RS Vwgh 2011/1/26 2010/12/0128

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 26.01.2011
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §66 Abs2;
AVG §66 Abs4;
B-VG Art132;
VwGG §27 Abs1;
  1. B-VG Art. 132 heute
  2. B-VG Art. 132 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  4. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 132 gültig von 25.12.1946 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  8. B-VG Art. 132 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 132 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 27 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. VwGG § 27 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  3. VwGG § 27 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. VwGG § 27 gültig von 22.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 470/1995
  5. VwGG § 27 gültig von 01.01.1991 bis 21.07.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 27 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Die Wortfolge "in der Sache entschieden hat" in § 27 Abs. 1 VwGG ist offenkundig nicht gleichbedeutend mit der Wortfolge "in der Sache selbst zu entscheiden" in § 66 Abs. 4 erster Satz AVG. Vielmehr besteht die Entscheidungspflicht und die Zulässigkeit der Geltendmachung ihrer Verletzung auch dann, wenn in einem konkreten Fall eine andere als die in § 66 Abs. 4 erster Satz AVG erwähnte Entscheidung "in der Sache selbst" geboten ist, also etwa in Fällen, in denen die Berufung zurückzuweisen oder eine Entscheidung gemäß § 66 Abs. 2 AVG zu treffen ist (Hinweis E vom 22. Februar 1995, 93/12/0198 und E vom 15. Oktober 1986, 85/01/0296). Daraus wiederum folgt - umgekehrt -, dass eine Säumnisbeschwerde auch dann unzulässig ist, wenn etwa eine Berufungsbehörde durch Zurückweisung der Berufung oder durch eine Entscheidung gemäß § 66 Abs. 2 AVG ihrer Entscheidungspflicht nachkommt. Mit Entscheidung "in der Sache" im Verständnis des § 27 Abs. 1 VwGG ist daher jede Entscheidung gemeint, welche die in Rede stehende Rechtssache für den anhängigen Rechtsgang erledigt.Die Wortfolge "in der Sache entschieden hat" in Paragraph 27, Absatz eins, VwGG ist offenkundig nicht gleichbedeutend mit der Wortfolge "in der Sache selbst zu entscheiden" in Paragraph 66, Absatz 4, erster Satz AVG. Vielmehr besteht die Entscheidungspflicht und die Zulässigkeit der Geltendmachung ihrer Verletzung auch dann, wenn in einem konkreten Fall eine andere als die in Paragraph 66, Absatz 4, erster Satz AVG erwähnte Entscheidung "in der Sache selbst" geboten ist, also etwa in Fällen, in denen die Berufung zurückzuweisen oder eine Entscheidung gemäß Paragraph 66, Absatz 2, AVG zu treffen ist (Hinweis E vom 22. Februar 1995, 93/12/0198 und E vom 15. Oktober 1986, 85/01/0296). Daraus wiederum folgt - umgekehrt -, dass eine Säumnisbeschwerde auch dann unzulässig ist, wenn etwa eine Berufungsbehörde durch Zurückweisung der Berufung oder durch eine Entscheidung gemäß Paragraph 66, Absatz 2, AVG ihrer Entscheidungspflicht nachkommt. Mit Entscheidung "in der Sache" im Verständnis des Paragraph 27, Absatz eins, VwGG ist daher jede Entscheidung gemeint, welche die in Rede stehende Rechtssache für den anhängigen Rechtsgang erledigt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2010120128.X02

Im RIS seit

14.03.2011

Zuletzt aktualisiert am

18.03.2011
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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