RS Umse 2000/11/6 US 3/2000/10-12

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 06.11.2000
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Index

83/01

Norm

UVP-G 1993 §3 Abs6
UVP-G 1993 Anhang 1 Z4
UVP-G 2000 §46 Abs9
UVP-RL 85/337/EWG i.d.F. 97/11/EG
  1. UVP-G 2000 § 46 heute
  2. UVP-G 2000 § 46 gültig ab 24.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2025
  3. UVP-G 2000 § 46 gültig von 23.03.2023 bis 23.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2023
  4. UVP-G 2000 § 46 gültig von 01.12.2018 bis 22.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2018
  5. UVP-G 2000 § 46 gültig von 26.04.2017 bis 30.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2017
  6. UVP-G 2000 § 46 gültig von 24.02.2016 bis 25.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2016
  7. UVP-G 2000 § 46 gültig von 13.03.2014 bis 23.02.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2014
  8. UVP-G 2000 § 46 gültig von 18.06.2013 bis 12.03.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2013
  9. UVP-G 2000 § 46 gültig von 03.08.2012 bis 17.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2012
  10. UVP-G 2000 § 46 gültig von 06.06.2012 bis 02.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  11. UVP-G 2000 § 46 gültig von 29.12.2011 bis 05.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2011
  12. UVP-G 2000 § 46 gültig von 19.08.2009 bis 28.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2009
  13. UVP-G 2000 § 46 gültig von 01.01.2008 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  14. UVP-G 2000 § 46 gültig von 01.04.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2005
  15. UVP-G 2000 § 46 gültig von 31.12.2004 bis 31.03.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  16. UVP-G 2000 § 46 gültig von 30.03.2002 bis 30.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2002
  17. UVP-G 2000 § 46 gültig von 22.12.2001 bis 29.03.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2001
  18. UVP-G 2000 § 46 gültig von 11.08.2001 bis 21.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2001
  19. UVP-G 2000 § 46 gültig von 11.08.2000 bis 10.08.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2000
  20. UVP-G 2000 § 46 gültig von 31.12.1996 bis 10.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 773/1996
  21. UVP-G 2000 § 46 gültig von 01.07.1994 bis 30.12.1996

Rechtssatz

1. Eine Anlage zur Sortierung und Aufbereitung liegt vor, wenn die in der Anlagenbeschreibung vorkommenden Verfahrensschritte (wie Zerkleinern, Trennen, Sieben, Filtern, Magnetabscheidung, Beschleuniger) und die Stoffe, die aus dem Stoffgemisch des Abfalls gewonnen werden (wie Brennstoffe, Eisen, Nicht-Eisen-Metalle, Zellstoff, Kupfer, kompostierbares Material, Reststoffe, Kunststoff) typisch für eine Sortierung und Aufbereitung sind. Hierbei ist es unerheblich, auf welche Art die Sortierung und Aufbereitung (mechanisch, physikalisch, chemisch, biologisch, usw.) erfolgt. Es ist der Zweck der Behandlung (Sortierung oder Aufbereitung) und nicht die Art der Behandlung entscheidend.

2. UVP-pflichtig nach Anhang I der UVP-Richtlinie ist nur die chemische, nicht jedoch die physikalische Behandlung.2. UVP-pflichtig nach Anhang römisch eins der UVP-Richtlinie ist nur die chemische, nicht jedoch die physikalische Behandlung.

3. Auf Grund der bereits ständigen Rechtsprechung des EuGH ist davon auszugehen, dass der Anhang II der UVP-Richtlinie eine ausreichende Unbedingtheit und inhaltliche Bestimmtheit aufweist, sodass bei einer mangelnden Umsetzung des Anhanges II die UVP-Richtlinie auf Vorhaben, die in Anhang II aufgezählt sind, unmittelbar anzuwenden ist.3. Auf Grund der bereits ständigen Rechtsprechung des EuGH ist davon auszugehen, dass der Anhang römisch zwei der UVP-Richtlinie eine ausreichende Unbedingtheit und inhaltliche Bestimmtheit aufweist, sodass bei einer mangelnden Umsetzung des Anhanges römisch zwei die UVP-Richtlinie auf Vorhaben, die in Anhang römisch zwei aufgezählt sind, unmittelbar anzuwenden ist.

4. Bei der Prüfung des Tatbestandsmerkmales des Bestehens einer gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtung zur Durchführung einer UVP im Rahmen der Übergangsbestimmung des § 46 Abs. 9 UVP-G 2000 ist zu prüfen, ob die UVP-Richtlinie durch Festlegung von Schwellenwerten und Kriterien im UVP-G 1993 ausreichend, d.h. im Rahmen des Ermessensspielraumes, umgesetzt wurde. Ist dies der Fall, hat keine weitere individuelle Prüfung zu erfolgen.4. Bei der Prüfung des Tatbestandsmerkmales des Bestehens einer gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtung zur Durchführung einer UVP im Rahmen der Übergangsbestimmung des Paragraph 46, Absatz 9, UVP-G 2000 ist zu prüfen, ob die UVP-Richtlinie durch Festlegung von Schwellenwerten und Kriterien im UVP-G 1993 ausreichend, d.h. im Rahmen des Ermessensspielraumes, umgesetzt wurde. Ist dies der Fall, hat keine weitere individuelle Prüfung zu erfolgen.

5. Die vom UVP-G 1993 getroffene Abgrenzung seines Anwendungsbereiches im Bereich der Abfallbehandlungsanlagen durch die Festlegung von Schwellenwerten und die Ausnahme von Sortierungs- und Aufbereitungsanlagen ist sachlich nachvollziehbar und führt nicht zu einer Überschreitung des Ermessensspielraumes.

Schlagworte

Abfallbehandlungsanlagen, sonstige; Anlagen zur Sortierung und Aufbereitung von nicht gefährlichen Abfällen; UVP-Richtlinie, Anwendung, direkte; Übergangsbestimmungen, gemeinschaftsrechtliche Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung, Abfallbehandlungsanlagen;

Zuletzt aktualisiert am

13.01.2014
Quelle: Umweltsenat UMSE, https://www.ris.bka.gv.at/Umse
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