Norm
Art2a Abs2 4.UA RL89/665/EWG idF RL2007/66/EGRechtssatz
Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ist die
Unterlassung der Begründung der Zuschlagsentscheidung für den
Ausgang des Vergabeverfahrens im Sinne des § 325 Abs 1 Z 2 BVergG
2006 schon dann wesentlich, wenn die Einbringung eines begründeten
Nachprüfungsantrages dadurch erschwert oder behindert wird, was –
wie die Erläuterungen (RV 1171 BlgNR XXII. GP, 85 ff) anführen – in
der Regel anzunehmen ist. (VwGH 22. 4. 2009, 2009/04/0081, 0085,
bbl 2009/195 = JusGuide 2009/27/1045 [VwGH] = RdW 2009/522 =
RPA 2009, 244 [Papst] = ZVB 2009/87 [G. Gruber/Eisner]; ihm folgend
zB BVA 19. 8. 2009, N/0071-BVA/13/2009-29, bbl 2010/34 =
RdW 2009/676 = RPA 2009, 314 [Etlinger] = ZVB 2010/7 [T. Gruber];
BVA 10. 2. 2010, N/0119-BVA/04/2009-31, Lieferung betreffend Tarnschminke, RPA 2010, 145 [Etlinger]; UVS Steiermark 17. 8. 2010, 443.8-5/2010). Wie oben dargestellt ist diese Rechtsprechung auf die Vergabe nicht prioritärer Dienstleistungen insofern übertragbar, als der Zweck der Mitteilung der Gründe für die Zuschlagsentscheidung – die Überprüfung der Zuschlagsentscheidung und die Vorbereitung eines Nachprüfungsantrags unter Vermeidung einer Verkürzung der zur Verfügung stehenden Frist - geschützt werden soll.
Entscheidungstexte
Schlagworte
Wesentlichkeit für den Ausgang des Vergabeverfahrens; Begründungspflicht der Zuschlagsentscheidung; Nichtprioritäre Dienstleistung;Zuletzt aktualisiert am
20.05.2011