RS Vwgh 2026/5/13 Ro 2024/13/0001

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.05.2026
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Index

DE-40 Verwaltungsverfahren Deutschland
E1E
E3L E09301000
E3R E02201010
E3R E02201030
E3R E09301000
E3R E11606000
32/04 Steuern vom Umsatz
59/04 EU - EWR

Norm

UStG Deutschland Anl 2 Nr54 litc sublitcc
UStG Deutschland §25a
UStG 1994 §24 Abs1
UStG 1994 §24 Abs2
12010E267 AEUV Art267
31987R2658 Kombinierte Nomenklatur
32006L0112 Mehrwertsteuersystem-RL AnhIX TeilB Z2
32006L0112 Mehrwertsteuersystem-RL Art311 Abs1 Z3
32006L0112 Mehrwertsteuersystem-RL Art314 litd
32006L0112 Mehrwertsteuersystem-RL Art316 Abs1 lita
32006L0112 Mehrwertsteuersystem-RL Art4 lita
32011R0282 MehrwertsteuerDV Art16
  1. UStG 1994 § 24 heute
  2. UStG 1994 § 24 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2024
  3. UStG 1994 § 24 gültig von 01.07.2021 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 91/2019
  4. UStG 1994 § 24 gültig von 01.01.2016 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2015
  5. UStG 1994 § 24 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  6. UStG 1994 § 24 gültig von 31.12.2003 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2003
  7. UStG 1994 § 24 gültig von 14.08.2002 bis 30.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2002
  8. UStG 1994 § 24 gültig von 27.06.2001 bis 13.08.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  9. UStG 1994 § 24 gültig von 15.07.1999 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/1999
  10. UStG 1994 § 24 gültig von 31.12.1996 bis 14.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 756/1996
  11. UStG 1994 § 24 gültig von 06.01.1995 bis 30.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 21/1995
  12. UStG 1994 § 24 gültig von 01.01.1995 bis 05.01.1995
  1. UStG 1994 § 24 heute
  2. UStG 1994 § 24 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2024
  3. UStG 1994 § 24 gültig von 01.07.2021 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 91/2019
  4. UStG 1994 § 24 gültig von 01.01.2016 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2015
  5. UStG 1994 § 24 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  6. UStG 1994 § 24 gültig von 31.12.2003 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2003
  7. UStG 1994 § 24 gültig von 14.08.2002 bis 30.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 132/2002
  8. UStG 1994 § 24 gültig von 27.06.2001 bis 13.08.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  9. UStG 1994 § 24 gültig von 15.07.1999 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/1999
  10. UStG 1994 § 24 gültig von 31.12.1996 bis 14.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 756/1996
  11. UStG 1994 § 24 gültig von 06.01.1995 bis 30.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 21/1995
  12. UStG 1994 § 24 gültig von 01.01.1995 bis 05.01.1995

Rechtssatz

Dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) werden gemäß Art. 267 AEUV folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:Dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) werden gemäß Artikel 267, AEUV folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:

1. Sind Art. 4 Buchst. a und Art. 314 Buchst. d der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (in der Folge: RL 2006/112/EG) sowie Art. 16 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 282/2011 des Rates vom 15. März 2011 dahin auszulegen, dass ein steuerpflichtiger Wiederverkäufer, dem Gegenstände von einem anderen steuerpflichtigen Wiederverkäufer aus einem anderen Mitgliedstaat, der die Differenzbesteuerung angewendet hat, geliefert wurden, die Nichtbesteuerung des innergemeinschaftlichen Erwerbs sowie eine Differenzbesteuerung für seine Lieferungen im Inland (hier: in Österreich) nur dann in Anspruch nehmen kann, wenn die Anwendung der Differenzbesteuerung in dem anderen Mitgliedstaat (hier: in Deutschland) im Einklang mit den Vorgaben der RL 2006/112/EG steht?1. Sind Artikel 4, Buchst. a und Artikel 314, Buchst. d der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (in der Folge: RL 2006/112/EG) sowie Artikel 16, der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 282 aus 2011, des Rates vom 15. März 2011 dahin auszulegen, dass ein steuerpflichtiger Wiederverkäufer, dem Gegenstände von einem anderen steuerpflichtigen Wiederverkäufer aus einem anderen Mitgliedstaat, der die Differenzbesteuerung angewendet hat, geliefert wurden, die Nichtbesteuerung des innergemeinschaftlichen Erwerbs sowie eine Differenzbesteuerung für seine Lieferungen im Inland (hier: in Österreich) nur dann in Anspruch nehmen kann, wenn die Anwendung der Differenzbesteuerung in dem anderen Mitgliedstaat (hier: in Deutschland) im Einklang mit den Vorgaben der RL 2006/112/EG steht?

2. Wenn die erste Frage mit ja beantwortet wird: Steht Art. 316 Abs. 1 Buchst. a in Verbindung mit Art. 311 Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit dem Anhang IX Teil B Nr. 2 der Richtlinie 2006/112/EG einer Bestimmung wie § 25a in Verbindung mit der Anlage 2 Nr. 54 lit. c sublit. cc deutsches UStG in der im Revisionsfall anzuwendenden Fassung unter Berücksichtigung der tatsächlichen Handhabung dieser Regelung in Deutschland, mit der eine Differenzbesteuerung für selbst eingeführte Münzen immer dann möglich ist, wenn die Bemessungsgrundlage für die Umsätze dieser Münzen mehr als 250 Prozent des unter Zugrundelegung des Feingewichts berechneten Metallwerts ohne Umsatzsteuer beträgt, entgegen?2. Wenn die erste Frage mit ja beantwortet wird: Steht Artikel 316, Absatz eins, Buchst. a in Verbindung mit Artikel 311, Absatz eins, Nr. 3 in Verbindung mit dem Anhang römisch neun Teil B Nr. 2 der Richtlinie 2006/112/EG einer Bestimmung wie Paragraph 25 a, in Verbindung mit der Anlage 2 Nr. 54 Litera c, Sub-Litera, c, c, deutsches UStG in der im Revisionsfall anzuwendenden Fassung unter Berücksichtigung der tatsächlichen Handhabung dieser Regelung in Deutschland, mit der eine Differenzbesteuerung für selbst eingeführte Münzen immer dann möglich ist, wenn die Bemessungsgrundlage für die Umsätze dieser Münzen mehr als 250 Prozent des unter Zugrundelegung des Feingewichts berechneten Metallwerts ohne Umsatzsteuer beträgt, entgegen?

3. Falls die zweite Frage mit ja beantwortet wird: Ändert es etwas an dieser Beurteilung, wenn der Steuerpflichtige nicht wusste und nicht hätte wissen müssen, dass die deutsche Regelung unter Berücksichtigung ihrer tatsächlichen Handhabung nicht dem Unionsrecht entspricht?

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RO2024130001.J01

Im RIS seit

07.07.2026

Zuletzt aktualisiert am

07.07.2026
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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