RS Vwgh 2011/3/24 2009/06/0152

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Veröffentlicht am 24.03.2011
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Index

L10016 Gemeindeordnung Gemeindeaufsicht Gemeindehaushalt Steiermark
L85006 Straßen Steiermark
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

ABGB §1151;
AVG §43 Abs1;
AVG §55 Abs1;
B-VG Art118 Abs3 Z2;
B-VG Art20 Abs1;
B-VG Art21 Abs1;
GdO Stmk 1967 §64 Abs2;
LStVwG Stmk 1964 §4 Abs1;
  1. ABGB § 1151 heute
  2. ABGB § 1151 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. B-VG Art. 118 heute
  2. B-VG Art. 118 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 118 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  8. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  9. B-VG Art. 118 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  10. B-VG Art. 118 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 118 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 20 heute
  2. B-VG Art. 20 gültig ab 01.09.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 20 gültig von 01.01.2023 bis 31.08.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 141/2022
  4. B-VG Art. 20 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 20 gültig von 01.10.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2010
  6. B-VG Art. 20 gültig von 01.01.2008 bis 30.09.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  7. B-VG Art. 20 gültig von 01.01.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 285/1987
  8. B-VG Art. 20 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 20 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 20 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 21 heute
  2. B-VG Art. 21 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  6. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 21 gültig von 01.08.1981 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  9. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1975 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  10. B-VG Art. 21 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  11. B-VG Art. 21 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  12. B-VG Art. 21 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Gemäß § 64 Abs. 2 Stmk GdO 1967 kann sich der Bürgermeister, unbeschadet seiner Verantwortlichkeit, bei bestimmten Gruppen von Entscheidungen, Verfügungen oder sonstigen Amtshandlungen der Vollziehung durch Bedienstete der Gemeinde vertreten lassen. Ein Bediensteter der Gemeinde steht in einem besonderen Dienstverhältnis mit der Gemeinde, das eine öffentlich-rechtliche oder vertragliche Grundlage haben kann (vgl. die für die in der Bundes- und Landesverwaltung tätigen Verwaltungsorgane diesbezüglich getroffene Regelung in Art. 20 Abs. 1 B-VG). Aus Art. 21 Abs. 1 B-VG, der auch den Begriff des Bediensteten der Gemeinde (neben den Bediensteten des Bundes und der Länder) kennt, ergibt sich für diese Bediensteten, dass die Gesetzgebung und die Vollziehung in Angelegenheiten des Dienstrechtes den Ländern obliegt. Daraus ergibt sich für einen Bediensteten der Gemeinde, dass sein Dienstverhältnis dem vom Landesgesetzgeber zu erlassenden Dienstrecht unterliegt. Weiters untersteht er der Diensthoheit der Gemeinde. Es handelt sich dabei gemäß Art. 118 Abs. 3 Z. 2 B-VG, um eine Angelegenheit des eigenen Wirkungsbereiches der Gemeinde. Ein mittels Werkvertrag beauftragter Rechtsanwalt wird dadurch nicht zu einem Bediensteten der Gemeinde in dem dargelegten Sinne.Gemäß Paragraph 64, Absatz 2, Stmk GdO 1967 kann sich der Bürgermeister, unbeschadet seiner Verantwortlichkeit, bei bestimmten Gruppen von Entscheidungen, Verfügungen oder sonstigen Amtshandlungen der Vollziehung durch Bedienstete der Gemeinde vertreten lassen. Ein Bediensteter der Gemeinde steht in einem besonderen Dienstverhältnis mit der Gemeinde, das eine öffentlich-rechtliche oder vertragliche Grundlage haben kann vergleiche die für die in der Bundes- und Landesverwaltung tätigen Verwaltungsorgane diesbezüglich getroffene Regelung in Artikel 20, Absatz eins, B-VG). Aus Artikel 21, Absatz eins, B-VG, der auch den Begriff des Bediensteten der Gemeinde (neben den Bediensteten des Bundes und der Länder) kennt, ergibt sich für diese Bediensteten, dass die Gesetzgebung und die Vollziehung in Angelegenheiten des Dienstrechtes den Ländern obliegt. Daraus ergibt sich für einen Bediensteten der Gemeinde, dass sein Dienstverhältnis dem vom Landesgesetzgeber zu erlassenden Dienstrecht unterliegt. Weiters untersteht er der Diensthoheit der Gemeinde. Es handelt sich dabei gemäß Artikel 118, Absatz 3, Ziffer 2, B-VG, um eine Angelegenheit des eigenen Wirkungsbereiches der Gemeinde. Ein mittels Werkvertrag beauftragter Rechtsanwalt wird dadurch nicht zu einem Bediensteten der Gemeinde in dem dargelegten Sinne.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2009060152.X01

Im RIS seit

27.04.2011

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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