TE Vfgh Beschluss 1989/6/12 WI-1/89

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Veröffentlicht am 12.06.1989
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Index

10 Verfassungsrecht
10/07 Verfassungsgerichtshof, Verwaltungsgerichtshof

Norm

B-VG Art141 Abs1 lite
VfGG §71a
  1. B-VG Art. 141 heute
  2. B-VG Art. 141 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 41/2016
  3. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  4. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 141 gültig von 01.04.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  6. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.2004 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 141 gültig von 01.07.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  9. B-VG Art. 141 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  10. B-VG Art. 141 gültig von 01.10.1975 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 409/1975
  11. B-VG Art. 141 gültig von 07.02.1958 bis 30.09.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 12/1958
  12. B-VG Art. 141 gültig von 19.12.1945 bis 06.02.1958 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  13. B-VG Art. 141 gültig von 05.04.1931 bis 30.06.1934 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 103/1931
  14. B-VG Art. 141 gültig von 03.01.1930 bis 04.04.1931
  1. VfGG § 71a heute
  2. VfGG § 71a gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  3. VfGG § 71a gültig von 17.12.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  4. VfGG § 71a gültig von 01.01.2014 bis 16.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VfGG § 71a gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 71a gültig von 01.01.2004 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. VfGG § 71a gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  8. VfGG § 71a gültig von 01.07.1976 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Fehlen des Begehrens auf Aufhebung des Bescheides, mit dem der Antragsteller seines Mandates als Mitglied des Gemeindevorstandes verlustig erklärt wurde; inhaltlicher, nicht verbesserungsfähiger Mangel - Anfechtung unzulässig

Spruch

Die Anfechtung wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung:

1. Der Einschreiter G S focht mit seiner von einem Rechtsanwalt unterfertigten und als Beschwerde bezeichneten, der Sache nach auf Art141 Abs1 lite B-VG gestützten Eingabe vom 2. Mai 1989 den Bescheid der Oberösterreichischen Landesregierung vom 20. März 1989, Z Gem-724/10-1989-Kb, an, mit dem er seines Mandates als Mitglied des Gemeindevorstandes (und als Vizebürgermeister) der Gemeinde Mettmach (Oberösterreich) verlustig erklärt wurde.

2.1. Gemäß §15 Abs2 (iVm §71a) VerfGG 1953 hat eine auf Art141 Abs1 lite B-VG gegründete Anfechtung eines Bescheides ua. ein bestimmtes Begehren zu enthalten. Fehlt ein solches Begehren, leidet die Eingabe an einem nicht verbesserungsfähigen inhaltlichen Mangel; sie muß darum nach herrschender Rechtsprechung sogleich - als unzulässig - zurückgewiesen werden (vgl. zB VfSlg. 10.174/1984, 10.665/1985, 10.766/1986; VfGH 5.10.1987 B457/87, 28.11.1988 B1621/88 (zu Beschwerden nach Art144 B-VG)). 2.1. Gemäß §15 Abs2 in Verbindung mit §71a) VerfGG 1953 hat eine auf Art141 Abs1 lite B-VG gegründete Anfechtung eines Bescheides ua. ein bestimmtes Begehren zu enthalten. Fehlt ein solches Begehren, leidet die Eingabe an einem nicht verbesserungsfähigen inhaltlichen Mangel; sie muß darum nach herrschender Rechtsprechung sogleich - als unzulässig - zurückgewiesen werden vergleiche zB VfSlg. 10.174/1984, 10.665/1985, 10.766/1986; VfGH 5.10.1987 B457/87, 28.11.1988 B1621/88 (zu Beschwerden nach Art144 B-VG)).

2.2. Da die vorliegende Anfechtungsschrift nach Art141 Abs1 lite B-VG überhaupt kein "Begehren" iSd §15 Abs2 VerfGG 1953 iVm §71a VerfGG 1953 (: Antrag auf Aufhebung des bekämpften Bescheides) aufweist, Ziel eines verfassungsgerichtlichen Verfahrens nach Art141 Abs1 lite B-VG (§71a VerfGG 1953) - ebenso wie eines Verfahrens nach Art144 Abs1 B-VG - aber die Eliminierung des bekämpften Bescheides aus dem Rechtsbestand ist, mußte sie - angesichts der zu Punkt 2.1. ausgebreiteten Rechtslage - als unzulässig zurückgewiesen werden (vgl. dazu auch VfSlg. 10.766/1986; VfGH 28.11.1988 B1531/88, B1548/88, 1745/88, 27.2.1989 B1820/88 (zu Beschwerden nach Art144 Abs1 B-VG); VfGH 2.12.1987 WI-4/87, WI-5/87 (zu Wahlanfechtungen nach Art141 Abs1 lita B-VG)). 2.2. Da die vorliegende Anfechtungsschrift nach Art141 Abs1 lite B-VG überhaupt kein "Begehren" iSd §15 Abs2 VerfGG 1953 in Verbindung mit §71a VerfGG 1953 (: Antrag auf Aufhebung des bekämpften Bescheides) aufweist, Ziel eines verfassungsgerichtlichen Verfahrens nach Art141 Abs1 lite B-VG (§71a VerfGG 1953) - ebenso wie eines Verfahrens nach Art144 Abs1 B-VG - aber die Eliminierung des bekämpften Bescheides aus dem Rechtsbestand ist, mußte sie - angesichts der zu Punkt 2.1. ausgebreiteten Rechtslage - als unzulässig zurückgewiesen werden vergleiche dazu auch VfSlg. 10.766/1986; VfGH 28.11.1988 B1531/88, B1548/88, 1745/88, 27.2.1989 B1820/88 (zu Beschwerden nach Art144 Abs1 B-VG); VfGH 2.12.1987 WI-4/87, WI-5/87 (zu Wahlanfechtungen nach Art141 Abs1 lita B-VG)).

2.3. Dieser Beschluß konnte in sinngemäßer Anwendung des §19 Abs3 Z 2 litc VerfGG 1953 ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung ergehen. 2.3. Dieser Beschluß konnte in sinngemäßer Anwendung des §19 Abs3 Ziffer 2, litc VerfGG 1953 ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung ergehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:1989:WI1.1989

Dokumentnummer

JFT_10109388_89W00I01_00
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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