RS Umse 2006/10/13 US 8B/2006/14-10

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.10.2006
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Index

83/01

Norm

UVP-G 2000 §3 Abs7
UVP-G 2000 §3a Abs3
UVP-G 2000 §46 Abs18
UVP-G 2000 Anhang 1 Z17
AVG §38
ForstG 1975 §5
ForstG 1975 §18 Abs1
  1. UVP-G 2000 § 3 heute
  2. UVP-G 2000 § 3 gültig ab 24.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2025
  3. UVP-G 2000 § 3 gültig von 23.03.2023 bis 23.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2023
  4. UVP-G 2000 § 3 gültig von 01.12.2018 bis 22.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2018
  5. UVP-G 2000 § 3 gültig von 26.04.2017 bis 30.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2017
  6. UVP-G 2000 § 3 gültig von 24.02.2016 bis 25.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2016
  7. UVP-G 2000 § 3 gültig von 01.01.2014 bis 23.02.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2013
  8. UVP-G 2000 § 3 gültig von 03.08.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2012
  9. UVP-G 2000 § 3 gültig von 19.08.2009 bis 02.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2009
  10. UVP-G 2000 § 3 gültig von 01.04.2005 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2005
  11. UVP-G 2000 § 3 gültig von 01.01.2005 bis 31.03.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  12. UVP-G 2000 § 3 gültig von 11.08.2000 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2000
  13. UVP-G 2000 § 3 gültig von 01.07.1994 bis 10.08.2000
  1. UVP-G 2000 § 3a heute
  2. UVP-G 2000 § 3a gültig ab 01.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2018
  3. UVP-G 2000 § 3a gültig von 26.04.2017 bis 30.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2017
  4. UVP-G 2000 § 3a gültig von 18.06.2013 bis 25.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2013
  5. UVP-G 2000 § 3a gültig von 03.08.2012 bis 17.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2012
  6. UVP-G 2000 § 3a gültig von 19.08.2009 bis 02.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2009
  7. UVP-G 2000 § 3a gültig von 01.01.2005 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  8. UVP-G 2000 § 3a gültig von 11.08.2000 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2000
  1. UVP-G 2000 § 46 heute
  2. UVP-G 2000 § 46 gültig ab 24.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2025
  3. UVP-G 2000 § 46 gültig von 23.03.2023 bis 23.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2023
  4. UVP-G 2000 § 46 gültig von 01.12.2018 bis 22.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2018
  5. UVP-G 2000 § 46 gültig von 26.04.2017 bis 30.11.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2017
  6. UVP-G 2000 § 46 gültig von 24.02.2016 bis 25.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2016
  7. UVP-G 2000 § 46 gültig von 13.03.2014 bis 23.02.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2014
  8. UVP-G 2000 § 46 gültig von 18.06.2013 bis 12.03.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2013
  9. UVP-G 2000 § 46 gültig von 03.08.2012 bis 17.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2012
  10. UVP-G 2000 § 46 gültig von 06.06.2012 bis 02.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  11. UVP-G 2000 § 46 gültig von 29.12.2011 bis 05.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2011
  12. UVP-G 2000 § 46 gültig von 19.08.2009 bis 28.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2009
  13. UVP-G 2000 § 46 gültig von 01.01.2008 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  14. UVP-G 2000 § 46 gültig von 01.04.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2005
  15. UVP-G 2000 § 46 gültig von 31.12.2004 bis 31.03.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  16. UVP-G 2000 § 46 gültig von 30.03.2002 bis 30.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2002
  17. UVP-G 2000 § 46 gültig von 22.12.2001 bis 29.03.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2001
  18. UVP-G 2000 § 46 gültig von 11.08.2001 bis 21.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2001
  19. UVP-G 2000 § 46 gültig von 11.08.2000 bis 10.08.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2000
  20. UVP-G 2000 § 46 gültig von 31.12.1996 bis 10.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 773/1996
  21. UVP-G 2000 § 46 gültig von 01.07.1994 bis 30.12.1996

Rechtssatz

1. Ein Vorhaben, das mangels Vorliegens sämtlicher dafür erforderlicher

Bewilligungen noch nicht durchgeführt werden darf, ist als neues Vorhaben und

nicht als Änderung eines bestehenden Vorhabens zu werten und insgesamt der Umweltverträglichkeitsprüfung zu unterziehen, sofern dies nicht

durch

Übergangsbestimmungen ausgeschlossen wird.

2. Durch die Bewilligung lediglich einer Rodung, wenn auch mit dem Rodungszweck

der Errichtung eines Golfplatzes, wird die Errichtung einer Golfplatzanlage noch

nicht insgesamt genehmigt. Es fehlt eine Reihe weiterer Bewilligungen (zB. nach

Naturschutzrecht, Baurecht, Wasserrecht …), ohne die das Vorhaben nicht

verwirklicht werden darf. Daher besteht im vorliegenden Fall nicht die

Berechtigung, eine Anlage, die dem Vorhabenstypus „Golfplatz“ zu unterstellen

wäre, in die Realität umzusetzen; somit handelt es sich um kein bestehendes und

damit einer Änderung zugängliches Vorhaben i. S. des § 3a UVP-G 2000.damit einer Änderung zugängliches Vorhaben i. S. des Paragraph 3 a, UVP-G 2000.

3. Eine Auflage im Rodungsverfahren, dass die technische Rodung erst dann

begonnen werden darf, wenn sämtliche für die Realisierung des Projektes

„Golfplatz“ notwendigen behördlichen Bewilligungen vorliegen, ist rechtmäßig.

4. Unter „technischer Rodung“ ist die faktische Seite der Rodung zu verstehen,

nämlich die Summe jener Handlungen, die gesetzt werden, um

Waldboden in dessen

neue Zweckbindung zu transformieren.

5. Es entspricht einem allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass niemand ein Recht

daraus ableiten kann, dass er rechtswidrig handelt bzw. indem er sich auf

eigenes rechtswidriges Verhalten beruft. Somit kann sich der Antragsteller nicht

darauf berufen, dass er das Erlöschen der Rodungsbewilligung verhindert habe,

indem er entgegen einer anderen Bedingung des Bescheides

Rodungshandlungen

gesetzt hat.

6. Die zu lösende Hauptfrage im Waldfeststellungsverfahren gem. § 5 ForstG 19756. Die zu lösende Hauptfrage im Waldfeststellungsverfahren gem. Paragraph 5, ForstG 1975

ist, ob es sich bei einer Grundfläche um Wald handelt. Die Gültigkeit einer Rodungsbewilligung ist somit nicht die zu lösende Hauptfrage. Die Frage nach dem Erlöschen der Rodungsbewilligung ist somit für die Forstbehörde im Verfahren

gem. § 5 Forstgesetz 1975 gleichermaßen Vorfrage wie im UVP-Feststellungsverfahren gem. § 3 Abs. 7 UVP-G 2000 für die UVP-Behörde. Dagem. Paragraph 5, Forstgesetz 1975 gleichermaßen Vorfrage wie im UVP-Feststellungsverfahren gem. Paragraph 3, Absatz 7, UVP-G 2000 für die UVP-Behörde. Da

insoweit also kein Verhältnis Hauptfrage – Vorfrage vorliegt, ist es den

verschiedenen Behörden nicht verwehrt, dieselbe Vorfrage jeweils selbst zu

beurteilen und auch anders zu entscheiden. Eine bereits erfolgte Vorfragenbeurteilung durch die eine Behörde entfaltet keine Bindungswirkung für

die andere.

7. Auch wenn man ein vor Inkrafttreten der Übergangsbestimmung des § 46 Abs. 18 Z 4 UVP-G 2000 eingeleitetes und abgeschlossenes Verfahren als die Privilegierung der Nichtanwendung des UVP-G begründend beurteilen wollte, so7. Auch wenn man ein vor Inkrafttreten der Übergangsbestimmung des Paragraph 46, Absatz 18, Ziffer 4, UVP-G 2000 eingeleitetes und abgeschlossenes Verfahren als die Privilegierung der Nichtanwendung des UVP-G begründend beurteilen wollte, so

geht diese Rechtswohltat im Fall des Erlöschens der Bewilligung in gleicher

Weise wieder verloren wie durch Zurückziehung oder Ab- bzw. Zurückweisung eines

verfahrenseinleitenden Antrages.

8. Die Frage der Anwendung von Übergangsbestimmungen stellt sich nur und immer

dann, wenn noch nicht sämtliche materiengesetzlichen Genehmigungen rechtskräftig

und unvernichtbar erteilt wurden.

Schlagworte

Änderung, Vorhaben, bestehendes; Rodung, Nebenbestimmung, Bindung an andere behördliche Bewilligungen; Rodung, technische Rodung; Vorfrage, Bindung der UVP- Behörde; Vorfrage, Rodungsbewilligung, Erlöschen; Übergangsbestimmungen, Genehmigungsverfahren, eingeleitetes

Zuletzt aktualisiert am

08.06.2009
Quelle: Umweltsenat UMSE, https://www.ris.bka.gv.at/Umse
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