RS Vwgh 2008/11/21 2008/02/0203

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 21.11.2008
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof
19/05 Menschenrechte
24/01 Strafgesetzbuch
25/01 Strafprozess
60/02 Arbeitnehmerschutz

Norm

ASchG 1994;
MRKZP 07te Art4 Abs1;
StGB §88 Abs1;
StPO 1975 §90 Abs1;
VwGG §42 Abs2 Z1;
VwRallg;
  1. StGB § 88 heute
  2. StGB § 88 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 88 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 88 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  5. StGB § 88 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  6. StGB § 88 gültig von 01.07.2006 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 56/2006
  7. StGB § 88 gültig von 01.03.2005 bis 30.06.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 152/2004
  8. StGB § 88 gültig von 01.01.2002 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  9. StGB § 88 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2001
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Die Zurücklegung einer Anzeige gemäß § 90 Abs. 1 StPO führt noch nicht dazu, dass eine Verfolgung einer Verwaltungsübertretung aus dem Grunde des Art. 4 Abs 1 des 7 Zusatzprotokolles zur Menschenrechtskonvention ausgeschlossen ist. (Hier: In einem Verfahren betreffend Übertretung arbeitnehmerschutzrechtlicher Bestimmungen hob der UVS dieses Straferkenntnis mit dem angefochtenen Bescheid auf und verfügte die Einstellung des Verfahrens gemäß § 45 Abs 1 Z 1 VStG. Begründet wurde dies damit, dass die Verhängung einer Verwaltungsstrafe zu einer unzulässigen Doppelbestrafung des Mitbeteiligten führen würde, weil die gegen diesen wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung nach § 88 Abs. 1 StGB erhobene Anzeige vom Bezirksanwalt beim BG gemäß § 90 Abs. 1 StPO zurückgelegt worden sei.)Die Zurücklegung einer Anzeige gemäß Paragraph 90, Absatz eins, StPO führt noch nicht dazu, dass eine Verfolgung einer Verwaltungsübertretung aus dem Grunde des Artikel 4, Absatz eins, des 7 Zusatzprotokolles zur Menschenrechtskonvention ausgeschlossen ist. (Hier: In einem Verfahren betreffend Übertretung arbeitnehmerschutzrechtlicher Bestimmungen hob der UVS dieses Straferkenntnis mit dem angefochtenen Bescheid auf und verfügte die Einstellung des Verfahrens gemäß Paragraph 45, Absatz eins, Ziffer eins, VStG. Begründet wurde dies damit, dass die Verhängung einer Verwaltungsstrafe zu einer unzulässigen Doppelbestrafung des Mitbeteiligten führen würde, weil die gegen diesen wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung nach Paragraph 88, Absatz eins, StGB erhobene Anzeige vom Bezirksanwalt beim BG gemäß Paragraph 90, Absatz eins, StPO zurückgelegt worden sei.)

Schlagworte

Individuelle Normen und Parteienrechte Bindung der Verwaltungsbehörden an gerichtliche Entscheidungen VwRallg9/4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2008:2008020203.X01

Im RIS seit

25.12.2008

Zuletzt aktualisiert am

03.12.2009
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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