RS Vwgh 2010/6/23 2007/06/0204

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.06.2010
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
41/03 Personenstandsrecht

Norm

ABGB §138;
ABGB §138c;
ABGB §156;
NÄG 1988 §2 Abs1 Z8;
NÄG 1988 §8 Abs1;
VwRallg;
  1. ABGB § 138 heute
  2. ABGB § 138 gültig ab 01.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  3. ABGB § 138 gültig von 01.01.2005 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2004
  4. ABGB § 138 gültig von 01.07.2001 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  5. ABGB § 138 gültig von 01.01.1978 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 403/1977
  1. ABGB § 138c gültig von 01.01.2005 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2004
  1. ABGB § 156 heute
  2. ABGB § 156 gültig ab 01.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  3. ABGB § 156 gültig von 01.02.2013 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  4. ABGB § 156 gültig von 01.01.2005 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2004
  5. ABGB § 156 gültig von 01.01.1978 bis 30.06.2004 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 85/2003

Rechtssatz

Dem Vorbringen, dass § 2 Abs. 1 Z. 8 NÄG 1988 von einem biologischen Elternbegriff ausgehe, da ansonsten niemals ein außereheliches Kind den Namen des außerehelichen Vaters aufgrund dieser Gesetzesbestimmung erhalten könnte, ist zu erwidern, dass eine derartige Anlehnung an den biologischen Elternbegriff weder dem Wortlaut des § 2 Abs. 1 Z. 8 NÄG 1988 noch den Gesetzesmaterialien (AB 49 BlgNR XIX. GP, 11) entnommen werden kann. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass der Elternbegriff des § 2 Abs. 1 Z. 8 NÄG 1988 dem des ABGB entspricht. Eine Anpassung an den Namen des Vaters ist im Übrigen nach § 2 Abs. 1 Z. 8 NÄG 1988 nur dann möglich, wenn das (verwandtschaftliche) Verhältnis zwischen dem Vater und dem Kind rechtswirksam festgestellt ist (oder eben die rechtliche Vermutung der ehelichen Vaterschaft greift).Dem Vorbringen, dass Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 8, NÄG 1988 von einem biologischen Elternbegriff ausgehe, da ansonsten niemals ein außereheliches Kind den Namen des außerehelichen Vaters aufgrund dieser Gesetzesbestimmung erhalten könnte, ist zu erwidern, dass eine derartige Anlehnung an den biologischen Elternbegriff weder dem Wortlaut des Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 8, NÄG 1988 noch den Gesetzesmaterialien Ausschussbericht 49 BlgNR römisch neunzehn. GP, 11) entnommen werden kann. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass der Elternbegriff des Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 8, NÄG 1988 dem des ABGB entspricht. Eine Anpassung an den Namen des Vaters ist im Übrigen nach Paragraph 2, Absatz eins, Ziffer 8, NÄG 1988 nur dann möglich, wenn das (verwandtschaftliche) Verhältnis zwischen dem Vater und dem Kind rechtswirksam festgestellt ist (oder eben die rechtliche Vermutung der ehelichen Vaterschaft greift).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2010:2007060204.X01

Im RIS seit

19.07.2010

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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