RS Vwgh 2009/9/10 2009/12/0004

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 10.09.2009
beobachten
merken

Index

20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz
63/02 Gehaltsgesetz

Norm

ABGB §863;
BDG 1979 §49 Abs1 idF 2000/I/142;
GehG 1956 §16 Abs1 idF 2000/I/142;
  1. ABGB § 863 heute
  2. ABGB § 863 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. BDG 1979 § 49 heute
  2. BDG 1979 § 49 gültig ab 30.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 205/2022
  3. BDG 1979 § 49 gültig von 23.12.2018 bis 29.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2018
  4. BDG 1979 § 49 gültig von 18.06.2015 bis 22.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2015
  5. BDG 1979 § 49 gültig von 01.01.2008 bis 17.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2007
  6. BDG 1979 § 49 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2003
  7. BDG 1979 § 49 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2002
  8. BDG 1979 § 49 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  9. BDG 1979 § 49 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  10. BDG 1979 § 49 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  11. BDG 1979 § 49 gültig von 01.01.1993 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 873/1992
  12. BDG 1979 § 49 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1992

Rechtssatz

Steht ein Gleitzeitdienstplan in Geltung, der dem Beamten erlaubt, Normalarbeitszeit zwischen 06.30 Uhr und 22.00 Uhr zu erbringen, ist der Dienstvorgesetzte nicht gehalten, den Beamten, wenn er ihn bei Arbeiten im Haus noch nach 17.00 Uhr antrifft, zu fragen, warum er sich noch immer in den Amtsräumen aufhalte. Es besteht in diesem Fall kein Grund zur Annahme, der Beamte leiste (nach 17.00 Uhr bereits) Überstunden. Für diesen wiederum ist - unter Berücksichtigung des nach § 863 ABGB für die Annahme konkludenter Willenserklärungen anzulegenden strengen Maßstabes - kein tauglicher Grund ersichtlich, wonach er aus der Untätigkeit eines Vorgesetzten rechtliche Rückschlüsse (im Sinne der von ihm gewollten Anordnung von Überstunden) ziehen dürfte.Steht ein Gleitzeitdienstplan in Geltung, der dem Beamten erlaubt, Normalarbeitszeit zwischen 06.30 Uhr und 22.00 Uhr zu erbringen, ist der Dienstvorgesetzte nicht gehalten, den Beamten, wenn er ihn bei Arbeiten im Haus noch nach 17.00 Uhr antrifft, zu fragen, warum er sich noch immer in den Amtsräumen aufhalte. Es besteht in diesem Fall kein Grund zur Annahme, der Beamte leiste (nach 17.00 Uhr bereits) Überstunden. Für diesen wiederum ist - unter Berücksichtigung des nach Paragraph 863, ABGB für die Annahme konkludenter Willenserklärungen anzulegenden strengen Maßstabes - kein tauglicher Grund ersichtlich, wonach er aus der Untätigkeit eines Vorgesetzten rechtliche Rückschlüsse (im Sinne der von ihm gewollten Anordnung von Überstunden) ziehen dürfte.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2009120004.X04

Im RIS seit

11.10.2009

Zuletzt aktualisiert am

07.12.2011
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten