RS Vwgh 2009/10/21 2008/06/0013

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 21.10.2009
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
25/02 Strafvollzug
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §56;
AVG §8;
StVG §10 Abs1 Z2;
StVG §119;
StVG §134 Abs1;
StVG §22 Abs3;
StVG §9 Abs1;
VwRallg;
  1. StVG § 10 heute
  2. StVG § 10 gültig ab 25.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  3. StVG § 10 gültig von 01.07.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2015
  4. StVG § 10 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2013
  5. StVG § 10 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2013
  6. StVG § 10 gültig von 18.06.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. StVG § 10 gültig von 01.01.2007 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2006
  8. StVG § 10 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 424/1974
  1. StVG § 134 heute
  2. StVG § 134 gültig ab 25.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  3. StVG § 134 gültig von 01.07.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2015
  4. StVG § 134 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2009
  5. StVG § 134 gültig von 18.06.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  6. StVG § 134 gültig von 01.01.2007 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2006
  7. StVG § 134 gültig von 01.01.1970 bis 31.12.2006
  1. StVG § 22 heute
  2. StVG § 22 gültig ab 18.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  3. StVG § 22 gültig von 10.04.1999 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  4. StVG § 22 gültig von 01.01.1994 bis 09.04.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 799/1993
  5. StVG § 22 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 424/1974
  1. StVG § 9 heute
  2. StVG § 9 gültig ab 25.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  3. StVG § 9 gültig von 01.01.2013 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2013
  4. StVG § 9 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  5. StVG § 9 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2000
  6. StVG § 9 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 424/1974

Rechtssatz

Der Verwaltungsgerichtshof hat im Zusammenhang mit Ansuchen von Strafgefangenen auf Strafvollzugsortsänderung bzw. gegen vorgenommene Strafvollzugsortsänderungen ausgesprochen (Hinweis E vom 12. September 1996, 95/20/0750), dass ein Strafgefangener, für den die Strafvollzugsanstalt gemäß § 9 Abs. 1 i.V.m. § 134 Abs. 1 StVG bestimmt wurde, und der aus dem Grunde des § 10 Abs. 1 Z. 2 StVG eine Änderung des Vollzugsortes und somit der Klassifizierung begehrt, in einer aus dem Gesetz ableitbaren Weise ein subjektives Recht geltend macht. In dem Fall aber, dass mit einem Ansuchen gemäß § 119 StVG ein dem Gesetz entnehmbares subjektives Recht verfolgt wird, ist von der zuständigen Behörde, wie dies der Verwaltungsgerichtshof im Zusammenhang mit der Klassifizierung und deren Änderung im hg. E vom 4. Juli 1980, VwSlg 10198 A/1980, vertreten hat, in einschränkender Interpretation des § 22 Abs. 3 StVG eine bescheidmäßige, auf Verlangen schriftlich auszufertigende Erledigung solcher Ansuchen zu fordern. Im vorliegenden Fall erfolgte die Strafvollzugsortänderung nicht auf Antrag des Strafgefangenen, sondern von Amts wegen. Es geht nicht um ein Ansuchen gemäß § 119 StVG gegen die vorgenommene Strafvollzugsortänderung. Im Falle eines solchen amtswegigen Verfahrens kann nicht vom Vorliegen eines subjektiven Rechtes des Strafgefangenen ausgegangen werden.Der Verwaltungsgerichtshof hat im Zusammenhang mit Ansuchen von Strafgefangenen auf Strafvollzugsortsänderung bzw. gegen vorgenommene Strafvollzugsortsänderungen ausgesprochen (Hinweis E vom 12. September 1996, 95/20/0750), dass ein Strafgefangener, für den die Strafvollzugsanstalt gemäß Paragraph 9, Absatz eins, i.V.m. Paragraph 134, Absatz eins, StVG bestimmt wurde, und der aus dem Grunde des Paragraph 10, Absatz eins, Ziffer 2, StVG eine Änderung des Vollzugsortes und somit der Klassifizierung begehrt, in einer aus dem Gesetz ableitbaren Weise ein subjektives Recht geltend macht. In dem Fall aber, dass mit einem Ansuchen gemäß Paragraph 119, StVG ein dem Gesetz entnehmbares subjektives Recht verfolgt wird, ist von der zuständigen Behörde, wie dies der Verwaltungsgerichtshof im Zusammenhang mit der Klassifizierung und deren Änderung im hg. E vom 4. Juli 1980, VwSlg 10198 A/1980, vertreten hat, in einschränkender Interpretation des Paragraph 22, Absatz 3, StVG eine bescheidmäßige, auf Verlangen schriftlich auszufertigende Erledigung solcher Ansuchen zu fordern. Im vorliegenden Fall erfolgte die Strafvollzugsortänderung nicht auf Antrag des Strafgefangenen, sondern von Amts wegen. Es geht nicht um ein Ansuchen gemäß Paragraph 119, StVG gegen die vorgenommene Strafvollzugsortänderung. Im Falle eines solchen amtswegigen Verfahrens kann nicht vom Vorliegen eines subjektiven Rechtes des Strafgefangenen ausgegangen werden.

Schlagworte

Bescheidbegriff Mangelnder Bescheidcharakter Besondere Rechtsgebiete Justiz Justizverwaltung Parteibegriff - Parteienrechte Allgemein diverse Interessen Rechtspersönlichkeit Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2008060013.X01

Im RIS seit

22.01.2010

Zuletzt aktualisiert am

25.01.2010
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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