RS Vwgh 2011/2/22 2010/12/0055

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.02.2011
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
63 Allgemeines Dienstrecht und Besoldungsrecht
63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz
64 Besonderes Dienstrecht und Besoldungsrecht
64/05 Sonstiges besonderes Dienstrecht und Besoldungsrecht
65 Pensionsrecht für Bundesbedienstete

Norm

BDG 1979 §78e;
DienstrechtsNov 02te 2007 Art2 Z6;
RStDG §206;
VwRallg;
  1. BDG 1979 § 78e heute
  2. BDG 1979 § 78e gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  3. BDG 1979 § 78e gültig von 01.09.2007 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  1. RStDG § 206 heute
  2. RStDG § 206 gültig ab 10.10.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 143/2024
  3. RStDG § 206 gültig von 23.12.2018 bis 23.12.2020 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 153/2020
  4. RStDG § 206 gültig von 18.01.2016 bis 22.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 64/2016
  5. RStDG § 206 gültig von 01.07.2015 bis 17.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2015
  6. RStDG § 206 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 210/2013
  7. RStDG § 206 gültig von 19.08.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2009
  8. RStDG § 206 gültig von 01.01.2009 bis 18.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2008
  9. RStDG § 206 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2007

Rechtssatz

Der Gesetzgeber hat die Besoldungsgruppe der Richter und Staatsanwälte systematisch von der Gewährung eines Sabbatical ausgenommen. Eine analoge Heranziehung des § 78e BDG 1979 würde die Planwidrigkeit einer Lücke voraussetzen. Von einem planwidrigen Unterlassen des Gesetzgebers darin, dass er im vormaligen RDG, nunmehr RStDG 2008, keine Regelung über das Sabbatical aufnahm, kann aber nicht gesprochen werden. Insbesondere in Ansehung der Gesetzesmaterialien zur (ersten) Dienstrechts-Novelle 2007 (IA 255/A XXIII. GP 6), aber auch zur 2. Dienstrechts-Novelle 2007 (RV 296 BlgNR XXIII. GP 6), ergibt sich, dass ein unbewusstes, d.h. planwidriges Unterlassen des Gesetzgebers nicht vorliegt (ausführliche Begründung im E).Der Gesetzgeber hat die Besoldungsgruppe der Richter und Staatsanwälte systematisch von der Gewährung eines Sabbatical ausgenommen. Eine analoge Heranziehung des Paragraph 78 e, BDG 1979 würde die Planwidrigkeit einer Lücke voraussetzen. Von einem planwidrigen Unterlassen des Gesetzgebers darin, dass er im vormaligen RDG, nunmehr RStDG 2008, keine Regelung über das Sabbatical aufnahm, kann aber nicht gesprochen werden. Insbesondere in Ansehung der Gesetzesmaterialien zur (ersten) Dienstrechts-Novelle 2007 (IA 255/A römisch 23 . Gesetzgebungsperiode 6), aber auch zur 2. Dienstrechts-Novelle 2007 Regierungsvorlage 296 BlgNR römisch 23 . Gesetzgebungsperiode 6), ergibt sich, dass ein unbewusstes, d.h. planwidriges Unterlassen des Gesetzgebers nicht vorliegt (ausführliche Begründung im E).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Analogie Schließung von Gesetzeslücken VwRallg3/2/3 Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2010120055.X02

Im RIS seit

28.03.2011

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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