RS Vwgh 2009/12/17 2008/06/0050

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 17.12.2009
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Index

L80007 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan Tirol
001 Verwaltungsrecht allgemein
50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1994 §111 Abs2;
GewO 1994 §94 Z26;
ROG Tir 1994 §15 Abs2;
ROG Tir 2006 §12 Abs1 lita;
VwRallg;
  1. GewO 1994 § 111 heute
  2. GewO 1994 § 111 gültig ab 18.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2017
  3. GewO 1994 § 111 gültig von 01.08.2013 bis 17.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/2013
  4. GewO 1994 § 111 gültig von 29.05.2013 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2013
  5. GewO 1994 § 111 gültig von 27.02.2008 bis 28.05.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2008
  6. GewO 1994 § 111 gültig von 01.08.2002 bis 26.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2002
  7. GewO 1994 § 111 gültig von 01.07.1997 bis 31.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  8. GewO 1994 § 111 gültig von 19.03.1994 bis 30.06.1997
  1. GewO 1994 § 94 heute
  2. GewO 1994 § 94 gültig ab 17.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2017
  3. GewO 1994 § 94 gültig von 29.03.2016 bis 16.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2015
  4. GewO 1994 § 94 gültig von 28.12.2013 bis 28.03.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 212/2013
  5. GewO 1994 § 94 gültig von 14.09.2012 bis 27.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2012
  6. GewO 1994 § 94 gültig von 01.09.2012 bis 13.09.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2011
  7. GewO 1994 § 94 gültig von 19.08.2010 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 66/2010
  8. GewO 1994 § 94 gültig von 01.01.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2009
  9. GewO 1994 § 94 gültig von 27.02.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2008
  10. GewO 1994 § 94 gültig von 01.01.2007 bis 26.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2006
  11. GewO 1994 § 94 gültig von 15.01.2005 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2004
  12. GewO 1994 § 94 gültig von 01.08.2002 bis 14.01.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2002
  13. GewO 1994 § 94 gültig von 01.07.1997 bis 31.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  14. GewO 1994 § 94 gültig von 01.07.1996 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/1997
  15. GewO 1994 § 94 gültig von 19.03.1994 bis 30.06.1996

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2008/06/0142

Rechtssatz

Den Erläuternden Bemerkungen zum Entwurf eines Tir ROG 1994, S 48 f, ist zu entnehmen, es sei "selbstverständlich", dass "Gastgewerbebetriebe zur Beherbergung von Gästen, Privatzimmer, sowie Kur- und Erholungsheime, die von öffentlichen Einrichtungen, von Einrichtungen der freien Jugendwohlfahrt oder von Betrieben erhalten werden", nicht als Freizeitwohnsitze gälten. Die Errichtung von "Gastgewerbebetrieben zur Beherbergung von Gästen" unterliege im Bereich der überörtlichen Raumordnung besonderen Beschränkungen und sei aus überörtlicher Sicht hinreichend steuerbar, und es sei nicht mehr von Belang, "ob im Rahmen eines derartigen Gastgewerbebetriebes die Betten in herkömmlichen Zimmern angeboten werden oder ob dies in Form von Appartements geschieht und ob diese Betten weiters in einem Gebäude oder nach der Art eines Feriendorfes in mehreren Gebäuden untergebracht werden". Wenn der Bf nun eine Auslegung des § 12 Abs. 1 lit. a Tir ROG 2006 dahingehend vorschlägt, dass nicht der GewO 1994 zu subsumierende Beherbergungsformen, die auch nicht in § 111 Abs. 2 GewO 1994 genannt seien, nach § 12 Abs. 1 lit. a Tir ROG 2006 vom Begriff des Freizeitwohnsitzes ausgenommen wären, so kann dem angesichts der klar aus den Erläuterungen des Gesetzes hervorgehenden Absicht der Möglichkeit einer planenden Steuerung nicht gefolgt werden.Den Erläuternden Bemerkungen zum Entwurf eines Tir ROG 1994, S 48 f, ist zu entnehmen, es sei "selbstverständlich", dass "Gastgewerbebetriebe zur Beherbergung von Gästen, Privatzimmer, sowie Kur- und Erholungsheime, die von öffentlichen Einrichtungen, von Einrichtungen der freien Jugendwohlfahrt oder von Betrieben erhalten werden", nicht als Freizeitwohnsitze gälten. Die Errichtung von "Gastgewerbebetrieben zur Beherbergung von Gästen" unterliege im Bereich der überörtlichen Raumordnung besonderen Beschränkungen und sei aus überörtlicher Sicht hinreichend steuerbar, und es sei nicht mehr von Belang, "ob im Rahmen eines derartigen Gastgewerbebetriebes die Betten in herkömmlichen Zimmern angeboten werden oder ob dies in Form von Appartements geschieht und ob diese Betten weiters in einem Gebäude oder nach der Art eines Feriendorfes in mehreren Gebäuden untergebracht werden". Wenn der Bf nun eine Auslegung des Paragraph 12, Absatz eins, Litera a, Tir ROG 2006 dahingehend vorschlägt, dass nicht der GewO 1994 zu subsumierende Beherbergungsformen, die auch nicht in Paragraph 111, Absatz 2, GewO 1994 genannt seien, nach Paragraph 12, Absatz eins, Litera a, Tir ROG 2006 vom Begriff des Freizeitwohnsitzes ausgenommen wären, so kann dem angesichts der klar aus den Erläuterungen des Gesetzes hervorgehenden Absicht der Möglichkeit einer planenden Steuerung nicht gefolgt werden.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2008060050.X02

Im RIS seit

16.02.2010

Zuletzt aktualisiert am

17.02.2010
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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