RS Vwgh 2009/10/21 2009/06/0182

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 21.10.2009
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Index

L37156 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Steiermark
L82000 Bauordnung
L82006 Bauordnung Steiermark
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §8;
BauG Stmk 1995 §19 Abs5;
BauG Stmk 1995 §5;
BauG Stmk 1995 §65 Abs1;
BauRallg;
B-VG Art10 Abs1 Z10;
  1. B-VG Art. 10 heute
  2. B-VG Art. 10 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  4. B-VG Art. 10 gültig von 01.08.2016 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2016
  5. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  6. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  7. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  8. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  9. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.2012 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  10. B-VG Art. 10 gültig von 01.04.2012 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  11. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2012 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2011
  12. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  13. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2008 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  14. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2005
  15. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  16. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  17. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  18. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  19. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1994 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  20. B-VG Art. 10 gültig von 31.07.1993 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  21. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.1993 bis 30.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  22. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.1993 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  23. B-VG Art. 10 gültig von 06.06.1992 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  24. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1990 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 445/1990
  25. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  26. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  27. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 175/1983
  28. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  29. B-VG Art. 10 gültig von 29.05.1974 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 287/1974
  30. B-VG Art. 10 gültig von 22.01.1969 bis 28.05.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 27/1969
  31. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1961 bis 21.01.1969 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 148/1960
  32. B-VG Art. 10 gültig von 17.12.1958 bis 31.12.1960 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 271/1958
  33. B-VG Art. 10 gültig von 31.12.1954 bis 16.12.1958 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 8/1955
  34. B-VG Art. 10 gültig von 19.12.1945 bis 30.12.1954 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  35. B-VG Art. 10 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2009/06/0163 E 21. Oktober 2009 RS 2

Stammrechtssatz

Der mit der Novelle LGBl. Nr. 78/2003 angefügte dritte Satz des § 65 Abs. 1 Stmk. BauG 1995 ist im Zusammenhang mit der ebenfalls durch diese Novelle geänderten Bestimmung des § 19 Z 5 Stmk. BauG 1995 zu sehen. Nach den Erläuterungen zu dieser Novelle (wiedergegeben beispielsweise in Hauer/Trippl, Stmk. Baurecht, 4. Auflage, Seite 199) ging es dabei darum, dass Veränderungen des natürlichen Geländes im Bauland oftmals Nachbarbeeinträchtigungen durch eine damit verbundene Änderung der Oberflächenwässer-Abflussverhältnisse bewirkten, ohne dass der Baubehörde ein geeignetes Instrumentarium zur Verhinderung derartiger unzumutbarer Beeinträchtigungen zur Verfügung stehe; Ziel der Novelle war, diesem Problem zu begegnen (damit korrespondiert die Bestimmung des § 65 Abs. 1 dritter Satz leg. cit.). Allerdings ist weder dem § 65 Abs. 1 Stmk. BauG 1995 noch diesen Erläuterungen zur Novelle zu entnehmen, dass § 65 Abs. 1 dritter Satz leg. cit. über den Gesichtspunkt einer durch die Geländeveränderung bewirkte Änderung der Abflussverhältnisse der Oberflächenwässer hinaus auch einen Nachbarschutz im Katastrophenfall, nämlich bei einem Hochwasser, bewirken sollte. Vielmehr steht der Nachbarin im Bauverfahren, auch wenn sie sich auf Geländerveränderungen (Absenkung des Geländes) beruft, kein subjektiv-öffentliches Nachbarrecht zur Abwehr von Hochwassergefahren zu; die genannte Novelle bietet keinen Anlass, von der bisherigen Rechtsprechung, wie im hg. E vom 26. Jänner 2006, 2002/06/0205, dargestellt (siehe zuletzt auch das hg. E vom 27. Jänner 2009, 2005/06/0082), abzurücken. Dabei ist auch darauf zu verweisen, dass das Stmk. BauG 1995 den Hochwasserschutz zwar berücksichtigen kann (so im Zusammenhang mit der Bauplatzeignung in seinem § 5, die von Amts wegen wahrzunehmen ist), es aber in die Kompetenz des Bundesgesetzgebers im Rahmen der Sachmaterie "Wasserrecht" gemäß Art. 10 Abs. 1 Z. 10 B-VG fällt, Regelungen zum Schutz vor Hochwasser zu treffen (Wasserrechtsgesetz).Der mit der Novelle Landesgesetzblatt Nr. 78 aus 2003, angefügte dritte Satz des Paragraph 65, Absatz eins, Stmk. BauG 1995 ist im Zusammenhang mit der ebenfalls durch diese Novelle geänderten Bestimmung des Paragraph 19, Ziffer 5, Stmk. BauG 1995 zu sehen. Nach den Erläuterungen zu dieser Novelle (wiedergegeben beispielsweise in Hauer/Trippl, Stmk. Baurecht, 4. Auflage, Seite 199) ging es dabei darum, dass Veränderungen des natürlichen Geländes im Bauland oftmals Nachbarbeeinträchtigungen durch eine damit verbundene Änderung der Oberflächenwässer-Abflussverhältnisse bewirkten, ohne dass der Baubehörde ein geeignetes Instrumentarium zur Verhinderung derartiger unzumutbarer Beeinträchtigungen zur Verfügung stehe; Ziel der Novelle war, diesem Problem zu begegnen (damit korrespondiert die Bestimmung des Paragraph 65, Absatz eins, dritter Satz leg. cit.). Allerdings ist weder dem Paragraph 65, Absatz eins, Stmk. BauG 1995 noch diesen Erläuterungen zur Novelle zu entnehmen, dass Paragraph 65, Absatz eins, dritter Satz leg. cit. über den Gesichtspunkt einer durch die Geländeveränderung bewirkte Änderung der Abflussverhältnisse der Oberflächenwässer hinaus auch einen Nachbarschutz im Katastrophenfall, nämlich bei einem Hochwasser, bewirken sollte. Vielmehr steht der Nachbarin im Bauverfahren, auch wenn sie sich auf Geländerveränderungen (Absenkung des Geländes) beruft, kein subjektiv-öffentliches Nachbarrecht zur Abwehr von Hochwassergefahren zu; die genannte Novelle bietet keinen Anlass, von der bisherigen Rechtsprechung, wie im hg. E vom 26. Jänner 2006, 2002/06/0205, dargestellt (siehe zuletzt auch das hg. E vom 27. Jänner 2009, 2005/06/0082), abzurücken. Dabei ist auch darauf zu verweisen, dass das Stmk. BauG 1995 den Hochwasserschutz zwar berücksichtigen kann (so im Zusammenhang mit der Bauplatzeignung in seinem Paragraph 5,, die von Amts wegen wahrzunehmen ist), es aber in die Kompetenz des Bundesgesetzgebers im Rahmen der Sachmaterie "Wasserrecht" gemäß Artikel 10, Absatz eins, Ziffer 10, B-VG fällt, Regelungen zum Schutz vor Hochwasser zu treffen (Wasserrechtsgesetz).

Schlagworte

Nachbarrecht Nachbar Anrainer Grundnachbar subjektiv-öffentliche Rechte, Vorschriften, die keine subjektiv-öffentliche Rechte begründen BauRallg5/1/9 Baurecht Nachbar

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2009060182.X02

Im RIS seit

26.11.2009

Zuletzt aktualisiert am

06.10.2011
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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