RS Vwgh 2009/6/18 2008/22/0618

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Veröffentlicht am 18.06.2009
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof
18 Kundmachungswesen
29/09 Auslieferung Rechtshilfe in Strafsachen
40/01 Verwaltungsverfahren
49/08 Amtshilfe Zustellung von Schriftstücken

Norm

BGBlG 2004 §5 Abs1 Z1;
RHStRÜbk Eur Geltungsbereich;
RHStRÜbk Eur;
VwGG §42 Abs2 Z1;
VwRallg;
ZustG §10;
ZustG §11 Abs1;
ZustG §9 Abs2;
ZustVwÜbk Eur;
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. ZustG § 10 heute
  2. ZustG § 10 gültig ab 13.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2017
  3. ZustG § 10 gültig von 01.03.2013 bis 12.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. ZustG § 10 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. ZustG § 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. ZustG § 10 gültig von 01.03.1983 bis 31.12.1998
  1. ZustG § 11 heute
  2. ZustG § 11 gültig ab 01.03.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2017
  3. ZustG § 11 gültig von 01.03.2013 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. ZustG § 11 gültig von 01.01.2002 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  5. ZustG § 11 gültig von 01.03.1983 bis 31.12.2001
  1. ZustG § 9 heute
  2. ZustG § 9 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  3. ZustG § 9 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  4. ZustG § 9 gültig von 01.01.1999 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. ZustG § 9 gültig von 01.03.1983 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Es liegt kein Ermessensmissbrauch vor, wenn dem Mitbeteiligten, der seinen ständigen Wohnsitz in Tschechien hat, gemäß § 10 ZustG aufgetragen wurde, einen Zustellbevollmächtigten namhaft zu machen, zumal im Zeitpunkt der Entscheidung der belangten Behörde (19. September 2006) der Beitritt der Tschechischen Republik zum Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union noch nicht kundgemacht war (BGBl. III Nr. 28/2008; vgl. § 5 Abs. 1 Z 1 des Bundesgesetzblattgesetzes, BGBl. I Nr. 100/2003), und darüber hinaus Tschechien weder das Europäische Übereinkommen über die Zustellung von Schriftstücken in Verwaltungssachen im Ausland, BGBl. Nr. 67/1983, unterzeichnet hat, noch ein bilaterales Rechtshilfeabkommen der Republik Österreich mit der Tschechischen Republik in Verwaltungssachen, insbesondere in Verwaltungsstrafangelegenheiten, besteht (Hinweis E vom 29. Februar 2008, 2007/02/0315). Diese Beurteilung steht somit nicht im Widerspruch zur Anordnung des § 9 Abs. 2 ZustG derzufolge bei der Erteilung einer Zustellungsvollmacht an einen EWR-Bürger vom Erfordernis des Hauptwohnsitzes im Inland abgesehen wird, sofern die Zustellungen durch Staatsverträge mit dem Vertragsstaat des Wohnsitzes des Zustellungsbevollmächtigten oder auf andere Weise sichergestellt sind.Es liegt kein Ermessensmissbrauch vor, wenn dem Mitbeteiligten, der seinen ständigen Wohnsitz in Tschechien hat, gemäß Paragraph 10, ZustG aufgetragen wurde, einen Zustellbevollmächtigten namhaft zu machen, zumal im Zeitpunkt der Entscheidung der belangten Behörde (19. September 2006) der Beitritt der Tschechischen Republik zum Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union noch nicht kundgemacht war Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 28 aus 2008,; vergleiche Paragraph 5, Absatz eins, Ziffer eins, des Bundesgesetzblattgesetzes, Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 100 aus 2003,), und darüber hinaus Tschechien weder das Europäische Übereinkommen über die Zustellung von Schriftstücken in Verwaltungssachen im Ausland, Bundesgesetzblatt Nr. 67 aus 1983,, unterzeichnet hat, noch ein bilaterales Rechtshilfeabkommen der Republik Österreich mit der Tschechischen Republik in Verwaltungssachen, insbesondere in Verwaltungsstrafangelegenheiten, besteht (Hinweis E vom 29. Februar 2008, 2007/02/0315). Diese Beurteilung steht somit nicht im Widerspruch zur Anordnung des Paragraph 9, Absatz 2, ZustG derzufolge bei der Erteilung einer Zustellungsvollmacht an einen EWR-Bürger vom Erfordernis des Hauptwohnsitzes im Inland abgesehen wird, sofern die Zustellungen durch Staatsverträge mit dem Vertragsstaat des Wohnsitzes des Zustellungsbevollmächtigten oder auf andere Weise sichergestellt sind.

Schlagworte

Verwaltungsrecht Internationales Rechtsbeziehungen zum Ausland VwRallg12 Besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2008220618.X01

Im RIS seit

24.07.2009

Zuletzt aktualisiert am

30.09.2009
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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