RS Vwgh 2010/5/18 2006/11/0098

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.05.2010
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
82/03 Ärzte Sonstiges Sanitätspersonal

Norm

AVG §56;
B-VG Art103 Abs4;
MTDG 1992 §31 Abs2 ;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 103 heute
  2. B-VG Art. 103 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 103 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 103 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  5. B-VG Art. 103 gültig von 01.01.1995 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  6. B-VG Art. 103 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  7. B-VG Art. 103 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  8. B-VG Art. 103 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2008/11/0206 2008/11/0205

Rechtssatz

§ 31 Abs. 2 letzter Satz MTDG 1992 sieht zwar vor, dass eine Berufung "gegen die Entscheidung des Landeshauptmannes" unzulässig ist. Die Wortgruppe "die Entscheidung des Landeshauptmannes" bezieht sich freilich nur auf die in § 31 Abs. 2 zweiter Satz MTDG 1992 vorgesehenen Bescheide, mit denen die Abhaltung eines Fortbildungskurses untersagt wird. Der angefochtene Bescheid ist kein solcher Untersagungsbescheid, sondern nach seinem klaren Wortlaut ein Feststellungsbescheid, der nur eine abstrakte Aussage über die Rechtslage enthält. Da es sich dabei um keinen Untersagungsbescheid nach § 31 Abs. 2 MTDG 1992 handelt, kommt der in dieser Bestimmung geregelte Ausschluss des Instanzenzuges nicht zum Tragen. Entgegen der Rechtsmittelbelehrung war, Art. 103 Abs. 4 B-VG folgend, die Berufung an den zuständigen Bundesminister zulässig.Paragraph 31, Absatz 2, letzter Satz MTDG 1992 sieht zwar vor, dass eine Berufung "gegen die Entscheidung des Landeshauptmannes" unzulässig ist. Die Wortgruppe "die Entscheidung des Landeshauptmannes" bezieht sich freilich nur auf die in Paragraph 31, Absatz 2, zweiter Satz MTDG 1992 vorgesehenen Bescheide, mit denen die Abhaltung eines Fortbildungskurses untersagt wird. Der angefochtene Bescheid ist kein solcher Untersagungsbescheid, sondern nach seinem klaren Wortlaut ein Feststellungsbescheid, der nur eine abstrakte Aussage über die Rechtslage enthält. Da es sich dabei um keinen Untersagungsbescheid nach Paragraph 31, Absatz 2, MTDG 1992 handelt, kommt der in dieser Bestimmung geregelte Ausschluss des Instanzenzuges nicht zum Tragen. Entgegen der Rechtsmittelbelehrung war, Artikel 103, Absatz 4, B-VG folgend, die Berufung an den zuständigen Bundesminister zulässig.

Schlagworte

Anspruch auf bescheidmäßige Erledigung und auf Zustellung, Recht der Behörde zur Bescheiderlassung Feststellungsbescheide Offenbare Unzuständigkeit des VwGH Nichterschöpfung des Instanzenzuges Besondere Rechtsgebiete Diverses

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2010:2006110098.X01

Im RIS seit

22.06.2010

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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