RS Vwgh 2010/10/20 2007/13/0059

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 20.10.2010
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Index

32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

EStG 1988 §29 Z3;
  1. EStG 1988 § 29 heute
  2. EStG 1988 § 29 gültig ab 24.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2025
  3. EStG 1988 § 29 gültig von 01.04.2012 bis 23.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2012
  4. EStG 1988 § 29 gültig von 31.12.2010 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  5. EStG 1988 § 29 gültig von 18.06.2009 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  6. EStG 1988 § 29 gültig von 01.01.2004 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  7. EStG 1988 § 29 gültig von 01.01.2004 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 165/2002
  8. EStG 1988 § 29 gültig von 21.08.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  9. EStG 1988 § 29 gültig von 05.10.2002 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2002
  10. EStG 1988 § 29 gültig von 11.07.2002 bis 04.10.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2002
  11. EStG 1988 § 29 gültig von 27.06.2001 bis 10.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  12. EStG 1988 § 29 gültig von 30.12.2000 bis 26.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  13. EStG 1988 § 29 gültig von 15.07.1999 bis 29.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/1999
  14. EStG 1988 § 29 gültig von 30.07.1988 bis 14.07.1999

Rechtssatz

Im Beschwerdefall erhielt der Abgabepflichtige im Streitjahr 1999 einen bestimmten Geldbetrag für den Verzicht auf die Ausübung eines Optionsrechtes. Mit dem Optionsverzicht fand kein Übergang eines "Optionsrechtes" statt, sondern es wurde lediglich auf dessen Ausübung verzichtet. Der Vorgang ist nicht als Veräußerung oder als eine der Veräußerung gleichzuhaltende Vermögensumschichtung anzusehen (vgl. in diesem Sinne beispielsweise das hg. Erkenntnis vom 3. Juli 2003, 99/15/0003, VwSlg 7843 F/2003, sowie - zur insoweit vergleichbaren Rechtslage des EStG 1972 - Schubert/Pokorny/Schuch/Quantschnigg, Einkommensteuer-Handbuch, § 29 Tz 14). Im vorliegenden Fall wurde ein Dritter durch den in Rede stehenden Verzicht auf das Optionsrecht durch den Abgabepflichtigen in die Lage versetzt, über alle Anteile einer GmbH frei zu verfügen. Damit wurde dem Dritten durch den Optionsverzicht auch ein wirtschaftlicher Vorteil im Sinne des § 29 Z 3 EStG 1988 verschafft.Im Beschwerdefall erhielt der Abgabepflichtige im Streitjahr 1999 einen bestimmten Geldbetrag für den Verzicht auf die Ausübung eines Optionsrechtes. Mit dem Optionsverzicht fand kein Übergang eines "Optionsrechtes" statt, sondern es wurde lediglich auf dessen Ausübung verzichtet. Der Vorgang ist nicht als Veräußerung oder als eine der Veräußerung gleichzuhaltende Vermögensumschichtung anzusehen vergleiche in diesem Sinne beispielsweise das hg. Erkenntnis vom 3. Juli 2003, 99/15/0003, VwSlg 7843 F/2003, sowie - zur insoweit vergleichbaren Rechtslage des EStG 1972 - Schubert/Pokorny/Schuch/Quantschnigg, Einkommensteuer-Handbuch, Paragraph 29, Tz 14). Im vorliegenden Fall wurde ein Dritter durch den in Rede stehenden Verzicht auf das Optionsrecht durch den Abgabepflichtigen in die Lage versetzt, über alle Anteile einer GmbH frei zu verfügen. Damit wurde dem Dritten durch den Optionsverzicht auch ein wirtschaftlicher Vorteil im Sinne des Paragraph 29, Ziffer 3, EStG 1988 verschafft.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2010:2007130059.X03

Im RIS seit

19.11.2010

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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