RS Vwgh 2010/11/19 2008/19/0010

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 19.11.2010
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Index

19/05 Menschenrechte
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §10 Abs1 Z1;
MRK Art8 Abs1;
  1. AsylG 2005 § 10 heute
  2. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  3. AsylG 2005 § 10 gültig ab 01.11.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  5. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  6. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  7. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  9. AsylG 2005 § 10 gültig von 09.11.2007 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2007
  10. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2006 bis 08.11.2007

Rechtssatz

Zur Ausweisung des Fremden führte der unabhängige Bundesasylsenat unter anderem aus, der Fremde habe keine familiären Beziehungen in Österreich, auf Grund derer die Ausweisung eine Verletzung von Art. 8 EMRK bewirken könne. Soweit der Fremde Feststellungsmängel im Zusammenhang mit einer allfälligen Verletzung von Art. 8 EMRK releviert und auf seine in Deutschland lebende Schwester verweist, mit der er regelmäßig telefonischen Kontakt habe, zeigt er eine Fehlbeurteilung durch den unabhängigen Bundesasylsenat am Maßstab der ständigen höchstgerichtlichen Judikatur zur Frage, wann familiäre Beziehungen unter Erwachsenen in den Schutzbereich des Art. 8 Abs. 1 EMRK fallen, nicht auf (vgl. dazu etwa das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom 9. Juni 2006, B 1277/04, und das hg. Erkenntnis vom 17. November 2009, Zl. 2007/20/0955, mwN).Zur Ausweisung des Fremden führte der unabhängige Bundesasylsenat unter anderem aus, der Fremde habe keine familiären Beziehungen in Österreich, auf Grund derer die Ausweisung eine Verletzung von Artikel 8, EMRK bewirken könne. Soweit der Fremde Feststellungsmängel im Zusammenhang mit einer allfälligen Verletzung von Artikel 8, EMRK releviert und auf seine in Deutschland lebende Schwester verweist, mit der er regelmäßig telefonischen Kontakt habe, zeigt er eine Fehlbeurteilung durch den unabhängigen Bundesasylsenat am Maßstab der ständigen höchstgerichtlichen Judikatur zur Frage, wann familiäre Beziehungen unter Erwachsenen in den Schutzbereich des Artikel 8, Absatz eins, EMRK fallen, nicht auf vergleiche dazu etwa das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes vom 9. Juni 2006, B 1277/04, und das hg. Erkenntnis vom 17. November 2009, Zl. 2007/20/0955, mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2010:2008190010.X01

Im RIS seit

06.01.2011

Zuletzt aktualisiert am

06.04.2011
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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