RS Vwgh 2009/5/28 2006/15/0360

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 28.05.2009
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Index

21/02 Aktienrecht
32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

AktG 1965 §98 Abs1;
EStG 1988 §19;
EStG 1988 §22 Z2;
  1. EStG 1988 § 19 heute
  2. EStG 1988 § 19 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  3. EStG 1988 § 19 gültig von 01.07.2022 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2021
  4. EStG 1988 § 19 gültig von 08.12.2011 bis 30.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2011
  5. EStG 1988 § 19 gültig von 02.08.2011 bis 07.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2011
  6. EStG 1988 § 19 gültig von 29.12.2007 bis 01.08.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2007
  7. EStG 1988 § 19 gültig von 31.12.2005 bis 28.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2005
  8. EStG 1988 § 19 gültig von 30.12.2000 bis 30.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  9. EStG 1988 § 19 gültig von 30.07.1988 bis 29.12.2000
  1. EStG 1988 § 22 heute
  2. EStG 1988 § 22 gültig ab 22.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  3. EStG 1988 § 22 gültig von 01.09.2022 bis 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  4. EStG 1988 § 22 gültig von 20.07.2022 bis 31.08.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  5. EStG 1988 § 22 gültig von 30.10.2019 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2019
  6. EStG 1988 § 22 gültig von 01.01.2018 bis 29.10.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2017
  7. EStG 1988 § 22 gültig von 31.12.2016 bis 31.12.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2016
  8. EStG 1988 § 22 gültig von 01.05.1996 bis 30.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 201/1996
  9. EStG 1988 § 22 gültig von 01.01.1993 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 99/1992
  10. EStG 1988 § 22 gültig von 30.07.1988 bis 31.12.1992

Rechtssatz

Die Vereinbarungen des Abgabepflichtigen, eines Dienstnehmers der C GmbH und der F GmbH & Co KG, mit seinem jeweiligen Dienstgeber, wonach die Aufsichtsratsentschädigungen des genannten Dienstnehmers aus den Tätigkeiten in mehreren AG dem Dienstgeber zustehen, stellen Verfügungen des Dienstnehmers über seine ihm in der Zukunft zufließenden Einnahmen dar. Derartige Vorwegverfügungen ändern an der Zurechnung der Einkünfte an den Dienstnehmer jedenfalls nichts (vgl. Tanzer, ÖStZ 2009, S 123 ff). Erfolgt auf der Grundlage einer Vorwegverfügung die Zahlung an einen Dritten, schließt dies einen Zufluss i.S.d. § 19 EStG beim Verfügenden nicht aus (vgl. Doralt, EStG10, § 19 Tz 21, und Quantschnigg/Schuch, Einkommensteuerhandbuch, § 19 Tz 11, jeweils mit Hinweisen auf die hg. Rechtsprechung). Im gegenständlichen Fall hat keine Rechtsbeziehung zwischen der C GmbH oder der F GmbH & Co KG (der Dienstnehmer ist nicht Gesellschafter dieser KG) einerseits und den Gesellschaften, in denen der Dienstnehmer als Aufsichtsrat tätig war, bestanden. Nach den Feststellungen der Abgabenbehörde haben nicht einmal wirtschaftliche oder gesellschaftsrechtliche Verbindungen zwischen diesen Gesellschaften bestanden. Bei dieser Sachlage ist jedenfalls von vornherein ausgeschlossen, dass die in Rede stehenden Vergütungen der Gesellschaften, deren Aufsichtsrat der Dienstnehmer angehörte, zu Einkünften der C GmbH oder der (Gesellschafter der) F GmbH & Co KG geführt haben.Die Vereinbarungen des Abgabepflichtigen, eines Dienstnehmers der C GmbH und der F GmbH & Co KG, mit seinem jeweiligen Dienstgeber, wonach die Aufsichtsratsentschädigungen des genannten Dienstnehmers aus den Tätigkeiten in mehreren AG dem Dienstgeber zustehen, stellen Verfügungen des Dienstnehmers über seine ihm in der Zukunft zufließenden Einnahmen dar. Derartige Vorwegverfügungen ändern an der Zurechnung der Einkünfte an den Dienstnehmer jedenfalls nichts vergleiche Tanzer, ÖStZ 2009, S 123 ff). Erfolgt auf der Grundlage einer Vorwegverfügung die Zahlung an einen Dritten, schließt dies einen Zufluss i.S.d. Paragraph 19, EStG beim Verfügenden nicht aus vergleiche Doralt, EStG10, Paragraph 19, Tz 21, und Quantschnigg/Schuch, Einkommensteuerhandbuch, Paragraph 19, Tz 11, jeweils mit Hinweisen auf die hg. Rechtsprechung). Im gegenständlichen Fall hat keine Rechtsbeziehung zwischen der C GmbH oder der F GmbH & Co KG (der Dienstnehmer ist nicht Gesellschafter dieser KG) einerseits und den Gesellschaften, in denen der Dienstnehmer als Aufsichtsrat tätig war, bestanden. Nach den Feststellungen der Abgabenbehörde haben nicht einmal wirtschaftliche oder gesellschaftsrechtliche Verbindungen zwischen diesen Gesellschaften bestanden. Bei dieser Sachlage ist jedenfalls von vornherein ausgeschlossen, dass die in Rede stehenden Vergütungen der Gesellschaften, deren Aufsichtsrat der Dienstnehmer angehörte, zu Einkünften der C GmbH oder der (Gesellschafter der) F GmbH & Co KG geführt haben.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2006150360.X02

Im RIS seit

07.07.2009

Zuletzt aktualisiert am

19.12.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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