RS Vwgh 2010/2/25 2010/06/0009

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.02.2010
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Index

25/02 Strafvollzug
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §56;
AVG §58 Abs2;
AVG §60;
StVG §120 Abs2;
StVG §22 Abs3;
StVG §24 Abs3 Z3;
  1. StVG § 120 heute
  2. StVG § 120 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2013
  3. StVG § 120 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2000
  4. StVG § 120 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 799/1993
  5. StVG § 120 gültig von 01.01.1972 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 480/1971
  1. StVG § 22 heute
  2. StVG § 22 gültig ab 18.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  3. StVG § 22 gültig von 10.04.1999 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  4. StVG § 22 gültig von 01.01.1994 bis 09.04.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 799/1993
  5. StVG § 22 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 424/1974
  1. StVG § 24 heute
  2. StVG § 24 gültig ab 25.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  3. StVG § 24 gültig von 01.07.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2015
  4. StVG § 24 gültig von 01.01.2013 bis 30.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2013
  5. StVG § 24 gültig von 18.06.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  6. StVG § 24 gültig von 01.01.2007 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2006
  7. StVG § 24 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 799/1993
  8. StVG § 24 gültig von 01.01.1970 bis 31.12.1993

Rechtssatz

Bei dem Begehren des Strafgefangenen um Genehmigung des Ankaufs von DVDs mit pornografischem Inhalt handelt es sich um ein Ansuchen um Gewährung einer Vergünstigung im Sinne des § 24 Abs. 3 Z 3 StVG (Hinweis E vom 27. Juni 2006, 2005/06/0345). Vor dem Hintergrund des § 22 Abs. 3 StVG hat mangels entsprechender gesetzlicher Anordnung die Ablehnung solcher Ansuchen nicht bescheidmäßig zu erfolgen und es ist auch mangels gesetzlicher Anordnung nicht erforderlich, dass die Ablehnung des Ansuchens in einer den Kriterien des § 60 AVG entsprechenden Weise zu begründen wäre. Korrespondierend dazu normiert § 120 Abs. 2 erster Satz StVG als Frist für eine Beschwerde den Tag, an welchen dem Strafgefangenen "der Beschwerdegrund bekannt geworden ist". (Hier:Bei dem Begehren des Strafgefangenen um Genehmigung des Ankaufs von DVDs mit pornografischem Inhalt handelt es sich um ein Ansuchen um Gewährung einer Vergünstigung im Sinne des Paragraph 24, Absatz 3, Ziffer 3, StVG (Hinweis E vom 27. Juni 2006, 2005/06/0345). Vor dem Hintergrund des Paragraph 22, Absatz 3, StVG hat mangels entsprechender gesetzlicher Anordnung die Ablehnung solcher Ansuchen nicht bescheidmäßig zu erfolgen und es ist auch mangels gesetzlicher Anordnung nicht erforderlich, dass die Ablehnung des Ansuchens in einer den Kriterien des Paragraph 60, AVG entsprechenden Weise zu begründen wäre. Korrespondierend dazu normiert Paragraph 120, Absatz 2, erster Satz StVG als Frist für eine Beschwerde den Tag, an welchen dem Strafgefangenen "der Beschwerdegrund bekannt geworden ist". (Hier:

"Beschwerdegrund" in diesem Sinne war die Bekanntgabe der Ablehnung und nicht erst die spätere Bekanntgabe näherer Gründe für die bereits erfolgte Ablehnung.)

Schlagworte

Bescheidbegriff Mangelnder Bescheidcharakter Besondere Rechtsgebiete Justiz Justizverwaltung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2010:2010060009.X01

Im RIS seit

26.03.2010

Zuletzt aktualisiert am

31.05.2010
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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