RS Vwgh 2011/4/7 2009/22/0101

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 07.04.2011
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Index

40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AVG §13 Abs3;
NAG 2005 §19 Abs3;
NAGDV 2005 §7 Abs1 Z1;
  1. AVG § 13 heute
  2. AVG § 13 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 13 gültig von 01.01.2012 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 13 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. AVG § 13 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 13 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  7. AVG § 13 gültig von 01.03.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  8. AVG § 13 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  9. AVG § 13 gültig von 01.01.2002 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  10. AVG § 13 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  11. AVG § 13 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Der Gerichtshof hat im E 2008/21/0302 zwar bestätigt, dass bei Nichtvorlage einer Kopie des gültigen Reisedokumentes im Sinn des § 7 Abs. 1 Z 1 NAGDV 2005 regelmäßig ein "Mangel" im Sinn des § 13 Abs. 3 AVG vorliegen werde. Die Behörde ist jedoch verpflichtet zu prüfen, ob der Fremde gehindert ist, einen Reisepass vorzulegen. Ist die Vorlage eines Reisepasses nicht möglich oder nicht zumutbar, kann die Nichtvorlage nicht zu einer Zurückweisung des Antrags führen, sondern es hat sich die Behörde mit den Gründen für die Nichtvorlage des Reisedokuments und mit der Identität des Antragstellers auseinanderzusetzen, auf deren Feststellung die Vorlage eines Reisepasses wohl in erster Linie hinausläuft (Hinweis E vom 22. Oktober 2001, 2001/19/0014, und vom 21. Dezember 2001, 2001/19/0070).Der Gerichtshof hat im E 2008/21/0302 zwar bestätigt, dass bei Nichtvorlage einer Kopie des gültigen Reisedokumentes im Sinn des Paragraph 7, Absatz eins, Ziffer eins, NAGDV 2005 regelmäßig ein "Mangel" im Sinn des Paragraph 13, Absatz 3, AVG vorliegen werde. Die Behörde ist jedoch verpflichtet zu prüfen, ob der Fremde gehindert ist, einen Reisepass vorzulegen. Ist die Vorlage eines Reisepasses nicht möglich oder nicht zumutbar, kann die Nichtvorlage nicht zu einer Zurückweisung des Antrags führen, sondern es hat sich die Behörde mit den Gründen für die Nichtvorlage des Reisedokuments und mit der Identität des Antragstellers auseinanderzusetzen, auf deren Feststellung die Vorlage eines Reisepasses wohl in erster Linie hinausläuft (Hinweis E vom 22. Oktober 2001, 2001/19/0014, und vom 21. Dezember 2001, 2001/19/0070).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2009220101.X02

Im RIS seit

16.05.2011

Zuletzt aktualisiert am

05.03.2012
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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