RS Verg 2011/3/16 N/0011-BVA/10/2011-40

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 16.03.2011
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Norm

Art2a Abs2 4.UA RL89/665/EWG idF RL2007/66/EG
BVergG 2006 §325 Abs1 Z2

Rechtssatz

Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ist die

Unterlassung der Begründung der Zuschlagsentscheidung für den

Ausgang des Vergabeverfahrens im Sinne des § 325 Abs 1 Z 2 BVergG

2006 schon dann wesentlich, wenn die Einbringung eines begründeten

Nachprüfungsantrages dadurch erschwert oder behindert wird, was –

wie die Erläuterungen (RV 1171 BlgNR XXII. GP, 85 ff) anführen – in

der Regel anzunehmen ist. (VwGH 22. 4. 2009, 2009/04/0081, 0085,

bbl 2009/195 = JusGuide 2009/27/1045 [VwGH] = RdW 2009/522 =

RPA 2009, 244 [Papst] = ZVB 2009/87 [G. Gruber/Eisner]; ihm folgend

zB BVA 19. 8. 2009, N/0071-BVA/13/2009-29, bbl 2010/34 =

RdW 2009/676 = RPA 2009, 314 [Etlinger] = ZVB 2010/7 [T. Gruber];

BVA 10. 2. 2010, N/0119-BVA/04/2009-31, Lieferung betreffend Tarnschminke, RPA 2010, 145 [Etlinger]; UVS Steiermark 17. 8. 2010, 443.8-5/2010). Wie oben dargestellt ist diese Rechtsprechung auf die Vergabe nicht prioritärer Dienstleistungen insofern übertragbar, als der Zweck der Mitteilung der Gründe für die Zuschlagsentscheidung – die Überprüfung der Zuschlagsentscheidung und die Vorbereitung eines Nachprüfungsantrags unter Vermeidung einer Verkürzung der zur Verfügung stehenden Frist - geschützt werden soll.

Entscheidungstexte

Schlagworte

Wesentlichkeit für den Ausgang des Vergabeverfahrens; Begründungspflicht der Zuschlagsentscheidung; Nichtprioritäre Dienstleistung;

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2011
Quelle: Vergabekontrollbehörden Verg, https://www.ris.bka.gv.at/Verg
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