RS Vwgh 2009/7/8 2007/21/0022

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 08.07.2009
beobachten
merken

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §3 Abs1;
AsylG 2005 §8 Abs1 Z1;
AVG §71 Abs1;
AVG §71 Abs6;
AVG §71;
FrPolG 2005 §76 Abs1;
FrPolG 2005 §76 Abs6;
VwGG §30 Abs2;
  1. AsylG 2005 § 8 heute
  2. AsylG 2005 § 8 gültig ab 01.03.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/2025
  3. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.11.2017 bis 28.02.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  5. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  6. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  7. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2009
  1. AVG § 71 heute
  2. AVG § 71 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. AVG § 71 gültig von 01.01.2014 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 71 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 71 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 71 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 71 heute
  2. AVG § 71 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. AVG § 71 gültig von 01.01.2014 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 71 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 71 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 71 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 71 heute
  2. AVG § 71 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. AVG § 71 gültig von 01.01.2014 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 71 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 71 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 71 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 30 heute
  2. VwGG § 30 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 30 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  4. VwGG § 30 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 30 gültig von 01.08.2004 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  6. VwGG § 30 gültig von 05.01.1985 bis 31.07.2004

Rechtssatz

Ist dem Antrag, dem Wiedereinsetzungsantrag (gegen die Versäumung der Berufungsfrist betreffend einen den Antrag auf internationalen Schutz abweisenden Bescheid mit dem der Status der Asylberechtigung nicht zuerkannt wurde) aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, Folge zu geben (Hinweis E 3. Juli 2003, 2002/20/0078), dann darf die Behörde dies im Rahmen der Beurteilung der Verhältnismäßigkeit der Anhaltung in Schubhaft nach § 76 Abs. 1 FrPolG 2005 berücksichtigen (Hinweis E 18. Dezember 2008, 2008/21/0582). Wird dem Antrag des Fremden auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung Folge gegeben, dann ist sein Status bis zur Entscheidung über den Wiedereinsetzungsantrag so zu betrachten, als ob die (bis dahin formell rechtskräftige) erstinstanzliche Entscheidung des Bundesasylamtes ihre Rechtswirkungen nicht entfalten könnte und er sohin bis zum Abschluss des Wiedereinsetzungsverfahrens sich wieder in jener Position befunden hätte, in der er sich zuvor befunden hat. Er wird demnach als Asylwerber, dessen Asylverfahren zugelassen wurde, und der über ein Aufenthaltsrecht nach dem AsylG 2005 verfügt, gelten. Schubhaft käme dann nicht in Betracht, zumal eine analoge Anwendung des § 76 Abs 6 erster Satz FrPolG 2005 auf eine derartige Konstellation ausscheidet (Hinweis E 18. Dezember 2008, 2008/21/0582).Ist dem Antrag, dem Wiedereinsetzungsantrag (gegen die Versäumung der Berufungsfrist betreffend einen den Antrag auf internationalen Schutz abweisenden Bescheid mit dem der Status der Asylberechtigung nicht zuerkannt wurde) aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, Folge zu geben (Hinweis E 3. Juli 2003, 2002/20/0078), dann darf die Behörde dies im Rahmen der Beurteilung der Verhältnismäßigkeit der Anhaltung in Schubhaft nach Paragraph 76, Absatz eins, FrPolG 2005 berücksichtigen (Hinweis E 18. Dezember 2008, 2008/21/0582). Wird dem Antrag des Fremden auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung Folge gegeben, dann ist sein Status bis zur Entscheidung über den Wiedereinsetzungsantrag so zu betrachten, als ob die (bis dahin formell rechtskräftige) erstinstanzliche Entscheidung des Bundesasylamtes ihre Rechtswirkungen nicht entfalten könnte und er sohin bis zum Abschluss des Wiedereinsetzungsverfahrens sich wieder in jener Position befunden hätte, in der er sich zuvor befunden hat. Er wird demnach als Asylwerber, dessen Asylverfahren zugelassen wurde, und der über ein Aufenthaltsrecht nach dem AsylG 2005 verfügt, gelten. Schubhaft käme dann nicht in Betracht, zumal eine analoge Anwendung des Paragraph 76, Absatz 6, erster Satz FrPolG 2005 auf eine derartige Konstellation ausscheidet (Hinweis E 18. Dezember 2008, 2008/21/0582).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2007210022.X02

Im RIS seit

18.08.2009

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2011
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten