RS Verg 1996/9/24 F-16/96-3

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.09.1996
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Norm

AVG §9
AVG §13 Abs3
BVergG 1993 §92 Abs1
KO §3 Abs1
  1. AVG § 13 heute
  2. AVG § 13 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 13 gültig von 01.01.2012 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 13 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. AVG § 13 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 13 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  7. AVG § 13 gültig von 01.03.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  8. AVG § 13 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  9. AVG § 13 gültig von 01.01.2002 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  10. AVG § 13 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  11. AVG § 13 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Da einen Antragsteller im Nachprüfungsverfahren vor dem Bundesvergabeamt Kostenersatzpflichten (§ 76 AVG) bzw Schadenersatzpflichten (§ 59 Abs 1 BVergG) treffen können, und § 3 Abs 1 KO bestimmt, dass Rechtshandlungen des Gemeinschuldners nach der Konkurseröffnung, welche die Konkursmasse betreffen, den Konkursgläubigern gegenüber unwirksam sind, kann eine Gesellschaft, über die der Konkurs eröffnet wurde, aufgrund der Beschränkung ihrer Handlungsfähigkeit durch eigenes Handeln keinen Antrag auf Durchführung eines Nachprüfungsverfahrens einbringen. Dabei handelt es sich nicht um ein verbesserungsfähiges Formgebrechen gemäß § 13 Abs. 3 AVG. Mangelt es einem Gesellschafter einer Bietergemeinschaft in Form der GesbR kann der Antrag auf Nachprüfung auch nicht von den übrigen Gesellschaftern aufrecht erhalten werden, da antragslegitimierter "Unternehmer" iSd 3 92 Abs 1 BVergG nur die Bietergemeinschaft sein kann.Da einen Antragsteller im Nachprüfungsverfahren vor dem Bundesvergabeamt Kostenersatzpflichten (Paragraph 76, AVG) bzw Schadenersatzpflichten (Paragraph 59, Absatz eins, BVergG) treffen können, und Paragraph 3, Absatz eins, KO bestimmt, dass Rechtshandlungen des Gemeinschuldners nach der Konkurseröffnung, welche die Konkursmasse betreffen, den Konkursgläubigern gegenüber unwirksam sind, kann eine Gesellschaft, über die der Konkurs eröffnet wurde, aufgrund der Beschränkung ihrer Handlungsfähigkeit durch eigenes Handeln keinen Antrag auf Durchführung eines Nachprüfungsverfahrens einbringen. Dabei handelt es sich nicht um ein verbesserungsfähiges Formgebrechen gemäß Paragraph 13, Absatz 3, AVG. Mangelt es einem Gesellschafter einer Bietergemeinschaft in Form der GesbR kann der Antrag auf Nachprüfung auch nicht von den übrigen Gesellschaftern aufrecht erhalten werden, da antragslegitimierter "Unternehmer" iSd 3 92 Absatz eins, BVergG nur die Bietergemeinschaft sein kann.

Entscheidungstexte

  • F-16/96-3
    Entscheidungstext Bundesvergabeamt Bescheid 24.09.1996 F-16/96-3

Veröffentlichungen

wbl 1997, 134 (LS)

Schlagworte

Nachprüfungsverfahren, antragslegitimierter Unternehmer, Parteifähigkeit, Prozessfähigkeit, Konkurseröffnung, Bietergemeinschaft, GesbR;

Dokumentnummer

VERGR_19960924_F_16_96_3_01
Quelle: Vergabekontrollbehörden Verg, https://www.ris.bka.gv.at/Verg
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