RS Vwgh 2026/5/7 Ra 2023/08/0042

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 07.05.2026
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Norm

ASVG §59 Abs1
AVG §56
VwGG §42 Abs2 Z2
VwGVG 2014 §27
  1. ASVG § 59 heute
  2. ASVG § 59 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2015
  3. ASVG § 59 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2015
  4. ASVG § 59 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  5. ASVG § 59 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2005
  6. ASVG § 59 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  7. ASVG § 59 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2001
  8. ASVG § 59 gültig von 01.08.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2001
  9. ASVG § 59 gültig von 01.08.1998 bis 31.07.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  10. ASVG § 59 gültig von 01.01.1998 bis 31.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/1997
  11. ASVG § 59 gültig von 01.08.1996 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 600/1996
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Aus der Rechtsprechung des VwGH (vgl. VwGH 29.6.1993, 90/08/0196) kann nicht geschlossen werden, dass der im angefochtenen Erkenntnis getätigte Ausspruch über die hinsichtlich einer bestimmten Zahlungspflicht bestehende Verpflichtung zur Leistung von Verzugszinsen "dem Grunde nach" (wie es der Begründung des angefochtenen Erkenntnisses zufolge intendiert war) keine individuelle normative und die Rechtssphäre der Beitragsschuldnerin nachteilig berührende Wirkung hätte. Es mag sein, dass das BVwG keinen bestimmten zu leistenden Betrag festgesetzt hat, es hat aber "aufgrund der unterbliebenen Einzahlung" die Verpflichtung zur Leistung von Verzugszinsen (wenn auch nur "dem Grunde nach") konkretisiert und damit einen individuell der Beitragsschuldnerin gegenüber ergangenen (rechtsfeststellenden) Ausspruch getroffen. Da der angefochtene Bescheid keinen Abspruch über Verzugszinsen enthielt, hat das BVwG insofern den Gegenstand des Beschwerdeverfahrens überschritten (vgl. zur Bindung an die durch den angefochtenen Bescheid festgelegte "Sache" des Beschwerdeverfahrens sowie grundlegend zur Bestimmung des § 27 VwGVG etwa VwGH 17.12.2014, Ro 2014/03/0066, und 26.3.2015, Ra 2014/07/0077), weshalb das angefochtene Erkenntnis in diesem Umfang wegen Unzuständigkeit des VwG gemäß § 42 Abs. 2 Z 2 VwGG aufzuheben ist.Aus der Rechtsprechung des VwGH vergleiche VwGH 29.6.1993, 90/08/0196) kann nicht geschlossen werden, dass der im angefochtenen Erkenntnis getätigte Ausspruch über die hinsichtlich einer bestimmten Zahlungspflicht bestehende Verpflichtung zur Leistung von Verzugszinsen "dem Grunde nach" (wie es der Begründung des angefochtenen Erkenntnisses zufolge intendiert war) keine individuelle normative und die Rechtssphäre der Beitragsschuldnerin nachteilig berührende Wirkung hätte. Es mag sein, dass das BVwG keinen bestimmten zu leistenden Betrag festgesetzt hat, es hat aber "aufgrund der unterbliebenen Einzahlung" die Verpflichtung zur Leistung von Verzugszinsen (wenn auch nur "dem Grunde nach") konkretisiert und damit einen individuell der Beitragsschuldnerin gegenüber ergangenen (rechtsfeststellenden) Ausspruch getroffen. Da der angefochtene Bescheid keinen Abspruch über Verzugszinsen enthielt, hat das BVwG insofern den Gegenstand des Beschwerdeverfahrens überschritten vergleiche zur Bindung an die durch den angefochtenen Bescheid festgelegte "Sache" des Beschwerdeverfahrens sowie grundlegend zur Bestimmung des Paragraph 27, VwGVG etwa VwGH 17.12.2014, Ro 2014/03/0066, und 26.3.2015, Ra 2014/07/0077), weshalb das angefochtene Erkenntnis in diesem Umfang wegen Unzuständigkeit des VwG gemäß Paragraph 42, Absatz 2, Ziffer 2, VwGG aufzuheben ist.

Schlagworte

Anspruch auf bescheidmäßige Erledigung und auf Zustellung, Recht der Behörde zur Bescheiderlassung Feststellungsbescheide

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RA2023080042.L02

Im RIS seit

02.06.2026

Zuletzt aktualisiert am

09.06.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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