RS Vwgh 2011/3/28 2011/17/0015

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 28.03.2011
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §38;
BAO §281 Abs1;
B-VG Art139 Abs6;
B-VG Art140 Abs7;
  1. BAO § 281 heute
  2. BAO § 281 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  3. BAO § 281 gültig von 01.07.2018 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  4. BAO § 281 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  5. BAO § 281 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  6. BAO § 281 gültig von 01.01.1962 bis 31.12.2002
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2011/17/0016 2011/17/0018 2011/17/0017

Rechtssatz

Einerseits sieht § 38 AVG eine Aussetzung von Verwaltungsverfahren wegen Anhängigkeit eines Verfahrens über die gleiche oder eine ähnliche Rechtsfrage vor einem Gericht nicht vor und andererseits ist auch bei einer Aussetzung von (Berufungs-)Verfahren gemäß § 281 Abs. 1 BAO, der einen solchen Aussetzungstatbestand enthält, zu beachten, dass die betroffenen Parteien gegebenenfalls um die Anlassfallwirkung einer Aufhebung durch den Verfassungsgerichtshof gebracht werden, wenn der Verfassungsgerichtshof im Fall der Aufhebung der präjudiziellen Bestimmung keinen Ausspruch über die Ausdehnung der Anlassfallwirkung tätigt. Einer derartigen Aussetzung können daher "überwiegende Interessen der Partei" entgegenstehen (vgl. die hg. Erkenntnisse vom 26. Mai 1995, Zl. 95/17/0067, und vom 1. September 1999, Zl. 99/16/0104). Dies gilt selbst dann, wenn Identität der betroffenen Parteien gegeben ist. Ohne Erstreckung der Anlassfallwirkung durch den Verfassungsgerichtshof kommt einer Aufhebung einer generellen Norm nur Wirkung im Anlassfall zu.Einerseits sieht Paragraph 38, AVG eine Aussetzung von Verwaltungsverfahren wegen Anhängigkeit eines Verfahrens über die gleiche oder eine ähnliche Rechtsfrage vor einem Gericht nicht vor und andererseits ist auch bei einer Aussetzung von (Berufungs-)Verfahren gemäß Paragraph 281, Absatz eins, BAO, der einen solchen Aussetzungstatbestand enthält, zu beachten, dass die betroffenen Parteien gegebenenfalls um die Anlassfallwirkung einer Aufhebung durch den Verfassungsgerichtshof gebracht werden, wenn der Verfassungsgerichtshof im Fall der Aufhebung der präjudiziellen Bestimmung keinen Ausspruch über die Ausdehnung der Anlassfallwirkung tätigt. Einer derartigen Aussetzung können daher "überwiegende Interessen der Partei" entgegenstehen vergleiche die hg. Erkenntnisse vom 26. Mai 1995, Zl. 95/17/0067, und vom 1. September 1999, Zl. 99/16/0104). Dies gilt selbst dann, wenn Identität der betroffenen Parteien gegeben ist. Ohne Erstreckung der Anlassfallwirkung durch den Verfassungsgerichtshof kommt einer Aufhebung einer generellen Norm nur Wirkung im Anlassfall zu.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2011170015.X01

Im RIS seit

09.05.2011

Zuletzt aktualisiert am

09.10.2014
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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