RS Vwgh 2009/2/24 2008/06/0210

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.02.2009
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Index

L37156 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Steiermark
L82000 Bauordnung
L82006 Bauordnung Steiermark
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §8;
BauG Stmk 1995 §13 Abs8;
BauG Stmk 1995 §13 Abs9;
BauRallg;
B-VG Art130 Abs2;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Die belangte Behörde ist erkennbar davon ausgegangen, dass es für die Bewilligungsfähigkeit des Vorhabens aus dem Gesichtspunkt der Abstandsvorschriften lediglich auf die im § 13 Abs. 8 zweiter Fall Stmk. BauG genannten (vereinfacht gesagt, im Wesentlichen schönheitlichen) Kriterien ankomme (lediglich beschränkt durch § 13 Abs. 9 Stmk. BauG). § 13 Abs. 8 leg. cit. nennt (nunmehr) drei alternative Fallkonstellationen (der dritte Fall wurde durch die Novelle LGBl. Nr. 27/2008 eingefügt), in denen eine solche "Abstandsnachsicht" in Betracht kommt. Darüber hinaus hat die Baubehörde bei der Ausübung ihres Ermessens alle nach dem Stmk. BauG in Betracht kommenden, insbesondere auch die negativen Auswirkungen einer solchen "Abstandsnachsicht" zu prüfen und zu beurteilen, nicht zuletzt auch betreffend die Liegenschaft des Nachbarn. Dabei ist die Verhältnismäßigkeit des dadurch bewirkten Eigentumseingriffes für den Nachbarn zu den verfolgten öffentlichen Interessen zu beurteilen. Der Nachbar, zu dessen Nachteil eine solche "Abstandsnachsicht" erfolgen soll, hat einen Rechtsanspruch auf gesetzmäßige Ausübung des Ermessens.Die belangte Behörde ist erkennbar davon ausgegangen, dass es für die Bewilligungsfähigkeit des Vorhabens aus dem Gesichtspunkt der Abstandsvorschriften lediglich auf die im Paragraph 13, Absatz 8, zweiter Fall Stmk. BauG genannten (vereinfacht gesagt, im Wesentlichen schönheitlichen) Kriterien ankomme (lediglich beschränkt durch Paragraph 13, Absatz 9, Stmk. BauG). Paragraph 13, Absatz 8, leg. cit. nennt (nunmehr) drei alternative Fallkonstellationen (der dritte Fall wurde durch die Novelle Landesgesetzblatt Nr. 27 aus 2008, eingefügt), in denen eine solche "Abstandsnachsicht" in Betracht kommt. Darüber hinaus hat die Baubehörde bei der Ausübung ihres Ermessens alle nach dem Stmk. BauG in Betracht kommenden, insbesondere auch die negativen Auswirkungen einer solchen "Abstandsnachsicht" zu prüfen und zu beurteilen, nicht zuletzt auch betreffend die Liegenschaft des Nachbarn. Dabei ist die Verhältnismäßigkeit des dadurch bewirkten Eigentumseingriffes für den Nachbarn zu den verfolgten öffentlichen Interessen zu beurteilen. Der Nachbar, zu dessen Nachteil eine solche "Abstandsnachsicht" erfolgen soll, hat einen Rechtsanspruch auf gesetzmäßige Ausübung des Ermessens.

Schlagworte

Ermessen besondere Rechtsgebiete Nachbarrecht Nachbar Anrainer Grundnachbar subjektiv-öffentliche Rechte, Abstandsvorschriften BauRallg5/1/1 Baurecht Nachbar

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2008060210.X01

Im RIS seit

16.03.2009

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2013
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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