RS Vwgh 2010/4/26 2009/10/0240

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 26.04.2010
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
40/01 Verwaltungsverfahren
72/01 Hochschulorganisation

Norm

AVG §67a Abs1 Z2;
B-VG Art129a Abs1 Z2;
UniversitätsG 2002 §103;
UniversitätsG 2002 §43;
UniversitätsG 2002 §46 Abs1;
UniversitätsG 2002 §51 Abs1;
VwRallg;
  1. AVG § 67a gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. AVG § 67a gültig von 01.01.2003 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2002
  3. AVG § 67a gültig von 20.04.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  4. AVG § 67a gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 67a gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 51/2012
  2. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2009/10/0241

Rechtssatz

Die Universitäten sind nach den Bestimmungen des Universitätsgesetzes 2002 als juristische Personen des öffentlichen Rechts mit hoheitlichen Aufgaben und Befugnissen ausgestattet. "In den Universitäten sind", so die Gesetzesmaterialien (RV 1134 BlgNr, 21. GP, S. 77), "wie bisher hoheitliche und privatwirtschaftliche Tätigkeiten untrennbar miteinander verbunden, wobei die hoheitlichen Aufgaben überwiegen". Allerdings sind die Universitäten bzw. ihre Organe zu hoheitlichem Handeln nur insoweit befugt, als sie dazu gesetzlich ermächtigt sind. Entsprechende Ermächtigungen bestehen - neben jenen zur Erlassung von Verordnungen - in den "behördlichen Angelegenheiten", in denen die Universitätsorgane nach der Vorschrift des § 46 Abs. 1 UniversitätsG 2002 das AVG anzuwenden und mit Bescheid zu entscheiden haben. Dies trifft auf die Vollziehung der Studienvorschriften gemäß § 51 Abs. 1 UniversitätsG 2002 zu, ebenso auf das Habilitationsverfahren gemäß § 103 legcit und auf das Schiedsverfahren gemäß § 43 legcit (vgl. B 16. Oktober 2006, VwSlg. 17034 A/2006).Die Universitäten sind nach den Bestimmungen des Universitätsgesetzes 2002 als juristische Personen des öffentlichen Rechts mit hoheitlichen Aufgaben und Befugnissen ausgestattet. "In den Universitäten sind", so die Gesetzesmaterialien Regierungsvorlage 1134 BlgNr, 21. GP, Sitzung 77), "wie bisher hoheitliche und privatwirtschaftliche Tätigkeiten untrennbar miteinander verbunden, wobei die hoheitlichen Aufgaben überwiegen". Allerdings sind die Universitäten bzw. ihre Organe zu hoheitlichem Handeln nur insoweit befugt, als sie dazu gesetzlich ermächtigt sind. Entsprechende Ermächtigungen bestehen - neben jenen zur Erlassung von Verordnungen - in den "behördlichen Angelegenheiten", in denen die Universitätsorgane nach der Vorschrift des Paragraph 46, Absatz eins, UniversitätsG 2002 das AVG anzuwenden und mit Bescheid zu entscheiden haben. Dies trifft auf die Vollziehung der Studienvorschriften gemäß Paragraph 51, Absatz eins, UniversitätsG 2002 zu, ebenso auf das Habilitationsverfahren gemäß Paragraph 103, legcit und auf das Schiedsverfahren gemäß Paragraph 43, legcit vergleiche B 16. Oktober 2006, VwSlg. 17034 A/2006).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2010:2009100240.X01

Im RIS seit

02.06.2010

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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