RS Bks 2010/10/18 611.901/0012-BKS/2010

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.10.2010
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Norm

ORF-G §1 Abs3
ORF-G §4 Abs5
ORF-G §10 Abs5
ORF-G §36 Abs1
ORF-G §37 Abs4
  1. ORF-G § 1 heute
  2. ORF-G § 1 gültig ab 01.10.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2010
  3. ORF-G § 1 gültig von 01.08.2007 bis 30.09.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2007
  4. ORF-G § 1 gültig von 01.01.2002 bis 31.07.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2001
  5. ORF-G § 1 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 10/1991
  6. ORF-G § 1 gültig von 23.12.1987 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 606/1987
  7. ORF-G § 1 gültig von 01.01.1986 bis 22.12.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 563/1985
  1. ORF-G § 4 heute
  2. ORF-G § 4 gültig ab 01.01.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2023
  3. ORF-G § 4 gültig von 09.09.2023 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2023
  4. ORF-G § 4 gültig von 24.12.2020 bis 08.09.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 150/2020
  5. ORF-G § 4 gültig von 01.10.2010 bis 23.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2010
  6. ORF-G § 4 gültig von 01.01.2002 bis 30.09.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2001
  7. ORF-G § 4 gültig von 06.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 1/1999
  8. ORF-G § 4 gültig von 29.09.1984 bis 05.01.1999
  1. ORF-G § 10 heute
  2. ORF-G § 10 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 150/2020
  3. ORF-G § 10 gültig von 01.10.2010 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2010
  4. ORF-G § 10 gültig von 01.01.2002 bis 30.09.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2001
  5. ORF-G § 10 gültig von 29.09.1984 bis 31.12.2001
  1. ORF-G § 36 heute
  2. ORF-G § 36 gültig ab 24.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2026
  3. ORF-G § 36 gültig von 01.01.2024 bis 23.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2023
  4. ORF-G § 36 gültig von 01.01.2021 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 150/2020
  5. ORF-G § 36 gültig von 01.08.2014 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/2014
  6. ORF-G § 36 gültig von 01.10.2010 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2010
  7. ORF-G § 36 gültig von 01.08.2004 bis 30.09.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2004
  8. ORF-G § 36 gültig von 01.01.2002 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2001
  9. ORF-G § 36 gültig von 01.04.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2001
  10. ORF-G § 36 gültig von 30.12.2000 bis 31.03.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  11. ORF-G § 36 gültig von 01.01.1999 bis 29.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 1/1999
  1. ORF-G § 37 heute
  2. ORF-G § 37 gültig ab 01.10.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2010
  3. ORF-G § 37 gültig von 01.01.2002 bis 30.09.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 83/2001

Leitsatz

Der ORF hat am 16.05.2010 keine Vertreterin bzw. keinen Vertreter der F. zur Sendung "Im Zentrum" in ORF 2 eingeladen, obwohl solche Einladungen an alle anderen im Nationalrat vertretenen Parteien ergangen sind. Dadurch hat der ORF gegen das Objektivitätsgebot des ORF-Gesetzes verstoßen. Die Auswahl des Kreises der Teilnehmer/innen der Sendung lässt eine sachliche Begründung vermissen. Wenngleich sich aus der Spruchpraxis des BKS ergibt, dass der ORF nicht verpflichtet ist, jede Diskussion zu einem tagespolitisch aktuellen Thema als parteipolitische Diskussion zu führen, verpflichten das Objektivitätsgebot und der Grundsatz der Unparteilichkeit den ORF zu einer sachlichen Abgrenzung des Diskutant/inn/en-kreises im konkreten Einzelfall.

Die Rechtfertigung, wonach die Redaktion bei der Einladung lediglich nach thematisch-sachlichen Kriterien und ohne Blick auf deren Zurechenbarkeit zu im Nationalrat vertretenen Parteien vorgegangen sei, vermag schon deshalb nicht zu überzeugen, da die in der gegenständlichen Sendung ausgestrahlten Einblendungen zu den Diskussionsteilnehmer/inne/n Dr. F.V., Dr. U.P., Univ.-Prof. Dr. A.B. und J.B. jeweils Hinweise auf die jeweilige Parteizugehörigkeit bzw. -zurechenbarkeit enthielten. Eine sachliche Rechtfertigung dafür, in dieser Situation eine einzige der im Nationalrat vertretenen Parteien, nämlich die Beschwerdeführerin, nicht zu dieser Diskussion einzuladen, ist im Zusammenhang mit der hier zu beurteilenden Sendung nicht ersichtlich.

Zuletzt aktualisiert am

27.10.2010
Quelle: Bundeskommunikationssenat BKS, https://www.ris.bka.gv.at/Bks
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