RS Vwgh 2009/5/15 2009/09/0027

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 15.05.2009
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §10 Abs1;
AVG §14 Abs2 Z2;
AVG §17;
VStG §31 Abs1;
VStG §31 Abs2;
VStG §32 Abs2;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. AVG § 10 heute
  2. AVG § 10 gültig ab 01.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  3. AVG § 10 gültig von 01.01.2012 bis 31.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 10 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  5. AVG § 10 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. AVG § 10 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 14 heute
  2. AVG § 14 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  3. AVG § 14 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  4. AVG § 14 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  5. AVG § 14 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 14 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 17 heute
  2. AVG § 17 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 17 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  4. AVG § 17 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  5. AVG § 17 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  6. AVG § 17 gültig von 01.02.1991 bis 19.04.2002
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VStG § 32 heute
  2. VStG § 32 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 32 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 32 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VStG § 32 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Es stellt eine Verfolgungshandlung iSd § 32 Abs. 2 VStG dar, wenn die Anzeige dem für den für einen bestimmten Tag geladenen Bf erschienenen Vertreter des Bf im Wege der Akteneinsicht durch die erstinstanzliche Behörde zur Kenntnis gebracht wird (Hinweis E 13. Dezember 2000, 2000/03/0294). Es liegt keine die Verfolgungsverjährung unterbrechende Akteneinsicht vor, wenn die Protokollierung der Akteneinsicht auf unverständliche Art erfolgt. Ein unverständlicher Vermerk über eine Akteneinsicht, (der auch nicht der Bestimmung des § 14 Abs. 2 Z. 2 AVG entspricht), kann nicht als eine die Verfolgungsverjährung unterbrechende Akteneinsicht gewertet werden. Die Verfolgung des Bf war sohin gemäß § 31 Abs 1 VStG unzulässig. (Hier: Dem Stempelvordruck am Ladungsbescheid ist eindeutig lesbar zu entnehmen, der Name des Bf, in der Rubrik "an", die Berufung auf eine iSd § 10 Abs. 1 AVG erteilte Vollmacht, die Tatsache, dass Akteneinsicht genommen wurde und der Vermerk "Stellungnahme innerhalb von 3 Wochen". Die in der Zeile "vertreten durch" befindliche Unterschrift ist hinsichtlich des Nachnamens nicht lesbar. Es ist nicht zu ersehen, wer der Vertreter des Bf, der Akteneinsicht genommen hat, gewesen ist. Im Übrigen entspricht der lesbare Vorname nicht dem Vornamen des Vertreters des Bf im gegenständlichen Verfahren. Sollte der die Akteneinsicht Nehmende aber der Bf selbst gewesen sein, so stünden die Textteile "vertreten durch" und "auf erteilteEs stellt eine Verfolgungshandlung iSd Paragraph 32, Absatz 2, VStG dar, wenn die Anzeige dem für den für einen bestimmten Tag geladenen Bf erschienenen Vertreter des Bf im Wege der Akteneinsicht durch die erstinstanzliche Behörde zur Kenntnis gebracht wird (Hinweis E 13. Dezember 2000, 2000/03/0294). Es liegt keine die Verfolgungsverjährung unterbrechende Akteneinsicht vor, wenn die Protokollierung der Akteneinsicht auf unverständliche Art erfolgt. Ein unverständlicher Vermerk über eine Akteneinsicht, (der auch nicht der Bestimmung des Paragraph 14, Absatz 2, Ziffer 2, AVG entspricht), kann nicht als eine die Verfolgungsverjährung unterbrechende Akteneinsicht gewertet werden. Die Verfolgung des Bf war sohin gemäß Paragraph 31, Absatz eins, VStG unzulässig. (Hier: Dem Stempelvordruck am Ladungsbescheid ist eindeutig lesbar zu entnehmen, der Name des Bf, in der Rubrik "an", die Berufung auf eine iSd Paragraph 10, Absatz eins, AVG erteilte Vollmacht, die Tatsache, dass Akteneinsicht genommen wurde und der Vermerk "Stellungnahme innerhalb von 3 Wochen". Die in der Zeile "vertreten durch" befindliche Unterschrift ist hinsichtlich des Nachnamens nicht lesbar. Es ist nicht zu ersehen, wer der Vertreter des Bf, der Akteneinsicht genommen hat, gewesen ist. Im Übrigen entspricht der lesbare Vorname nicht dem Vornamen des Vertreters des Bf im gegenständlichen Verfahren. Sollte der die Akteneinsicht Nehmende aber der Bf selbst gewesen sein, so stünden die Textteile "vertreten durch" und "auf erteilte

Vollmacht ... berufen" damit im unlösbaren Widerspruch.)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2009090027.X01

Im RIS seit

18.06.2009

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2013
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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