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L37158 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag InteressentenbeitragNorm
BauG Vlbg 2001 §18;Rechtssatz
Nach der Judikatur des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) ist es zulässig, dass die Entscheidung durch ein Tribunal im Sinne des Art. 6 MRK in einer Angelegenheit, die nach dem innerstaatlichem Recht nicht dem klassischen Strafrecht (wie etwa in Österreich die verwaltungsstrafrechtlichen Angelegenheiten) zuzurechnen ist, erst in letzter Instanz durch ein Tribunal mit umfassender Entscheidungskompetenz getroffen wird (vgl. das Urteil vom 26. Oktober 1984 im Fall De Cubber gegen Belgien, abgedruckt in EuGRZ 1985, 407 ff, insb. Z. 32, bzw. das Urteil vom 21. Februar 1984 im Fall Öztürk gegen BRD, abgedruckt in EuGRZ 1985, 62 ff, insb. Z. 56, betreffend den Bereich der Entkriminalisierung des Strafrechts, und das Urteil vom 2. September 1998 im Fall Kadubec gegen Slowenien, Z. 15). Im Zusammenhang mit dem Recht auf öffentliche mündliche Verhandlung gemäß Art. 6 MRK vertritt der EGMR dann, wenn nur in letzter Instanz ein Tribunal entscheidet, die Auffassung, dass für den Betreffenden grundsätzlich ein Recht auf mündliche Verhandlung besteht (vgl. u.a. das Urteil vom 19. Februar 1998 im Fall Allan Jacobsson Nr. 2 gegen Schweden, Z. 46). Daraus ergibt sich aber, dass im Lichte der Judikatur des EGMR aus Art. 6 MRK in einer verwaltungsstrafrechtlichen Angelegenheit kein Recht auf mündliche Verhandlung bereits in der ersten Instanz abgeleitet werden kann.Nach der Judikatur des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) ist es zulässig, dass die Entscheidung durch ein Tribunal im Sinne des Artikel 6, MRK in einer Angelegenheit, die nach dem innerstaatlichem Recht nicht dem klassischen Strafrecht (wie etwa in Österreich die verwaltungsstrafrechtlichen Angelegenheiten) zuzurechnen ist, erst in letzter Instanz durch ein Tribunal mit umfassender Entscheidungskompetenz getroffen wird vergleiche das Urteil vom 26. Oktober 1984 im Fall De Cubber gegen Belgien, abgedruckt in EuGRZ 1985, 407 ff, insb. Ziffer 32,, bzw. das Urteil vom 21. Februar 1984 im Fall Öztürk gegen BRD, abgedruckt in EuGRZ 1985, 62 ff, insb. Ziffer 56,, betreffend den Bereich der Entkriminalisierung des Strafrechts, und das Urteil vom 2. September 1998 im Fall Kadubec gegen Slowenien, Ziffer 15,). Im Zusammenhang mit dem Recht auf öffentliche mündliche Verhandlung gemäß Artikel 6, MRK vertritt der EGMR dann, wenn nur in letzter Instanz ein Tribunal entscheidet, die Auffassung, dass für den Betreffenden grundsätzlich ein Recht auf mündliche Verhandlung besteht vergleiche u.a. das Urteil vom 19. Februar 1998 im Fall Allan Jacobsson Nr. 2 gegen Schweden, Ziffer 46,). Daraus ergibt sich aber, dass im Lichte der Judikatur des EGMR aus Artikel 6, MRK in einer verwaltungsstrafrechtlichen Angelegenheit kein Recht auf mündliche Verhandlung bereits in der ersten Instanz abgeleitet werden kann.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VWGH:2010:2008060207.X03Im RIS seit
24.06.2010Zuletzt aktualisiert am
03.10.2011