TE Vwgh Beschluss 2026/4/28 Ro 2023/11/0008

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Veröffentlicht am 28.04.2026
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Index

L00153 LVerwaltungsgericht Niederösterreich
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §10
B-VG Art133 Abs6 Z2
B-VG Art133 Abs8
LVwGG NÖ 2014 §17 Abs1
VwGG §34 Abs1
  1. AVG § 10 heute
  2. AVG § 10 gültig ab 01.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  3. AVG § 10 gültig von 01.01.2012 bis 31.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 10 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  5. AVG § 10 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. AVG § 10 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Mag. Samm und die Hofrätinnen MMag. Ginthör und Dr. Kronegger als Richterinnen und Richter, unter Mitwirkung der Schriftführerin Mag.a Janitsch, über die vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung namens des Bürgermeisters der Stadt St. Pölten erhobene Revision, gegen das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts Niederösterreich vom 8. März 2023, Zl. LVwG-AV-1100/001-2022, betreffend Rückerstattung von Pflegekindergeld (belangte Behörde vor dem Verwaltungsgericht: Bürgermeister der Stadt St. Pölten; mitbeteiligte Partei: F H), den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Begründung

1
1.1. Mit dem angefochtenen Erkenntnis wies das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich die Beschwerde der Mitbeteiligten gegen den Bescheid des Bürgermeisters der Stadt St. Pölten vom 12. September 2022, mit dem sie gemäß § 64 NÖ Kinder- und Jugendhilfegesetz (NÖ KJHG) iVm. § 1 Abs. 3 NÖ Pflegekindergeld-Verordnung 2014 (NÖ PKGV 2014) verpflichtet worden war, im Zeitraum von 1. Juli 2018 bis 30. April 2022 bezogenes Pflegekindergeld iHv EUR 29.560,- dem Land Niederösterreich zurückzuerstatten, mit der Maßgabe als unbegründet ab, dass das im Zeitraum von 1. April 2019 bis 30. April 2022 bezogene Pflegekindergeld im Ausmaß von EUR 23.947,- rückzuerstatten sei. Die Revision gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG erklärte das Verwaltungsgericht für zulässig.1.1. Mit dem angefochtenen Erkenntnis wies das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich die Beschwerde der Mitbeteiligten gegen den Bescheid des Bürgermeisters der Stadt St. Pölten vom 12. September 2022, mit dem sie gemäß Paragraph 64, NÖ Kinder- und Jugendhilfegesetz (NÖ KJHG) in Verbindung mit , Paragraph eins, Absatz 3, NÖ Pflegekindergeld-Verordnung 2014 (NÖ PKGV 2014) verpflichtet worden war, im Zeitraum von 1. Juli 2018 bis 30. April 2022 bezogenes Pflegekindergeld iHv EUR 29.560,- dem Land Niederösterreich zurückzuerstatten, mit der Maßgabe als unbegründet ab, dass das im Zeitraum von 1. April 2019 bis 30. April 2022 bezogene Pflegekindergeld im Ausmaß von EUR 23.947,- rückzuerstatten sei. Die Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG erklärte das Verwaltungsgericht für zulässig.
2
1.2. Gegen dieses Erkenntnis richtet sich die vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung im Namen der belangten Behörde erhobene Revision.

Eine Revisionsbeantwortung wurde nicht erstattet.

3
1.3. Mit Verfügung des Verwaltungsgerichtshofes vom 11. Februar 2026 wurde der Einschreiter aufgefordert, seine Vertretungsbefugnis darzulegen. Diese Verfügung blieb unbeantwortet.
4
2.1. Gegen das Erkenntnis eines Verwaltungsgerichts kann u.a. die belangte Behörde des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Revision wegen Rechtswidrigkeit erheben (Art. 133 Abs. 6 Z 2 B-VG). Gemäß Art. 133 Abs. 8 B-VG bestimmen die Bundes- oder Landesgesetze, wer in anderen als den in Abs. 6 genannten Fällen wegen Rechtswidrigkeit Revision erheben kann. 2.1. Gegen das Erkenntnis eines Verwaltungsgerichts kann u.a. die belangte Behörde des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Revision wegen Rechtswidrigkeit erheben (Artikel 133, Absatz 6, Ziffer 2, B-VG). Gemäß Artikel 133, Absatz 8, B-VG bestimmen die Bundes- oder Landesgesetze, wer in anderen als den in Absatz 6, genannten Fällen wegen Rechtswidrigkeit Revision erheben kann.
5
Gemäß § 17 Abs. 1 NÖ Landesverwaltungsgerichtsgesetz (NÖ LVGG) kann gegen Erkenntnisse und Beschlüsse des Landesverwaltungsgerichtes in Angelegenheiten, die in der Gesetzgebung Landessache sind, die Landesregierung wegen Rechtswidrigkeit gemäß Art. 133 Abs. 8 B-VG Revision an den Verwaltungsgerichtshof erheben.Gemäß Paragraph 17, Absatz eins, NÖ Landesverwaltungsgerichtsgesetz (NÖ LVGG) kann gegen Erkenntnisse und Beschlüsse des Landesverwaltungsgerichtes in Angelegenheiten, die in der Gesetzgebung Landessache sind, die Landesregierung wegen Rechtswidrigkeit gemäß Artikel 133, Absatz 8, B-VG Revision an den Verwaltungsgerichtshof erheben.
6
2.2. Die vorliegende Revision ist mit „Magistrat der Stadt St. Pölten vertreten durch das Amt der NÖ Landesregierung“ gezeichnet. Im Rubrum der Revision wird als „[b]elangte Behörde“ der Magistrat St. Pölten genannt. Der einleitende Text der Revision lautet: „Gegen das [angefochtene] Erkenntnis [...] erhebt die belangte Behörde, vertreten durch das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung [...] innerhalb offener Frist Revision an den Verwaltungsgerichtshof.“. Unter Punkt VII. („Anträge“) heißt es „Die belangte Behörde, vertreten durch das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, stellt daher die nachstehenden Anträge [...]“.2.2. Die vorliegende Revision ist mit „Magistrat der Stadt St. Pölten vertreten durch das Amt der NÖ Landesregierung“ gezeichnet. Im Rubrum der Revision wird als „[b]elangte Behörde“ der Magistrat St. Pölten genannt. Der einleitende Text der Revision lautet: „Gegen das [angefochtene] Erkenntnis [...] erhebt die belangte Behörde, vertreten durch das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung [...] innerhalb offener Frist Revision an den Verwaltungsgerichtshof.“. Unter Punkt römisch sieben. („Anträge“) heißt es „Die belangte Behörde, vertreten durch das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, stellt daher die nachstehenden Anträge [...]“.
7
Der vor dem Verwaltungsgericht angefochtene Bescheid vom 12. September 2022 nennt im Rubrum die „JUGENDHILFE Magistrat der Stadt St. Pölten“ und als Absender „Magistrat St. Pölten, 3100 Rathausplatz 1“; es wird namentlich ein bestimmter Bearbeiter genannt und „Für den Bürgermeister ...“ gefertigt. Der gleiche Bearbeiter verfasste die Beschwerdevorlage, auf welcher als Absenderin die „JUGENDHILFE der Stadt St. Pölten“ aufscheint, sie ist gefertigt „Für den Bürgermeister“.
8
Die angefochtene Entscheidung des Verwaltungsgerichts erging - neben der Mitbeteiligten - an den „Bürgermeister der Stadt St. Pölten, p.A. Magistrat der Stadt St. Pölten, Jugendhilfe“ und an die „NÖ Landesregierung, gemäß § 17 LVGG“.Die angefochtene Entscheidung des Verwaltungsgerichts erging - neben der Mitbeteiligten - an den „Bürgermeister der Stadt St. Pölten, p.A. Magistrat der Stadt St. Pölten, Jugendhilfe“ und an die „NÖ Landesregierung, gemäß Paragraph 17, LVGG“.
9
Im vom Verwaltungsgericht durchgeführten Verbesserungsverfahren - der Tag der Zustellung des angefochtenen Erkenntnisses war im Revisionsschriftsatz zunächst nicht genannt - wurde die Revision dahin ergänzt, dass das angefochtene Erkenntnis „der belangten Behörde am 8.3.2023 zugestellt“ worden sei. Das Datum der Zustellung an die Landesregierung wurde hingegen nicht genannt.
10
2.3. Aus alldem ergibt sich, dass die vorliegende Revision vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung namens des Bürgermeisters der Stadt St. Pölten erhoben wurde.
11
Eine Vertretung des Bürgermeisters durch das Amt der Landesregierung ist jedoch nicht vorgesehen.
12
3. Mangels Vertretungsbefugnis ist die Revision dem ohne Berechtigung einschreitenden Amt der Niederösterreichischen Landesregierung zuzurechnen (vgl. etwa VwGH 13.1.2022, Ro 2021/01/0018, mwN, zur Zurechnung einer Revision mangels bestehender Vertretungsbefugnis an den ohne Berechtigung einschreitenden Rechtsanwalt).3. Mangels Vertretungsbefugnis ist die Revision dem ohne Berechtigung einschreitenden Amt der Niederösterreichischen Landesregierung zuzurechnen vergleiche , etwa VwGH 13.1.2022, Ro 2021/01/0018, mwN, zur Zurechnung einer Revision mangels bestehender Vertretungsbefugnis an den ohne Berechtigung einschreitenden Rechtsanwalt).
13
Die Revision war daher - mangels Revisionslegitimation - gemäß § 34 Abs. 1 und 3 VwGG zurückzuweisen.Die Revision war daher - mangels Revisionslegitimation - gemäß Paragraph 34, Absatz eins, und 3 VwGG zurückzuweisen.

Wien, am 28. April 2026

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RO2023110008.J00

Im RIS seit

02.06.2026

Zuletzt aktualisiert am

02.06.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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