RS Umse 2004/11/12 US 1B/2004/7-26

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 12.11.2004
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Index

83/01

Norm

UVP-G 2000 §9 Abs1
UVP-G 2000 §17
AVG §13 Abs3
AVG §14
AVG §15
AVG §53
AWG 2002 §47
AVV §9
POP-V 850/2004/EG
  1. UVP-G 2000 § 9 heute
  2. UVP-G 2000 § 9 gültig ab 23.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2023
  3. UVP-G 2000 § 9 gültig von 01.12.2018 bis 22.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2018
  4. UVP-G 2000 § 9 gültig von 26.04.2017 bis 30.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2017
  5. UVP-G 2000 § 9 gültig von 19.08.2009 bis 25.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2009
  6. UVP-G 2000 § 9 gültig von 01.01.2005 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  7. UVP-G 2000 § 9 gültig von 11.08.2000 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2000
  8. UVP-G 2000 § 9 gültig von 01.07.1994 bis 10.08.2000
  1. UVP-G 2000 § 17 heute
  2. UVP-G 2000 § 17 gültig ab 23.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2023
  3. UVP-G 2000 § 17 gültig von 01.12.2018 bis 22.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2018
  4. UVP-G 2000 § 17 gültig von 26.04.2017 bis 30.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2017
  5. UVP-G 2000 § 17 gültig von 03.08.2012 bis 25.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2012
  6. UVP-G 2000 § 17 gültig von 19.08.2009 bis 02.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2009
  7. UVP-G 2000 § 17 gültig von 12.08.2006 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 149/2006
  8. UVP-G 2000 § 17 gültig von 01.01.2005 bis 11.08.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  9. UVP-G 2000 § 17 gültig von 11.08.2000 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2000
  10. UVP-G 2000 § 17 gültig von 01.01.1997 bis 10.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 773/1996
  11. UVP-G 2000 § 17 gültig von 01.07.1994 bis 31.12.1996
  1. AVG § 13 heute
  2. AVG § 13 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 13 gültig von 01.01.2012 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 13 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. AVG § 13 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 13 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  7. AVG § 13 gültig von 01.03.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  8. AVG § 13 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  9. AVG § 13 gültig von 01.01.2002 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  10. AVG § 13 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  11. AVG § 13 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 14 heute
  2. AVG § 14 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  3. AVG § 14 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  4. AVG § 14 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  5. AVG § 14 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 14 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 53 heute
  2. AVG § 53 gültig ab 01.09.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2025
  3. AVG § 53 gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 53 gültig von 26.03.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. AVG § 53 gültig von 01.02.1991 bis 25.03.2009
  1. AWG 2002 § 47 heute
  2. AWG 2002 § 47 gültig ab 11.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 200/2021
  3. AWG 2002 § 47 gültig von 01.08.2019 bis 10.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2019
  4. AWG 2002 § 47 gültig von 21.06.2013 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2013
  5. AWG 2002 § 47 gültig von 16.02.2011 bis 20.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/2011
  6. AWG 2002 § 47 gültig von 10.04.2008 bis 15.02.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 54/2008
  7. AWG 2002 § 47 gültig von 02.11.2002 bis 09.04.2008
  1. AVV § 9 gültig von 12.07.2013 bis 31.12.2024 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 118/2024
  2. AVV § 9 gültig von 24.05.2013 bis 11.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 135/2013
  3. AVV § 9 gültig von 01.11.2007 bis 23.05.2013 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 296/2007
  4. AVV § 9 gültig von 01.11.2002 bis 31.10.2007

Rechtssatz

1. Die Behörde hat bei der Beurteilung der Genehmigungsfähigkeit eines Vorhabens

zwar von der Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt ihrer Entscheidung auszugehen,

aber, wenn bereits konkrete Anhaltspunkte vorliegen, dass es in absehbarer Zeit

zu einer Änderung der örtlichen Verhältnisse kommen wird und die Behörde in der Lage ist, sich über die Auswirkungen dieser Änderungen ein hinlängliches Bild zu

machen, auf derartige Entwicklungen bei der Entscheidung Bedacht zu nehmen;

nicht konkret absehbare Entwicklungen haben jedoch außer Betracht

zu bleiben

(VwSlg 11.477 A/1984).

2. Parteien haben kein subjektives Recht, Verwaltungsorgane wegen Befangenheit

abzulehnen. Setzt ein befangenes Organ eine Amtshandlung, stellt dies eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens dar, die allenfalls in der Berufung gegen einen Bescheid, wenn sich gegen diesen sachliche Bedenken ergeben, geltend gemacht

werden kann (VwGH 95/06/0227, 91/05/0004). Die Befangenheit eines Verwaltungsorganes kann nur dann mit Erfolg eingewendet werden, wenn sich

sachliche Bedenken gegen die Erledigung dieses Verwaltungsorganes ergeben.

3. Wird die Umweltverträglichkeitserklärung im Berufungsverfahren ergänzt, so

ist diese Ergänzung jedenfalls dann nicht gemäß § 9 Abs. 1 UVP-G 2000 öffentlichist diese Ergänzung jedenfalls dann nicht gemäß Paragraph 9, Absatz eins, UVP-G 2000 öffentlich

aufzulegen, wenn das Vorhaben dadurch keine Änderung erfährt und

das

erforderliche Parteiengehör gewahrt wird.

4. Gemäß Artikel 6 Abs. 3 Verordnung (EG) Nr. 850/2004 des Europäischen4. Gemäß Artikel 6 Absatz 3, Verordnung (EG) Nr. 850 aus 2004, des Europäischen

Parlamentes und des Rates über persistente organische Schadstoffe

(POP-Verordnung) haben die Mitgliedsstaaten bei Prüfung von Anträgen zum Bau neuer

Anlagen oder zur wesentlichen Änderung bestehender Anlagen, bei denen Prozesse

zum Einsatz kommen, in deren Rahmen in Anhang III aufgelistete Stoffezum Einsatz kommen, in deren Rahmen in Anhang römisch drei aufgelistete Stoffe

freigesetzt werden, vorrangig alternative Prozesse, Methoden oder Verfahren zu

berücksichtigen, die einen ähnlichen Nutzen aufweisen, bei denen jedoch die Bildung und Freisetzung der in Anhang III aufgelisteten Stoffe vermieden wird. § 6 Abs. 3 der Verordnung fordert demnach eine Alternativenprüfung, die über dieberücksichtigen, die einen ähnlichen Nutzen aufweisen, bei denen jedoch die Bildung und Freisetzung der in Anhang römisch drei aufgelisteten Stoffe vermieden wird. Paragraph 6, Absatz 3, der Verordnung fordert demnach eine Alternativenprüfung, die über die

dazu bisher bestehenden Erfordernisse hinausgeht. Im konkreten Fall kann der Umweltsenat auf Grund von gutachterlichen Stellungnahmen feststellen, dass im Zuge einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlung in Kombination mit der

erforderlichen nachfolgenden thermischen Abfallbehandlung die Bildung und Freisetzung der im Anhang III der POP-Verordnung angeführten Stoffe nichterforderlichen nachfolgenden thermischen Abfallbehandlung die Bildung und Freisetzung der im Anhang römisch drei der POP-Verordnung angeführten Stoffe nicht

vermieden werden kann.

Schlagworte

Alternativenprüfung; Befangenheit, Sachverständige; Genehmigungsvoraussetzungen, Berücksichtigung absehbarer Entwicklungen; Genehmigungsvoraussetzungen, Immissionsminimierungsgebot; Immissionsgrenzwerte, Einhaltung, Schwellenwertkonzept; Niederschrift, Einwendungen, Rechtzeitigkeit; Niederschrift, Inhalt; Umweltverträglichkeitserklärung, Ergänzung, öffentliche Auflage; Verbesserungsauftrag;

Zuletzt aktualisiert am

06.02.2012
Quelle: Umweltsenat UMSE, https://www.ris.bka.gv.at/Umse
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