.2022, Ra 2021/09/0202; EGMR 27.8.2024, Bielau/Österreich, 20007/22). Werden das bewusste Übergehen von den einen Arzt als Betreiber einer Ordination treffenden Vorschriften, die die Umstände des Betretens dieser Räumlichkeiten regeln, und die Einladung an Patienten, sich nicht an diese strafbewehrten Regeln (siehe Paragraph 8, COVID-19-Maßnahmengesetz) gebunden zu sehen, als Verstoß gegen die Standes- und Berufspflichten des Paragraph 136, Absatz eins, Ziffer eins und 2 ÄrzteG 1998 qualifiziert, wirft dies keine Rechtsfrage im Sinn des Artikel 133, Absatz 4, B-VG auf.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RA2026090008.L03

Im RIS seit

28.04.2026

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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